Auf das eigene Gefühl vertrauen – und nicht von Bedenken anderer beirren lassen!

greenist Online-Shop für deinen gesunden Lebensstil

Stellen Sie sich und das Startup greenist doch kurz unseren Lesern vor!
Ich heiße Thorsten Piontek, bin 39 Jahre alt und habe mit greenist.de den ersten Online-Shop für cleane, pflanzliche Produkte gegründet. Genauer gesagt: Unser Team achtet darauf, rein natürliche Lebensmittel auszuwählen und anzubieten, die frei von tierischen Fetten, Laktose, Industriezucker, Palmöl, Konservierungs- und Farbstoffen sind. Wir hinterfragen die einschlägigen Label und Zertifikate kritisch, denn auch Bio-Produkte enthalten oftmals Glukosesirup oder zugesetzte Aromen. Bisher steckte meine Leidenschaft allein in einem Webshop für Smartphones und Tablets, den ich vor gut 15 Jahren gegründet habe. Mit greenist.de folge ich einem Herzensthema.

Wie ist die Idee zu greenist entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee, einen Food-Versand zu gründen, stammt tatsächlich aus meiner Zeit als Jurastudent. Damals steckte das Onlineshopping allerdings in den Anfängen und Lebensmittel waren dabei noch kein großes Thema. Mittlerweile sieht das ja ganz anders aus. Nie war das Interesse an Ernährung so groß wie heute. Dazu kommt, dass die Qualität der Mehrheit der Lebensmittel, die wir zu uns nehmen echt erschreckend ist. Dabei wollen wir doch alle eigentlich nur, dass die Produkte, die wir essen nicht eklig sind, oder? Dass sich in Schokolade, Marmelade oder Apfelsaft aber Zutaten vom Schwein verstecken, ist aus meiner Sicht aber total unappetitlich und unnötig.

Da habe ich für mich und meine Familie entschieden, so wollen wir nicht mehr essen – nicht mal im größten Stress. Meine Frau Uta ist seit jeher eine engagierte Food-Aktivistin und ein wichtiger Teil unseres Gründerteams. Als ausgebildete Heilpraktikerin und Sporttrainerin ist sie nebenbei bei Foodwatch aktiv, gehört dort zu den Mitgliedern die von Anfang an dabei waren und pflanzt daheim in unserem Garten auch selbst an, zuletzt zum Beispiel eine Gojibeeren-Pflanze. Zuhause haben wir schon immer großen Wert auf gesunde Ernährung gelegt. Wir sind Kräutern und Pflanzen aus aller Welt gegenüber sehr aufgeschlossen und haben schon wirklich vieles ausprobiert. Das macht einfach Spaß, denn da stecken so viele natürliche Kräfte drin – Antioxidantien, Vital- und Mineralstoffe – das alles brauchen wir vor allem wenn’s mal stressig zugeht. Mein Schwiegervater als promovierter Biochemiker und Ann-Christin, unsere Ökotrophologin bringen wertvolles Know-How aus ihren Fachbereichen mit und komplettieren so unser Gründerteam.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Finanziert haben wir das Projekt bisher aus eigenen Mitteln. Zudem haben Mitarbeiter von 7mobile.de aufgrund von eigenem Interesse und Liebe zu den gesunden, pflanzlichen und vor allem vitalisierenden Produkten in ihrer Freizeit an greenist gearbeitet. Besonders schwierig war es dennoch alles unter einen Hut zu bekommen und nichts zu vernachlässigen.

Wer ist die Zielgruppe von greenist?
Greenist ist für Menschen, die sich einfach rundum gesund und natürlich ernähren wollen. Wir wollen bei greenist.de keine Lebensweise propagieren und heben nicht den Zeigefinger. Es soll unseren Kunden einfach leicht fallen und Spaß machen, Food-Trends und Anglizismen wie „Clean Eating“, „Healthy Lifestyle“, und „Superfoods“ kennen zu lernen. Unsere Kunden sind also sowohl kenntnisreiche Foodies, die sich freuen, dass sie bei uns besondere Produkte bekommen, also auch Einsteiger.

Was ist das Besondere an den Snacks?
Das Besondere an unseren Snacks ist, dass wir uns ganz klar an unsere Kriterien halten und unsere Ökotrophologen die Produkte bis ins kleinste Detail analysieren. Gut 70% der Produkte fallen bei unseren Tests durch. Zwar sind etwa 90% der greenist-Produkte Bio, aber nur, wenn es wirklich Sinn macht. Außerdem achten wir neben Geschmack und Inhalt auch auf das Verpackungsdesign. Das Auge isst ja bekanntlich mit und es soll einfach Spaß machen, neue Produkte zu entdecken. Und wenn wir feststellen, dass der Markt bestimmte Produkte noch gar nicht in guter Qualität hergibt, entwickeln wir diese einfach selbst. Ab Juli gibt es unser erstes eigenes Produkt, das wir unter der Marke „vita7“ herausbringen werden: Ein Bio-Birkenwasser im trendigen, modernen Design und vor allem ohne zugesetzte Aromen, Süßungsmittel oder Zitronensäure.

Worauf achten Sie bei der Auswahl der Zutaten?
Wir bieten nur Produkte an, die ohne künstliche Zusätze, Aromen, Konservierungs- und Farbstoffe sowie raffinierten Zucker oder Magnesiumstearate auskommen, also reine Produkte mit den besten Zutaten aus der Natur. Auch tierische Fette, Laktose, Mineralöle und Mikroplastik haben bei greenist keinen Platz. Uns ist es wichtig, wertvolle Nährstoffe zu liefern und keine leeren Kalorien. Und unsere Kosmetik- und Haushaltsprodukte sind frei von Silikonen, Parabenen und natürlich Mikroplastik.

Wie ist das Feedback?
Das Feedback der Kunden ist überwältigend. Die Kunden sind begeistert von der modernen und frischen Produktauswahl und der Qualität der Produkte. Wir verdoppeln unseren Umsatz monatlich und haben jetzt schon mehrere 100 Bestellungen im Monat.

greenist, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ich möchte mit greenist nicht nur einen erfolgreichen Food-Versand aufbauen und etablieren. Langfristig wünsche ich mir ein Portal, das für nachhaltigen, verantwortungsbewussten und grünen Konsum steht. Das heißt neben Grundnahrungsmitteln, Snacks und Nahrungsergänzungsmitteln sollen auch Haushaltsprodukte und Hygieneartikel aufgenommen werden. Dafür müssen wir jetzt vor allem neue Hersteller und Manufakturen finden, damit wir das Sortiment erweitern können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Auf das eigene Gefühl vertrauen – und nicht von Bedenken anderer beirren lassen. Ich selbst habe schon 7mobile gegen den Widerstand von quasi allen Bekannten, Freunden und sogar der eigenen Familie aufgebaut. Niemand hatte geglaubt, dass man Handys online verkaufen kann – alle meinten 2001 schon, dass ja jeder schon ein Handy hätte, dabei wissen wir heute alle, wohin sich der Markt danach noch entwickelt hat. Außerdem sollte man unbedingt Rücklagen schaffen für Rückschläge und Steuern. Und auch in guten Phasen und im Überschwang des Erfolgs empfehle ich, sparsam zu bleiben. In diesen Momenten machen Gründer oft die meisten, größten und schwerwiegendsten Fehler.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Thorsten Piontek für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

X