Don´t think too Big!

Der Gründer von goUrban war in der StartUp Show 2 Minuten 2 Millionen wie es nach der Show weiterging erzählt er im Interview

Wie ist die Idee zu goUrban entstanden?
Die Idee ist aus der Situation heraus entstanden. Wir waren alle schon in der Situation, dass wir zu spät zu einem Termin gekommen sind, weil wir im Stau gestanden sind, am Ziel keinen Parkplatz gefunden haben, oder ausgerechnet, wenn man im Stress ist, sich die Öffis verspäten.
Das passiert einem mit dem Moped nicht, es ist der schnellste und stressfreiste Weg durch die Stadt.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen?
Das Kapital zu beschaffen, um die Flotte auf die Straße zu bringen. Wie jedes Hardware Startup hatten wir anfangs das Problem, dass wir hohe Initialisierungskosten hatten, bevor wir beweisen konnten, dass das Model funktioniert.

Wer ist die Zielgruppe von goUrban?
An sich jeder der sich in Wien von A nach B bewegt. Die einzige Voraussetzung ist ein Auto-Führerschein und das vollendete 18. Lebensjahr. Ob man von Termin zu Termin fährt, oder sich am Abend verabredet, mit goUrban ist man schnell, günstig und umweltfreundlich an seinem Ziel.

Wie funktioniert das? Welche Vorteile bietet goUrban?
Ganz easy! Einfach die goUrban App aus dem AppStore, oder dem PlayStore aufs Smartphone laden, ein Selfie und ein Foto vom Führerschein machen und los geht’s! Auf der App sieht man den nähesten eScooter, den man für 15 min gratis reservieren kann! Wenn man am eScooter angekommen ist, einfach in der App aufsperren. Der Helmkoffer geht auf, man sucht sich einen der zwei Helme aus (die sind in M & XL an Board) und los geht’s! Das ganze System ist schlüssellos. Damit die Hygiene nicht zu kurz kommt, haben wir Einweghygienekappen im Helmkoffer. Wer will, kann auch jemanden mitnehmen, die ganze Flotte besteht aus Zweisitzern.

Mit goUrban gibt’s keinen Stau, oder Parkplatzsuche! An seinem Ziel findet man immer Platz für ein Moped. Und bis auf Halte- und Parkverbote kann man überall parken. Man ist schnell und günstig unterwegs und das nahezu emissionslos (≈2g CO2 auf 100km)

Wie ist das Feedback?
Das Feedback ist durchwegs gut! Wir sind ja erst Mitte September gestartet, und dafür ist die goUrban Familie schon groß geworden! Wir hatten über den Winter keinen Betrieb, aber jetzt wo die Tage länger und wärmer werden, merken wir einfach, dass die Wiener immer mehr zu Mopedfahrern werden. Und voll elektrisch macht´s dann nochmal mehr Spaß!

Sie waren mit goUrban in 2 Minuten 2 Millionen die Startup Show. Wie haben Sie sich auf die Show vorbereitet?
Ich glaub so wie jeder, der bei den 5 Herrschaffen vorstellig wird. Wir haben uns in unserem Umfeld umgehört und Leute befragt, die schon dort waren. Aber trotzdem ist´s dann noch mal was Anderes, wenn man von zig Kameras beobachtet wird und man weiß, dass das was man jetzt sagt, wirklich viele Leute sehen und hören.

Wie ist das Medien Echo nach der Show?
2Minuten2Milionen ist ein Format das in Österreich seines gleichen sucht! Man hat als junges Unternehmen die Möglichkeit eine sehr breite Masse an potentiellen Kunden zu treffen. Wenn man ein gutes Produkt hat, ist das Medienaufsehen unglaublich! Wir sind dankbar diese Chance bekommen zu haben.

Wie ist das Feedback der Kunden nach dem Auftritt in der Startup Sendung 2 Minuten 2 Millionen? Wie hat sich die Nachfrage entwickelt?
Dass Ausstrahlung und unser Relaunch zeitlich sehr eng beieinander waren hat uns natürlich geholfen den Staub der Winterpause abzusteifen! Nachdem der Februar ja doch sehr kalt war, hat die Show goUrban wieder in die Köpfe der Wiener gebracht.

Welchen Investor hatten Sie im Auge?
Wie man so schön sagt: Geld stinkt nicht, jedoch war für uns als Tech-Startup Herr Haselsteiner und Herr Altrichter am interessantesten.

Würden Sie anderen Startup Unternehmen die Teilnahme an der Sendung empfehlen?
Ja, auf jeden Fall! Allein um das ganze einmal mitzuerleben und an der Reichweite der Show teilzuhaben.

goUrban, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Das ist immer eine schwierige Frage! Uns als Startup zeichnet aus, dass wir auf Trends schnell reagieren können und keine fixierten Fünfjahrespläne haben. Jedoch sind mehr eScooter und die Weiterentwicklung der, komplett Inhouse entwickelten, Software auf der Raodmap.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Don´t think too Big! Den Fehler haben wir anfangs auch gemacht! Sich am Anfang auf sein Kernthema zu fokussieren und das gut zu machen, ist das wichtigste! Wer alles auf einmal machen will und dabei das 10. vor dem ersten Problem löst, ist schlicht und ergreifend nicht glaubwürdig!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Michael Lenz, Co-Founder und CMO von goUrban für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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