Don`t panic, wenn der Zeitplan im Businessplan nicht eingehalten wird- das ist normal!

Treffen Sie GR-EIGHT auf der Langen Nacht der Startups in Berlin

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen GR-EIGHT doch kurz unseren Lesern vor.
Wir, von GR-EIGHT machen BIG CUP FASHION. Was das bedeutet? Wir kreieren elegante Mode für schlanke Frauen mit großem Busen! Mode für einen Nischenmarkt- und zugleich einen enormen Wachstumsmarkt mit noch nicht gedeckter Nachfrage. Und die Nachfrage bei unserer Zielgruppe ist groß und heiß ersehnt!
Bereits über 30% der deutschen Frauen tragen Körbchengröße D und größer – und dies bei normalen Konfektionsgrößen von 36-44. Diese Frauen finden keine Blusen, Kleider und Blazer, die ihnen passen und die perfekt sitzen.Sie haben die Wahl zwischen Blusen, die ab dem Brustpunkt nicht zuknöpfbar sind oder einer Bluse, die eine bis zwei Konfektionsgrößen größer ist. Dann sitzt zwar der Busen perfekt, doch an Schultern, Taille und Hüfte sieht es aus, als würden sie einen Sack tragen. Die Unterwäscheindustrie hat mittlerweile auf den Trend reagiert und generiert bereits über ein Drittel ihres Umsatzes aus dem Big Cup Business (großer Cup bei kleinen Unterbrustweiten). Gefragteste Größen sind hier 65-75 E-G!
Die Modeindustrie hinkt leider deutlich hinterher und ignoriert diese Zielgruppe konsequent! Und dies, obwohl bekannt ist, dass in normale Konfektionsgrößen max. ein C-Körbchen hinein passt! Deswegen haben wir GR-EIGHT gegründet. Wir lösen das gravierendste Problem unserer Zielgruppe und bieten unserer Zielgruppe betont- weibliche und stilsichere Mode. GR-EIGHT möchte für dieses wichtige aktuelle Thema ganz bewusst ein klares Statement !

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Meine Motivation zur Selbstständigkeit liegt in starkem Maße darin begründet, dass ich mich als Angestellte in der Modeindustrie zu Tode gelangweilt habe. Ich habe Modedesign studiert, bin Schneidermeisterin, Schnittmacherin und habe einen MBA in Fashion Business: Als Angestellte ist man leider oft nur für einen kleinen Fachbereich zuständig. Dieses eingeschränkte Tätigkeitsfeld wiederholt sich dann zwei bis zwölfmal pro Jahr, je nachdem wie viele Kollektionen das Unternehmen, für das man arbeitet, herausbringt. Schnell kam der Punkt, an dem ich erkannt habe, dass ich mein Wissen und meine viel umfangreicher und stärker zum Nutzen der Kundinnen einsetzen möchte. Zusammengefasst kann man sagen, ich habe GReight aus folgenden Gründen gegründet: Um meinem eigenen Leidensdruck als gelangweilte Angestellte ein Ende zu setzen und eine wirklich erfüllende Perspektive zu leben.
a) Dem Leidensdruck meiner Artgenossinnen, die keine passende stilvolle Kleidung finden, eine vertrauenswürdige und langfristig umsetzbare Lösung zu offerieren.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie Ihr Startup finanziert?
Das Schwierigste war es, Hersteller zu finden, die Kleinstmengen produzieren. Deswegen sind wir zuerst nach Ungarn gegangen. Leider hat Ungarn jedoch keine eigenen Webereien, Färbereien und Druckereien- was bedeutete, dass wir die Stoffe teuer in Deutschland eingekauft haben und dann mit hohen Transportkosten nach Ungarn versandt haben. Was in Konsequenz leider den Preis für ein Kleidungsstück massiv nach oben treibt. Zusätzlich verlangen die Hersteller bei Kleinstmengen einen 50% Aufschlag auf den Herstellungspreis. Also ist es nun das Ziel, rasch zu wachsen, um diese
Aufschläge abschütteln zu können und dadurch im nächsten Schritt unseren Verkaufspreis minimieren zu können. Ein weiteres Problem in der Mode ist immer der Markteintritt. Über welche Vertriebskanäle vertreibe ich meine Mode? Bei Boutiquen ist es sehr schwer, seine Kollektion zu platzieren. Bei Warenhäusern noch viel mehr. Was bleibt, ist der Online Vertrieb – bis man sich eine Shop- in Shop Lösung leisten kann oder einen eigenen Retail-Store, der für unsere Zielgruppe extrem wichtig wäre, sie den Glauben an die Passform verloren hat und die Kleidungsstücke vor Ort haptisch fühlen und anprobieren muss!

