Montag, Mai 16, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Greenling fertig-bepflanzter Minigarten für Balkon und Terrasse

Stellen Sie sich und das Startup Greenling doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Johanna Leisch und ich bin die Gründerin von Greenling.

Greenling ist ein Münchner Start-up, welches den ersten fertig-bepflanzten Minigarten für Balkon und Terrasse entwickelt hat. Unser Produkt besteht aus einer eigens entwickelten Hardware inklusive smarter Tankbewässerung, Hochbeet- und Tischfunktion, vorgetopften und vorgezüchteten Pflanzen aus lokalen Gärtnereien sowie einem Abosystem für den automatischen Pflanzenaustausch und die Minigartenfreude über das ganze Jahr hinweg.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe in den vergangenen Jahren sehr eng mit der Geschäftsführung zusammengearbeitet und dabei gemerkt, dass mich die Beraterrolle, die ein Unternehmensjurist regelmäßig einnimmt, nicht mehr ausfüllt. Vielmehr wollte ich selbst mehr mitwirken und die Strategie eines Unternehmens aktiv mitgestalten. Zunächst habe ich daher entschieden, nebenberuflich einen Executive MBA an der Mannheim Business School zu absolvieren.

Die Geschäftsidee hinter Greenling entstand dann während dieses Studiums im Mai 2020 – mitten im Corona Lockdown. Ich saß auf meiner Terrasse und habe auf meine traurige Bepflanzung geschaut. Eigentlich liebe ich Pflanzen und unseren Garten, aber ich verliere sehr schnell die Geduld bei der Gartenarbeit. Daher habe ich angefangen, nach fertig-bepflanzten Lösungen zu suchen. Allerdings bin ich lediglich auf ein sehr kleines Angebot gestoßen, welches nicht meinen Vorstellungen entsprach. Daraus ist die Idee eines fertig-bepflanzten Minigartens entstanden: Ein Produkt, welches man bequem online bestellt, und das auf einen Schlag Schönheit und Lebensfreude bringt und einfach zu erhalten ist. Zudem sollte es auch auf minimalem Raum maximal überzeugen können und irgendwie etwas „Smartness“ sein.

Was war bei der Gründung von Greenling die größte Herausforderung?

Am Anfang war es schwierig, neben dem Job und der Familie die notwendige Zeit und Fokussierung aufzubringen. Eine Gründung erfordert viel Kraft und ohne full-time Commitment ist es oftmals eine längere Reise bis zu den ersten Zielen und man muss realisieren, dass man in seinen persönlichen Ansprüchen eingebremst wird. Zeitgleich tendiert man dazu, schnell in seinem eigenen Tunnel zu verschwinden und jede freie Sekunde in das „neue Projekt“ zu stecken.

Prinzipiell schön und sinnvoll – und man spürt förmlich sein eigenes Herzblut, mit dem man sich zu mehr als 100% fokussieren möchte. Doch oftmals ist es dann das direkte Umfeld, das die fehlende Präsenz der eignen Person und das vermeintlich schwindende Interesse an anderen Themen beklagt. Wiederum zu Recht. Zum Glück – und dafür bin ich dankbar – gibt mir meine Familie dann relativ zeitig ehrliches Feedback. 

Hinzukommt, dass die Finanzierung sicherlich immer eine der größten Herausforderungen ist. Man muss mit seinen Mitteln haushalten und zielgenau einsetzen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ich denke, anders kann man gar nicht starten. Man lernt so viel auf dem Weg und vom Feedback anderer, dass man nicht zu lange am vermeintlich perfekten Produkt feilen sollte. Außerdem sind sowohl das Produkt als auch die Kundenerwartungen vermutlich immer im Wandel. Perfektion ist also allenfalls eine Momentaufnahme.

Welche Vision steckt hinter Greenling?

Wir schaffen einzigartige, mühelose Naturerlebnisse für jeden Tag – dort wo Menschen ihre meiste Zeit verbringen.

Wer ist die Zielgruppe von Greenling?

In unserer Zielgruppe sehen wir insbesondere Stadtmenschen, die trotzdem die Schönheit eines Gartens erleben wollen und das am liebsten mühelos, hochwertig und nachhaltig produziert. 

Wie funktioniert Greenling? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Greenling ist so besonders, weil wir Menschen jeden Tag zu Gartenmomenten verhelfen, die sie ohne uns nicht hätten. Warum? Aus Mangel an Zeit, Platz, Energie oder auch oftmals aufgrund der fehlenden Pflanzenkenntnisse. Außerdem macht uns unsere agile Arbeitsweise und der partnerschaftliche Umgangen mit Geschäftspartnern und Mitarbeitenden so besonders. Ich bin zudem sehr stolz auf unseren Ansatz, ständig nach Nachhaltigkeit zu streben und Prozesse sowie Lieferketten ganzheitlich zu durchdenken.

Greenling, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir stehen mit unserem ersten Produkt, welches wir Ende Mai ausliefern, vor einem großen Meilenstein. Zunächst soll uns unser Weg also zu begeisterten Greenling-Kunden führen! Unsere weiteren Pläne sehen sowohl Innovationen an unserem Minigarten vor (App-Entwicklung, Beleuchtung, Weiterentwicklung der Bewässerung), aber auch neue Produkte, die uns unserer Vision näherbringen, sowie regionales Wachstum. In fünf Jahren wollen wir sagen können, dass Greenling die Art und Weise, wie Menschen in der Stadt Natur erleben, maßgeblich mitgestaltet.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Hab einen langen Atem! Man muss seine Idee und Vision immer und immer wieder kommunizieren – sei es gegenüber Partnern, Kunden, Investoren oder seinen sonstigen Unterstützern.

Nimm Dir auch in Zeiten von totalem Stress Auszeiten für Dich selbst! Deinem Unternehmen ist nicht geholfen, wenn Du psychisch oder physisch ausbrennst.

Lass Dich von Fehlern nicht unterkriegen! War der Pitch ein Flopp, die Kampagne hat nicht gezogen oder Du wirst auf Facebook angegriffen? So schwer es in der Situation fällt, versuche aus jener zu lernen und stürze Dich dann wieder auf die positiven Dinge!

Wir bedanken uns bei Johanna Leisch  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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