Sechs europäische Startsups für den Green Alley Award nominiert

Sechs europäische Starts-ups für den Green Alley Award am 27. Oktober 2016 in Berlin nominiert

Lebende Wände für saubere Luft in Städten / Restaurant-App für Speisereste / Beleuchtung durch Bio-Organismen/ Haltbarkeits-Sticker für Lebensmittel / Nachhaltiges Take-Away / Digitaler Marktplatz für Rest-Baustoffe

Die Finalisten des dritten Green Alley Awards, Europas erstem Gründerpreis für Start-ups der Circular Economy, stehen fest. Aus knapp 200 Bewerbungen wurden sechs Geschäftsideen ausgewählt, die am 27. Oktober 2016 in Berlin um den Green Alley Award pitchen werden. Unter den Nominierten sind Start-ups aus Großbritannien, Frankreich, Finnland und Deutschland. Jeweils fünf Minuten haben die Gründer Zeit, ihre Ideen vor einer sechs-köpfigen Jury zu präsentieren. Das überzeugendste Start-up wird schließlich zum Gewinner des Green Alley Awards 2016 gekürt.
„Wir haben Bewerbungen aus 52 Ländern erhalten. Diese Zahl beweist, dass Gründer aus Europa und sogar noch weit darüber hinaus sich für die Circular Economy begeistern und mit ihren Geschäftsmodellen zu mehr Ressourcenschonung beitragen wollen. Die Gründer gehen Probleme aus dem Alltag an und entwickeln daraus nachhaltige und wirtschaftliche Konzepte. Es ist spannend zu sehen, wie viel in diesem Bereich passiert und Herausforderungen erkannt und vollkommen anders als bisher angegangen werden“, so Jan Patrick Schulz, Geschäftsführer der Green Alley Investment GmbH.
Seit 2014 zeichnet Green Alley als Tochterunternehmen der Landbell AG jährlich Ideen rund um das Thema Abfall und Ressourcenmanagement mit dem Green Alley Award aus. Partner des Awards sind die Crowdfunding-Plattform Seedmatch, das Londoner Accelerator-Programm Bethnal Green Ventures und die European Recycling Platform (ERP) Finnland.

Auf der Bühne vor einem internationalen Publikum aus Circular Economy Experten und Start-ups werden im Oktober die folgenden Finalisten pitchen:

Green City Solutions (http://greencitysolutions.de/)
CO2 Verschmutzung, Feinstaub, Stickoxide – auch in Deutschland laufen Städte regelmäßig Gefahr, die vorgeschriebenen Grenzwerte für Luftschadstoffe zu überschreiten. Das deutsche Start-up Green City Solutions hat hierfür eine smarte und noch dazu werbetragende Lösung: ihren „City Tree“, eine Installation aus Moos, die durch Photovoltaik, Regenwasser und einer IoT Technologie für ihren selbstversorgenden Betrieb sorgt. Wofür sonst 275 Bäume nötig wären, leistet ein einziger City Tree: er absorbiert 100 kg CO2 pro Jahr und sorgt damit für saubere Luft und ein angenehmes Stadtklima.

ResQ Club (https://resq-club.com/)
Restaurants, die eine große Vielfalt von Speisen anbieten, müssen damit rechnen, dass am Ende des Tages Speisereste übrig bleiben. Der Weg zur Lebensmittelverschwendung ist von dort aus nicht mehr weit und führt schließlich zu den 222 Millionen Tonnen Lebensmitteln, die jährlich in den Industriestaaten weggeworfen werden. Wie man Resten eine zweite Chance gibt und gleichzeitig Restaurants einen neuen Weg aufzeigt, aus vermeintlichem „Abfall“ eine neue Einnahmequelle zu schaffen, zeigt das finnische Team von ResQ Club. Über eine App können Kunden übrig gebliebene Speisen aus ihrer direkten Umgebung zu einem günstigeren Preis erwerben.

Glowee (http://www.glowee.eu/)
Nachts sind Gebäude und Schilder einer Stadt in blaues Licht getaucht – illuminiert von leuchtenden Bio-Organismen. Das ist die Vision des französischen Start-ups Glowee. Dafür wollen sie biolumineszente Bakterien nutzen – Bakterien also, die selbst oder in Symbiose Licht erzeugen können. Angesichts eines stetig wachsenden Energiebedarfs bei gleichzeitig ansteigenden Emissionen wächst die Nachfrage nach alternativen Elektrizitätsmodellen. 19 Prozent des weltweiten Strombedarfs werden zur Versorgung von Straßenbeleuchtung und anderen Lichtquellen genutzt. Basierend auf dem Konzept der Natur, präsentiert Glowee dem Markt eine Technologie, die diesen Anteil deutlich reduzieren kann.

Design by Sol (http://www.designbysol.co.uk/)
Sind Lebensmittel wie Fisch und Fleisch trotz Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar oder bereits verdorben? Dank des UK Start-ups Design by Sol und seinem „Bump Mark“, einem mit Gelatine versehenen Sticker auf der Verpackung, muss man sich das in Zukunft nicht mehr fragen. Mit Hilfe des Stickers kann der Verbraucher durch Abtasten den Frischestatus seines Produkts ermitteln. Quillt der Sticker auf, sollte der Verbraucher eher Abstand vom Verzehr nehmen. Ziel von Design by Sol ist es, die Lebensmittelverschwendung zukünftig zu vermindern und dazu beizutragen, dass Genießbares auch noch genossen wird und nicht bei den 123 Kilogramm Lebensmitteln landet, die jeder EU Bewohner im Jahr in den Müll wirft.

Das Tiffin Projekt (http://dastiffinprojekt.org/)
Holt man sein bestelltes Essen in Restaurants ab, so erhält man sein Gericht meist inklusive Plastik, Styropor, Pappkarton oder Alufolie – meist sogar in einer Kombination aus diesen Materialien. Jährlich knapp 160 Kilogramm Verpackungsmüll produziert der EU Bürger im Durchschnitt. Diesen Abfall deutlich zu reduzieren, ist das Ziel des Berliner Start-ups Das Tiffin Projekt. Über ein Mehrweg-Leihsystem bieten registrierte Restaurants ihren Kunden die Möglichkeit, ihr Essen verpackungsfrei abzuholen und dieses in einer wiederverwendbaren Edelstahlbox nach Hause zu transportieren.

Restado (https://restado.de/)
Laut einer aktuellen Studie von Roland Berger zur Digitalisierung der Baubranche setzen Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel, wenn sie nicht bald auf neue digitale Geschäftsmodelle setzen. Dabei braucht die Branche dringend Innovationen, denn ihre Produktivität steigerte sich in den letzten 10 Jahren um nur 4 Prozent. Restado hat die Notwendigkeit von digitalen Lösungen rund um das Thema Hausbau erkannt und umgesetzt. Verbraucher stehen oft vor der Frage, was sie mit den verbleibenden Baustoffen anfangen sollen. Gleiches gilt für Fehlbestellungen von Baustoffen in der Industrie. Die Verkaufsplattform Restado unterstützt den DIY-Trend, indem auch kleine Mengen ihren Abnehmer finden.

Quelle DWR eco GmbH

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