Wer ist Ihre Zielgruppe GR-EIGHT?
GR-EIGHT ist konzipiert für die anspruchsvolle, imagebewusste, schlanke Frau mit großem Busen, die adäquat gekleidet sein möchte, egal ob sie champagnerschlürfend auf einer Roof-Top -Party chillt oder auf einem Business-Event netzwerkt.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich bei der langen Nacht der Startups zu bewerben?
Die lange Nacht der Startups ist eine großartige Plattform, um sein Startup der Öffentlichkeit zu präsentieren. Es ist fantastisch, dass Jungunternehmern diese Chance gegeben wird!
Eine befreundete Fotografin, die oft auf Business-Events fotografiert, hat uns darauf aufmerksam gemacht und uns den Link geschickt- das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und haben uns gleich noch am selben Abend beworben.

Sie sind eines der wenigen Startups die es auf die lange Nacht der Startups geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich davon?
Extrem motivierend ist es, hierfür ausgewählt worden zu sein. Es bestärkt uns in unserer Philosophie und unserem Projekt, dass das Konzept Interessenten findet. Ein Projekt, das viel Geld, Nerven und Zeit in Anspruch genommen hat, ist natürlich das eigene „BABY“ und es tut einfach rundum gut, wenn man merkt, man ist auf dem richtigen Weg und die Arbeit trägt erste Früchte. Was wir uns von dem Event erwarten? Mhhh- mit einem Investor nach Hause zu gehen, wäre natürlich ein Traum. Uns freut es auf jeden Fall, unser Konzept vorstellen zu dürfen und sich mit anderen Gründern austauschen zu können und sich inspirieren zu lassen.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt dass durch das Event viele Interessenten und auch Medien auf sie aufmerksam werden?
Dieser Schritt ist für unser noch junges Unternehmen sehr wichtig. Heutzutage ist es einfach von großer Bedeutung, öffentlich wahrgenommen zu werden. Dieses Event ist eine erstzunehmende Business-Veranstaltung mit sehr gutem Ruf, das in Konsequenz auch die relevanten Medien und Interessenten anzieht, um in der Öffentlichkeit als seriöser Business-Partner ernst genommen zu werden.

Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
Hahaha- als „Hofschneiderin“ von Barbara Schöneberger, die ja optimal unsere Zielgruppe repräsentiert. In fünf Jahren möchten wir unseren 7. Retailstore in Deutschland eröffnet haben – eigenem Atelier in München , in dem auch exklusive Maßanfertigung möglich ist.

Welche Tipps können Sie anderen Gründern mit auf den Weg geben?
Auf Existenzgründerveranstaltungen gehen, sich mit anderen Gründern austauschen. Die Angebote der IHK seriöse Förderangebote nutzen. Seine Schwächen kennen und diese zu kompensieren, indem man das Know-How von Experten hinzuzieht, wo es benötig wird. Und natürlich trotz neuer Stolpersteine nicht aufgeben, seinen Weg zum Ziel unbeirrt und beharrlich zu verfolgen.
Don`t panic, wenn der Zeitplan im Businessplan nicht eingehalten wird- das ist normal!
Einen Tag in der Woche nichts tun! Der Geist bracht Zeit um sich zu regenerieren

Wir bedanken uns bei Melanie Grosser für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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