Kommunikation sollte ganz weit vorne stehen

Green Calling Mobilfunk der Zukunft: grün, ökologisch, datensparsam, sympathisch und fair

Stellen Sie sich und das Startup Green Calling doch kurz unseren Lesern vor!
Hi, wir sind green calling, ein junges Startup aus Freiburg. Wir sind vier Freunden und alte Arbeitskollegen und gemeinsam wollen wir den Mobilfunkmarkt aufmischen. Konkret wollen wir einen Mobilfunktarif anbieten, der anders als alle anderen Tarife nicht nur gutes Telefonieren und Surfen zu angemessenen Preisen anbietet, sondern auch noch grün, ökologisch, datensparsam, sympathisch und fair ist – Eben einfach nachhaltig!

Wie ist die Idee zu Green Calling entstanden?
Das war ganz einfach. Wir haben für uns selbst nach einem echt fairen und nachhaltigen Mobilfunkanbieter gesucht und den gab es nicht. Da wir ohnehin gerade in einer Phase waren, in der wir großes Gründungsinteresse hatten, haben wir uns entschieden das nun selbst zu machen.

Welche Vision steckt hinter Green Calling?
Wir wollen die Welt und die Gesellschaft in Ihrem Wandel unterstützen.
Wir sind davon überzeugt, dass es möglich ist wirtschaftlich zu handeln und ökonomisch erfolgreich zu sein und dabei der Umwelt und der Gesellschaft nicht zu schaden, sondern sogar etwas Gutes zu tun und etwas zurück zu geben. In vielen anderen Branchen gibt es bereits gute Beispiele wie so etwas erfolgreich funktionieren kann. So gibt e z.B. gemeinwohlorientierte Banken, Öko-Stromanbieter, klimaneutrales Webhosting, und und und. Der Telekommunikationsbereich war bisher noch unbesetzt. Das wollen wir ändern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Ja genau, die Finanzierung. Das ist wohl unsere größte Herausforderung. Wir sind noch nicht am Markt und haben bis dato auch noch keine Finanzierung aufgebaut. Wir planen unseren Markteintritt zum Jahreswechsel 18/19. Das heißt aber auch, dass wir erst dann Einnahmen generieren können und bis dahin ist noch viel Arbeit zu leisten. Das heißt es muss dringend eine Finanzierung her.

Ein Teilansatz um unsere Finanzierung aufzubauen, wird eine Crowd-Funding Kampagne sein, die im September dieses Jahr starten soll. Dabei wollen wir viele Unterstützer und Sympathisanten ansprechen, die genau wie wir Interesse haben, dass es bald fairen und nachhaltigen Mobilfunk gibt. Hier brauchen wir jede Hilfe die wir kriegen können. Wir hoffen also auch, dass viele der Leser dann dort vorbei gucken werden. Wer sich informieren will kann gerne auf green-calling vorbei schauen.

Wer ist die Zielgruppe von Green Calling?
Zunächst einmal alle Menschen die mobil telefonieren. Ganz besonders aber alle die Menschen, denen Ökologie, Nachhaltigkeit und ein ressourcenschonendes Miteinander wichtig ist.

Wir gehen davon aus, dass wir vor allem Menschen aus den sogenannten LOHA Milieus in einem Alter zwischen 25 und 60 erreichen werden. Also Menschen, denen ein gewisser Lebensstil wichtig ist und die auf Gesundheit und Nachhaltigkeit Wert legen. Natürlich bieten wir aber auch für alle Menschen darüber hinaus ein super gutes Produkt und einen super guten Service.

Wie funktioniert  Green Calling?
Wir sind ein klassischer Service Provider. Das bedeutet, dass wir Netznutzungskontingente bei einem der großen drei Netzbetreiber einkaufen. Momentan sieht übrigens alles danach aus, dass es das Telefonica Netz werden wird. Die ganze Abwicklung der Telefondienstleistung machen wir dann selbst, bzw. kooperieren mit Partnerunternehmen, die uns dabei unterstützen. Das ist z.B. das Management der SIM Karten, die Abwicklung und Erfassung der Gespräche und Datentransfers, das Stellen von Rechnungen, der Kundenservice und vieles mehr. Das schöne ist, dass wir uns diese Partnerunternehmen danach aussuchen wie sehr diese unsere Werte teilen. Also wie sehr diese bereit sind ebenfalls im Sinne von Ökologie und Nachhaltigkeit zu wirtschaften.

