Samstag, Oktober 16, 2021

Growth Mindset – Scheitern ist oft der wichtigste Schritt zum Erfolg

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Die besten Lehrer, die wir haben können, sind die Fehler, welche wir begehen.

Doch nicht viele Menschen sind dieser Ansicht. Meistens versuchen wir alles richtigzumachen und jeden kleinen Patzer zu vermeiden. Dies setzt uns unter einen enormen Druck und wir befinden uns in einer latenten Angst etwas falsch zu machen, was sich auf unsere Produktivität auswirkt.

Kemal Üres, eines von Deutschlands bekanntesten Coaches und Gründer der Gastronomie Kette Daily You- Eat Powerful, ist da ganz anderer Meinung. Er sagt, dass es wichtig ist auch mal Fehler zu machen, denn nur so können wir weiterkommen. Seit langer Zeit beschäftigt sich der Multiunternehmer mit Persönlichkeitsentwicklung, transzendentaler Meditation sowie autogener und kognitiver Verhaltenstherapie.

In diesem Artikel möchte er uns 5 Gründe für ein Growth Mindset nennen und warum es wichtig ist, mit Misserfolgen gelassen umzugehen.

Aus der Komfortzone gehen ist der erste Schritt zum Erfolg

Die Komfortzone ist gemütlich und uns kann nichts passieren. Hier möchten wir bestenfalls alles richtigmachen, denn begehen wir einen Fehler, so müssen wir uns erklären oder mit Gefühlen wie Scham und Enttäuschung umgehen. Also gehen wir keine Risiken ein, versuchen alles immer so zu machen wie gewohnt, um bloß nicht schlecht dazustehen. Aber was passiert dann? Nichts. Alles bleibt wie immer. So werden wir kaum Fortschritte erlangen, weder bei uns selbst noch in unserem Job. Somit ist es wichtig, sich davon loszumachen immer alles richtig machen zu wollen. Hoch und Tiefs gehören zum Leben und wir sollten beide zu gleichen Teilen annehmen.

Positiv Denken

Wer positiv denkt, der zieht auch positives an. Wir kennen es alle. Wir stehen mit dem linken Bein auf, verschütten unseren Kaffee und verpassen unsere Bahn. Zu spät bei der Arbeit angekommen, gibt uns unser Vorgesetzter direkt negatives Feedback. Im Laufe des Tages stolpert man dann noch die Treppen hoch, kleckert seine weiße Bluse mit Tomatensauce voll und obendrauf sagt auch noch das Date für den Abend ab. Passiert eine negative Sache, ärgern wir uns oft so sehr darüber, dass wir direkt in diesem negativen Gedankenstrudel gefangen sind und somit nur noch mehr negative Situationen anziehen.

Doch wir können uns über bestimmte Ereignisse ärgern, oder aber wir nehmen diese einfach an, so wie sie sind und versuchen gelassen zu bleiben. Denn regen wir uns über Dinge auf, so werden diese nicht besser, sondern nur noch schlimmer. Um erfolgreich durchs Leben zu gehen, ist es somit wichtig, Dinge gelassen zu sehen. Denn wir können nicht vermeiden, dass auch negative Erfahrungen unseren Weg kreuzen.

Fehler aus einem anderen Blickwinkel betrachten

Es ist nicht nur in Ordnung Fehler zu machen, wir brauchen diese sogar. Denn woher sollten wir ohne einen Fehler wissen, was richtig ist? Das Gesetz der Polarität besagt, dass alles auf der Welt ein Gegenteil braucht, um sich selbst zu erkennen. Als Beispiel wüsste das Licht nicht, dass es ein Licht ist, ohne die Dunkelheit. Es ist also nicht möglich, nur das eine oder das andere zu haben. Es gibt immer zwei Pole, die sich gegenseitig bedingen. So auch auf der Karriereleiter. Es ist also rein physikalisch gar nicht möglich, immer alles richtigzumachen.

Sich nicht mit anderen vergleichen

Eine der fatalsten Sachen, welche man entgegen seines eigenen Erfolges tun kann, ist sich mit anderen zu vergleichen. Jeder einzelne Mensch ist ein Individuum, keiner gleicht dem anderen. Somit ist zu schließen, dass auch die Arbeit eines jeden einzelnen unterschiedlich ist und dementsprechend die passenden Interessenten anzieht.

Doch so häufig orientieren wir uns an anderen, an erfolgreicheren, glücklicheren oder kreativeren Menschen und vergessen dabei, dass wir es ganz allein in der Hand haben, wer wir sein möchten und immer unsere ganz eigenen Talente besitzen, die niemand anderes in dieser Form jemals haben wird.

Phoenix aus der Asche

Diese Redewendung stammt aus der Geschichte der Mythologie und besagt, dass aus den schlimmsten Niederlagen oft die größten Erfolge entstehen. Das wichtigste dabei ist, dass wir uns nach dem Scheitern nicht selbst aufgeben oder verurteilen. Annehmen und nach vorne schauen ist dabei die Devise, um weiterhin erfolgreich zu sein. Wer nicht mit Misserfolgen umgehen kann, dem wird es schwerfallen jemals erfolgreich zu sein, denn sie lehren uns Stärke, Selbstwertgefühl und Geduld, drei essenzielle Grundbausteine um sich weiterzuentwickeln. Eine Niederlage ist somit kein Reinfall, sondern die Chance, eine kräftige innere Balance aufzubauen.

Ein Perspektivwechsel unserer inneren Einstellung kann also Wunder wirken und zum Erfolg führen

Menschen mit einem „Growth Mindset“ gehen davon aus, dass sie von ihren Fehlern lernen können. Sie ärgern sich nicht über das, was passiert ist, sondern fragen sich stattdessen, was sie das nächste Mal besser machen können und was sie dieser Fehler gelehrt hat.

Kemal Üres kennt sich als erfolgreicher Coach und Unternehmer mit den unterschiedlichsten Denkweisen aus und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass eine gelassene Lebenseinstellung zu besseren Ergebnissen führt.

Autor:

Kemal Üres ist Gründer der Gastronomie-Kette Daily You – Eat powerful und Gesellschafter bei Eisberg-Seminare GmbH Hamburg und im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Mentaltrainings tätig.

Neben dem Abschluss seiner kaufmännischen und gastronomischen Ausbildung hat er Weiterbildungen in der transzendentalen Meditation, im autogenen Training sowie in der kognitiven Verhaltenstherapie absolviert. Seine Karriere startete er einst im Park Hyatt Hotel Hamburg als jüngster Manager weltweit, er ist inzwischen Geschäftsführer mehrerer erfolgreicher mittelständischer Unternehmen sowie Buchautor und Investor. Stets am Zahn der Zeit entdeckt er Potenziale in Gründern und ihren Firmen. Zu seinen weiteren Stärken zählen das Skalieren und Positionieren von mittelständischen Unternehmen.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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