Durchhaltevermögen – es ist kein Sprint, sondern eher ein Marathon

Greenstorm Mobility bietet der Hotellerie ein innovatives Verleihkonzept für E-Mobilität-für leere Zimmer gibt es E-Bikes

Stellen Sie sich und das Startup Greenstorm Mobility doch kurz unseren Lesern vor!
Wir bieten mit Greenstorm der Hotellerie das innovativste Verleihkonzept für E-Mobilität. Für leere Zimmer erhält sie hochwertige E-Bikes zur kostenfreien Nutzung, die danach durch Europas größtes Händlernetzwerk für gebrauchte Top E-Bikes verkauft werden.

Wie ist die Idee zu Greenstorm Mobility entstanden?
Mein Vater Wolfgang Spieler hat 2009 die ersten E-Bikes gesehen und war immer schon der Meinung, dass die Bedürfnisse mehrerer Parteien an einem Tisch für alle eine Win-Win-Situation schaffen. Wir haben mit 17 Rädern gestartet, ich habe die Welt der E-Bikes zu den Hoteliers gebracht. Ich habe E-Bikes repariert, gewartet, den Vertrieb gemacht und bin die E-Bikes eingefahren. Als ich dann meinen Schwiegervater Richard Hirschhuber kennengelernt habe, konnten wir die Firma mit neuem Kapital versorgen und sind in den letzten drei Jahren sehr stark gewachsen.

Welche Vision steckt hinter Greenstorm Mobility?
Nur wenn alle beteiligten Personen gewinnen, ist es ein Greenstorm Projekt. Wenn der Hotelier, dessen Gast, der Fahrradhändler, der E-Biker und unsere Mitarbeiter einen konkreten Nutzen davon haben, funktioniert ein Projekt für uns.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größten Herausforderungen waren tatsächlich die Finanzierung und der Aufbau des Händlernetzwerks. Die Finanzierung deshalb, weil E-Bikes keinen Typenschein haben und somit für Banken keinen Wert haben – ebenso wie die Übernachtungsgutscheine. Das Händlernetzwerk war deshalb so wichtig, weil wir die gebrauchten Top-E-Bikes nach einer Saison mit 2-Jahres-Garantie auf Akku und Motor zu besonders interessanten Preisen den Endkunden anbieten wollen. Nachdem wir die ersten 100 Fahrradhändler in unserem Händlernetz hatten, wurde es leichter. Für die Finanzierung haben wir unseren Familienbetrieb Spieler-Zimmermann um die Familie Hirschhuber-Strauß erweitert.

Außerdem haben wir mit Conda deren bisher erfolgreichstes Crowdfunding-Projekt gestartet und konnten bereits die ersten Zinsen an unsere Investoren ausbezahlen.

Wer ist die Zielgruppe von Greenstorm Mobility?
Hoteliers, die ihren Gästen E-Bikes bieten wollen und gleichzeitig ihre Auslastung in schwächeren Zeiten steigern möchten. Gäste, die gerne in tolle Hotels zu günstigeren Preisen reisen. Fahrradhändler, die ihren Kunden gebrauchte Top-E-Bikes verschiedenster Marken und in fünf Modellen zu interessanten Preisen anbieten wollen und dafür auch E-Bikes zum Verleih bekommen und Endkunden, die sich ein gebrauchtes Top-E-Bike zu einem interessanten Preis kaufen wollen.

Wie funktioniert Greenstorm Mobility?
Greenstorm Mobility funktioniert auf Augenhöhe.

Welche Vorteile bietet Greenstorm Mobility? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Wir tauschen etwas, das für eine Partei enormen Wert hat in etwas anderes, das für eine andere Partei wiederum enormen Wert hat. Jeder gewinnt und bekommt das, was er will – ohne, dass es ihn »schmerzt«. Natürlich könnte ein Hotelier E-Bikes kaufen – doch er müsste sie finanzieren, warten, sowie lagern. So leiht er sie seinen Gästen (mit oder ohne Gebühr) und tauscht dafür Übernachtungsgutscheine für leer stehende Hotelzimmer. Und natürlich könnten sich Fahrradhändler E-Bikes kaufen – doch sie müssten sie finanzieren und lagern. So bietet ein Fahrradhändler seinen Kunden E-Bikes zum Leihen an (mit oder ohne Gebühr) und lässt sich von Greenstorm das passende E-Bike für seinen Kunden liefern. Zusätzlich bekommt er noch die Reparatur- und Wartungsaufträge für Greenstorm-E-Bikes in der Nähe und pro verkauftem E-Bike ein kostenloses Leihbike. Es gibt keinen Anbieter, der gleich arbeitet.

Es gibt gebrauchte E-Bikes auf Online-Plattformen, doch die sind wirklich gebraucht und unsere E-Bikes mit 2-Jahres-Garantie sind sozusagen Vorführer.

Greenstorm Mobility, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren werden wir wahrscheinlich ein Tochterunternehmen einer Buchungsplattform sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Begeisterung für das Projekt, Durchhaltevermögen – es ist kein Sprint, sondern eher ein Marathon und Wertschätzung für Lieferanten, Mitarbeiter und Kunden.

Bild: (v.l.n.r.): Philipp Zimmermann und Richard Hirschhuber

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Philipp Zimmermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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