Welche Vorteile bietet Green Calling? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Wie ganz am Anfang bereits geschrieben, wollen wir einige Dinge konsequent anders machen als unsere Wettbewerber. Wir werden unsere Dienstleistung grün, ökologisch, datensparsam, sympathisch und fair gestalten – Eben einfach nachhaltig!

Wir achten also zum Beispiel konsequent auf die Ökologie unserer Dienstleistung. Das bedeutet natürlich, dass wir überall dort, wo wir es beeinflussen können Grünstrom nutzen, Emissionen vermeiden, auf eine ökologische Geschäftsstelle, ökologische Verbrauchsmaterialien und ökologisches Reisen achten werden. Für einige große Dienstleistungspakete, wie zum Beispiel die Nutzung des Mobilfunknetzes, haben wir keinen Einfluss. Dort werden wir gemeinsam mit unserem Partner den Elektrizitätswerken Schönau den in Anspruch genommenen Graustrom durch neuen Grünstrom im deutschen Strommix verdrängen. Auf diese Weise wird die Ökobilanz von Green-Calling positiv und der Fußabdruck den Ihr durch eure Telefonie in der Welt hinterlasst verschwindet.

Wir achten konsequent darauf eure Daten, die Daten unserer Nutzer zu schützen. Das heißt, dass wir alles an personalisierten Daten umgehend löschen oder anonymisieren, sobald es der Gesetzgeber erlaubt. Anders als die meisten Unternehmen in dieser Branche werden wir deine Daten nur und ausschließlich dafür verwenden, wofür wir sie von dir bekommen haben.

Wir treten unseren Kunden gegenüber respektvoll und sympathisch auf und orientieren uns an den Leitsätzen der Gemeinwohlökonomie. Das heißt, dass wir durchaus rentabel wirtschaften wollen, aber nicht um jeden Preis. Kundennähe, ein respektvoller Umgang miteinander und eine nachhaltige Nutzung unserer Ressourcen spielen dabei die zentrale Rolle.

Green Calling, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren wollen wir eine etablierte Marke im Mobilfunksektor sein und ein weiteres gutes Beispiel für nachhaltiges und faires aber vor allem erfolgreiches Wirtschaften darstellen. Wir erwarten in 5 Jahren ca. 100.000 Kunden erreicht zu haben. Das wäre super gut. Denn je größer unser Kundengewicht, umso größer ist auch unser Einfluss auf die Branche allgemein. Wir sehen jetzt schon, dass wir durch unseren Geschäftsplan einige Partnerunternehmen dazu bewegen können auf Ökologie umzustellen. Je mehr Kunden wir haben umso stärker werden unsere Argumente.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Gründen braucht Zeit. Vor allem viel Zeit und Arbeit bevor das erste Geld fließt. Das wussten wir zwar und haben auch damit gerechnet. Dass es allerdings so intensiv wird hätten wir nicht gedacht.

Das Team ist alles. Wenn man sich mit seinen Kollegen und Mitgründern gut versteht und gut zusammenarbeiten kann, dann hat man gute Chancen durch die Gründungsphase durchzukommen. Das ist aber nichts statisches und auch gute Verhältnisse müssen gerade in dieser Phase gepflegt werden. Kommunikation sollte hier ganz weit vorne stehen. Nichts ist anstrengender als ein Streit mit deinen Gründungskollegen. Der kommt nämlich immer dann, wenn man es überhaupt nicht brauchen kann.

Gründen ist der Hit, macht wahnsinnig Spaß und bringt einen wirklich weiter. Wenn man also irgendwie mit dem Gedanken spielt es zu tun oder nicht, gibt es von uns eine klare Empfehlung sich zu trauen. Es gibt unendlich viel zu entdecken da draußen. Und mit ein bisschen Glück wird es genau aus diesem Grund auch bald möglich sein nachhaltig und fair zu Telfonieren.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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