Sprecht mit möglichst vielen Menschen über eure Gründungsidee

GOURMY die neue Lösung für die Mittagspause! Digitalisierung von Bestell- und Bezahlprozess

Stellen Sie sich und das Startup GOURMY doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Kevin Bolleßen. Ich bin Gründer und Geschäftsführer von GOURMY. Gemeinsam mit der Digitalagentur Next Levels und dem Spitzenkoch Wolfgang Eickes gründeten wir im April die GOURMY GmbH.
GOURMY ist die neue Lösung für die Mittagspause, durch die kleine und mittelständische Unternehmen ein naheliegendes Restaurant zur unternehmenseigenen Kantine umfunktionieren können.

Wie ist die Idee zu GOURMY entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee ist während meiner Zeit als Vertriebsleiter bei Next Levels entstanden. Wir haben nach einer günstigen, gesunden und zeitsparenden Möglichkeit des Mittagsessens gesucht.

Nach verschiedenen Versuchen in den Bereichen Lieferdienste, Restaurants und dem Besuch einer öffentlichen Kantine haben wir festgestellt, dass alle Optionen entweder zeitraubend oder ungesund sind. Lieferdienste boten eine große Auswahl an Speisen, jedoch oft im Bereich Fast Food und somit relativ ungesund. Restaurants hingegen boten ausgewogene Speisen, jedoch waren der Bestell- und Bezahlprozess mit deutlichen Wartezeiten verbunden. In der Kantine waren die Speisen eher mittelmäßig und Schlange stehen nahm ebenfalls wertvolle Pausenzeit in Anspruch.

Wir wollten eben genau für diese Probleme eine Lösung finden. Der erste Meilenstein auf dem Weg zur Lösung war die Ansprache des benachbarten Restaurants. Der Geschäftsführer Wolfgang Eickes war für Gespräche offen, da er besonders im Mittagsbereich noch über Kapazitäten verfügte. Wir verhandelten einen Sonderpreis und garantierten im Gegenzug eine Mindestabnahmemenge an Mittagessen pro Monat. Um die Inanspruchnahme der Mittagessen zu dokumentieren mussten wir uns vor dem Essen in eine Liste am Empfang eintragen. Wir hatten also GOURMY in der Offlinevariante.
Der nächste Schritt musste jedoch die Digitalisierung dieser Prozesse sein, um es auch anderen Gastronomen, Unternehmen und Mitarbeitern anbieten zu können. Also gründeten wir gemeinsam GOURMY.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war die Beschaffung von Kapital. Der Bankberater der ersten Bank war schnell überzeugt und hat das Gesuch nach einem Existenzgründerkredit befürwortet. Nach der internen Antragsprüfung ging jedoch eine Absage ein und wir entschieden uns eine weitere Bank anzufragen. Auch diesmal hatten wir wieder Befürworter für das Konzept, hier wurde der Antrag seitens der Bank befürwortet und sogar zur KfW weitergeleitet. Doch zu früh gefreut! Auch hier wurde der Existenzgründerkredit abgelehnt – diesmal durch die KfW. Nach kurzer Überlegung und voller Überzeugung an das Konzept dann die Entscheidung: GOURMY wird ein Bootstrap Start-Up!

Wer ist die Zielgruppe von GOURMY?
GOURMY ist eine B2B-Lösung und dient als Schnittstelle zwischen kleinen/mittelständischen Unternehmen, die über keine eigene Kantine verfügen, und Restaurants in derer näheren Umgebung. Letztendlich ist GOURMY aber auch eine im Alltag vom Angestellten genutzte App. Diese ist entsprechend auch für die Bedürfnisse von Angestellten entwickelt.

Welchen Service bieten Sie an?
Wir bieten mit GOURMY in erster Linie die Digitalisierung von Prozessen in der Gastronomie. Hier stehen besonders der Bestell- sowie der Bezahlprozess im Fokus. Durch GOURMY können Mitarbeiter der teilnehmenden Unternehmen ihre Mittagessen vorbestellen. Zusätzlich ist die Digitalisierung des guten alten Essenschecks integriert. Durch das Zusammenspiel dieser beiden Services sparen Arbeitnehmer Zeit und bares Geld. Gleichzeitig führt dies zu einer Steigerung der Wertschätzung sowie Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmerschaft.

Wie funktioniert das?
GOURMY funktioniert recht simpel. Ein Unternehmen entscheidet sich für die Teilnahme bei GOURMY – bucht dann einen Account pro teilnehmenden Mitarbeiter – der Mitarbeiter lädt die GOURMY-App auf sein Smartphone – bestellt sein Mittagsgericht vor – das Restaurant scannt den QR-Code, der bei der Bestellung in der App generiert wird – das Unternehmen bezahlt am Monatsende gesammelt.

Welche Vorteile bietet GOURMY?
Die wesentlichen Vorteile, die die Nutzung von GOURMY bietet, sind die Zeitersparnis durch den digitalisierten Bestellprozess im Voraus, sowie die Kostenersparnis durch die mögliche Subventionierung seitens des Arbeitgebers. Zusätzlich ist das Personal leistungsfähiger nach einem ordentlichen Mittagessen im Vergleich zum oft genutzten Fast Food. Die gemeinsame Pause kann außerdem genutzt werden, um bessere Verknüpfungen zwischen den Angestellten auf privater aber auch beruflicher Basis zu schaffen.

Besonders zu erwähnen ist, dass der Staat die Subventionierung der Mittagsverpflegung durch den Arbeitgeber mit Steuervorteilen honoriert. Hierdurch können ähnliche Effekte erzielt werden wie u. a. bei der betrieblichen Altersvorsorge. Bis zu 6,27 Euro können so aktuell bezuschusst werden – pro Arbeitstag.

Wie ist das Feedback?
Das Feedback war von Beginn an sehr positiv. Die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach hatte sofort ihre Unterstützung zugesagt. Außerdem wurde seitens des DeHoGa Nordrheins eine Unterstützung in Form einer offiziellen Partnerschaft besprochen. Unternehmer aus unserem Netzwerk, sowie Freunde und Bekannte sprachen auch durchweg positives Feedback aus.
Wir wurden mit GOURMY ebenso bereits neben dem Best-of Innovationspreis der Initiative Mittelstand auch mit dem Industriepreis ausgezeichnet.
Es bleibt trotz allem abzuwarten, wie GOURMY auf dem Markt angenommen wird. Aktuell befinden wir uns im Endspurt der App-Entwicklung. Der offizielle App-Launch ist der 01. September.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Zunächst einmal wollen wir erfolgreich in den Markt eintreten. Im nächsten Schritt wird die größte Herausforderung sein, eine funktionierende bundesweite Vertriebsstruktur zu entwickeln.
In fünf Jahren soll GOURMY bundesweit als DIE Mittagspausenlösung für kleine und mitteständische Unternehmen wahrgenommen werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
– Seid geduldig
– Gründet im Team
– Sprecht mit möglichst vielen Menschen über eure Gründungsidee

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Kevin Bolleßen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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