Startet in kleinen Schritten

Grow-Grow Nut Microgreen: Upcycling Kokosnuss, Bio-Saatgut und Kokoserde

Stellen Sie sich und das Startup Grow Grow Nut doch kurz unseren Lesern vor!

Gestartet sind Christian (Microgreen-Experte, aufgewachsen auf einem Biohof) und Manuel (IT-Experte, schon immer Fan von Nachhaltigkeit und grüner Ernährung) mit der Idee das Thema Microgreens nach Europa zu bringen. Unsere Mission ist es Menschen den Zugang zu gesunder Ernährung und Selbstversorgung zu ermöglichen und die Welt wieder grüner zu machen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

In unserem Microgreen Shop verkaufen wir Bio-Keimsaat und Zubehör rund um Microgreens. Schon immer wollten wir eine 100% biologisch abbaubare Variante schaffen, die gut für den Menschen und die Umwelt ist. Mit der Grow-Grow Nut haben wir genau das erschaffen: Eine Upcycling-Kokosnuss, Bio-Saatgut und Kokoserde – also alles „made by mother nature“. Kein Plastik, kein Müll. Fertig!

Welche Vision steckt hinter Grow Grow Nut?

Wir legen sehr hohen Wert darauf einen positiven ökologischen Fussabdruck zu hinterlassen. Gemeinsam mit Eden Reforestation Projects haben wir schon über 80.000 Bäume anpflanzen lassen, worauf wir sehr stolz sind. Weiterhin setzen wir unsere gesamte Produktionskette so fair und nachhaltig wie möglich auf.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Für uns war die Entwicklung der Grow-Grow Nut sehr spannend und herausfordernd, da wir uns bis zu diesem Zeitpunkt nur mit Microgreens und Zubehör in einer kleinen Nische beschäftigt hatten. Dabei war insbesondere das Produktdesign und die abweichenden Anforderungen an die Vermarktung eine echte Herausforderung. Wie bewerbe ich ein Produkt, das noch keiner kennt? Wie erreiche ich meine Zielgruppe? Was möchten potentielle Kunden sehen? Stück für Stück haben wir uns hier Fachwissen angeeignet und viel ausprobiert. Um diese Experimente zu finanzieren, haben wir sowohl Eigenkapital als auch einen Gründerkredit eingesetzt.

Wer ist die Zielgruppe von Grow Grow Nut?

– Alle gesundheits- und nachhaltigkeitsbewussten Menschen jeden Alters

– Familien mit Kindern

– Stadtgärtner (urban gardening)

– Menschen die nachhaltige Geschenkideen suchen

Wie funktioniert Grow Grow Nut? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben mit der Grow-Grow Nut ein Anzuchtset für Microgreens entwickelt, welches nicht nur plastikfrei, sondern auch noch komplett biologisch abbaubar ist. Mit der Grow-Grow Nut baut man sich zu jeder Jahreszeit innerhalb von 6-8 Tagen vitaminreiche Microgreens auf der Fensterbank an. Diese sind gesund, schmecken gut und brauchen außer Wasser, keine weiteren Hilfsmittel. Zusätzlich lassen wir mit unserer 1-zu-1-Aktion durch unseren renommierten Kooperationspartner Eden Projects für jedes Mal, wenn jemand eine Grow-Grow Nut anbaut, einen Baum in verschiedenen Entwicklungsländern pflanzen.

Somit ist unser Produkt nicht nur CO2 neutral, sondern erreicht über die Jahre sogar eine deutlich positive Umweltbilanz. Außerdem wird durch die Kooperation mit Eden Projects (unter anderem die Öko-Suchmaschine Ecosia arbeitet mit ihnen) auch die lokale Wirtschaft in den betroffenen Regionen angekurbelt und die Umwelt nachhaltig geschützt. Wir haben somit als Unternehmen unser Augenmerk auf einen ökologischen und sozialen Fußabdruck gesetzt, den unsere Grow-Grow Nut in der Gesellschaft hinterlässt.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Interessanterweise haben sich durch Corona deutlich mehr Menschen mit einer gesunden Ernährungsweise sowie der Selbstversorgung beschäftigt. Ein wichtiger Teil dieser Bereiche sind Sprossen & Microgreens, weil beides sehr einfach und fast überall angebaut werden kann und eine Fülle an Nährstoffen und Vitaminen bietet, die in Krisenzeiten sonst rar sind. Dadurch haben wir einen deutlichen Schub der Nachfrage festgestellt.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Eine sehr grosse Hilfe ist eine gut entwickelte Fehlerkultur: Bei uns ist es in Ordnung und sogar gewünscht Fehler zu machen und es wird niemand dafür „schlecht gemacht“. Wir sehen Fehler als Potential etwas daraus zu lernen und können uns dadurch immer weiter verbessern. Dies wird sehr von unseren Mitarbeitern geschätzt und fördert die Innovationskraft des Unternehmens. Gerade während der Coronazeit hat sich diese Kultur als sehr wertvoll herausgestellt, da wir schnell der erhöhten Nachfrage gerecht werden und skalieren konnten.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Eine echte Kokosnuss, Kokoserde und Bio-Saatgut – mehr braucht es nicht für die Anzucht von leckeren und gesunden Microgreens in den eigenen vier Wänden. Das sind gute Argumente für Menschen in Isolation und Quarantäne! Wir haben diese Chance genutzt, um viele Menschen von Microgreens & Sprossen und schliesslich auch der Grow-Grow Nut zu überzeigen.

Grow Grow Nut, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten bis zum Jahr 2030 insgesamt 1.000.000 Bäume pflanzen, weltweiten Versand der Grow-Grow Nut anbieten und vor allem ein höheres Bewusstsein der Menschen für unsere Umwelt erzielen!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nutzt die Möglichkeiten, die es gibt! Crowdfunding, Programme wie den Hessischen Gründerpreis oder ähnliche Varianten, um die eigene Idee bekannt zu machen und möglichst früh Feedback zu erhalten. Startet in kleinen Schritten, startet früh! Es ist in Ordnung erstmal nur einen Prototyp mit einem kleinen Budget zu lancieren, bevor grosse Kredite angefragt werden müssen. Nutzt die Community und holt euch Tipps von anderen Startups, nutzt Kooperationen und Plattformen. Wir freuen uns von euch zu hören!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Christian und Manuel das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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