GreenLab Upcycling Biodünger aus Kakao in der Höhle der Löwen

GreenLab macht Kakaoschalen zu Bio Blumendünger Blümchenfutter und Pimp my Gärtchen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen GreenLab doch kurz unseren Lesern vor!
GreenLab: Wir sind GreenLab Berlin, eine Ausgründung der Agrarwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Wir produzieren durch Upcycling Biodünger für den Einsatz auf dem Balkon oder im Garten aus pflanzlichen Abfall der Lebenmittelindustrie. „Blümchenfutter“ ist ein flüssiger Dünger für den Einsatz auf Balkon und Terrasse und „Pimp my Gärtchen“ ist ein Feststoffdünger in Pelletform für den Einsatz im Garten. Mit dem rein pflanzlichen Dünger hat jeder die Möglichkeit seine Pflanzen optimal zu ernähren, ohne Chemie und tierischen Fäkalien. Dazu riechen die Dünger angenehm nach dem Ausgangsrohstoff- Kakao. Die Dünger sind seit dem Frühjahr 2014 im Einzelhandel erhältlich.

Wie ist die Idee zu GreenLab entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
GreenLab: Die Ideen entstand während der Promotionszeit im Bereich Agrarwissenschaften der beiden Gründerinnen Sabine und Ines. Da wurden diese auf die Problematik aufmerksam, dass es in Berlin mehrere Kakaoverarbeitungsbetriebe gibt, die nicht wissen wohin mit dem pflanzlichen Abfall, der bei der Produktion anfällt. Diesem Thema haben Sie sich dann gewidmet und Ideen entwickelt zu einer Lösung dieses Problems. Als es dann darum ging, aus dieser Idee eine Firma zu gründen, wurde noch Verstärkung im Bereich Wirtschaft gesucht und so stiegt Daniel als Wirtschaftsingenieur mit ein.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
GreenLab: Wir haben das Exist-Gründungsstipendium erhalten. So konnten wir die Produkte zur Marktreife bringen. Die Produktion konnten wir durch Crowdfundingmittel und Kleininvestoren aufbauen.

Aus was besteht der Dünger?
GreenLab: Der Dünger besteht aus Abfällen der Kakaoindustrie, den Kakaosamenschalen sowie Vinasse, einem Abfallprodukt der Zuckerproduktion aus Zuckerrüben. Beide Abfälle sind Abfälle der deutschen Lebensmittelindustrie.

Für welche Pflanzen ist der Dünger geeignet?
GreenLab: Der Dünger ist vor allem für Pflanzen gedacht, die selber verzehrt werden. Dort ist es den Kunden besonders wichtig, dass dort ohne Chemie gedünkt wird. Grundsätzlich ist der Flüssigdünger „Blümchenfutter“ für den Einsatz auf dem Balkon und der Terrasse und der Feststoffdünger „Pimp my Gärtchen“ für den Einsatz im Garten gedacht.

Wo gibt es den Dünger zu kaufen?
GreenLab: Den Dünger gibt es in (Bio)supermärkten, Gärtnereien und Gartencentern sowie Nachhaltigkeitsshops. Darüber hinaus in unserem eigenen Webshop unter www.greenlab.berlin – hier gibt es auch weitere Produkte rund um den Garten.

Wie ist das bisherige Kundenfeedback?
GreenLab: Sehr positiv, wir haben sehr viele Wiederkäufer und auch viele Fans, die die Produkte sehr gerne im Freundeskreis verschenken, dafür bieten wir online extra eine Personalisierungsmöglichkeit an. Vor allem, dass Dünger nach Kakao riechen kann und nicht stinken muss überzeugt die Kunden, dazu die Tatsache, dass nicht nur der Inhalt sondern auch die Verpackung nachhaltig ist.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
GreenLab: Es ist sehr schwer mit einem Produkt der Agrarwissenschaften, also einer eher alten Branche Investoren zu gewinnen, diese fokussieren sich eher auf den IT oder Gesundheitsbereich. In der Jury der DHDL ist dieser Fokus nicht so ausgeprägt, daher haben wir uns gute Chancen auf einen Deal ausgerechnet.

Wie haben Sie sich auf die Höhle der Löwen vorbereitet?
GreenLab: Wir haben bereits einige Preise gewonnen, bei denen auch jeweils gepitched werden musste, diesen Pitch haben wir entsprechend modifiziert. Dazu haben wir natürlich alle Zahlen bereit, denn dies ist ja die Basis für ein Investment.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „ die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
GreenLab: Das ist sehr motivierend, aber wir haben ja bereits einiges erreicht. Nach dem Stipendium an der Uni ausgegründet, die Produkte zur Marktreife gebracht und eine eigene Produktion aufgebaut. Dazu der Fakt, dass wir bereits mehrere Biosupermarktketten als Handelspartner gewinnen konnten.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf GreenLab werden?
GreenLab: Das ist hoffentlich der nächste große Schritt . In der Region Berlin sind wir in schon gut aufgestellt, darüber hinaus ist das noch deutlich ausbaufähig. Wir hoffen, dass nun mehr Menschen von unseren Produkten erfahren und wir diese mit der Idee begeistern können. Auch weitere Endverkaufsbetriebe wollen wir erreichen.

Ziel der Show „ Die Höhle der Löwen “ ist es, das die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
GreenLab: Herr Schweizer hat einen Faible für ökologische Ideen und gesunde Ernährung, daher würde dies gut passen. Frau Williams ist natürlich mit ihrem riesigen Vertriebsnetzwerk für ein Handelsprodukt immer interessant.

Wie geht es mit GreenLab nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
GreenLab: Mit einem Deal könnten wir in die weitere Automatisierung unserer Produktion investieren und auch die Forschung an neuen Produkten vorantreiben.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
GreenLab: Traut euch, gründen ist eine wahnsinnig positive Erfahrung, auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt.

Bild: © VOX/Bernd-Michael Maurer

GreenLab ist am Dienstag den 06.10.2015 in DHDL um 20.15 auf VOX zu sehen

Weitere Informationen finden Sie hier

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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