Google for Jobs startet in Deutschland – was Unternehmen nun beachten sollten

Google for Jobs befindet sich in Deutschland seit dem 15.03.19 in der Testphase, und der deutschlandweite Rollout steht kurz bevor.

Was das für Unternehmen bedeutet und wie das neue Feature die Online Jobsuche beeinflussen wird, erklärt Tristan Niewöhner, einer der führenden Experten für das Thema Suchmaschinenmarketing im Rahmen der Personalgewinnung.

Im Sommer 2017 startete Google seine eigene Jobbörse „Google for Jobs“ in den USA. Anfang 2018 folgte Lateinamerika mit Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien und Mexiko, dann Teile Afrikas, Indien und Kanada. Seit Mai 2018 können die Spanier die Google-eigene Jobsuche nutzen, und seit Juli auch die Briten. Umso gespannter wartete die gesamte deutsche HR-Branche darauf, dass das Feature auch hierzulande verfügbar ist.

Mit dem neuen Dienst will Google Stellensuchende und Unternehmen schneller zusammenbringen. Anstatt wie gewohnt auf verschiedenen Seiten von Unternehmen oder in Stellenbörsen nach passenden Stellenangebote zu suchen, reicht nun die Jobsuche über Google: Anhand der eingegebenen Stellenbezeichnung werden auf der Suchergebnisseite alle relevanten Jobangebote in einer blau hervorgehobenen Box übersichtlich dargestellt. Google nutzt dazu die Daten der Stellenausschreibungen, die bereits digital vorliegen, etwa auf Seiten von Internet-Jobbörsen oder auf unternehmenseigenen Karriereseiten.

Weitreichende Konsequenzen für Unternehmen

„Google for Jobs wird den Online-Stellenmarkt hierzulande noch einmal ordentlich aufmischen“, ist sich Startup-Gründer Tristan Niewöhner sicher. Mit seinem Unternehmen persomatch platziert er Stellenanzeigen von Unternehmen bei Google und hat sich lange auf den Start dieses neuen Features vorbereitet. Er vermutet, dass die Google-Nutzer die neue Jobsuche hierzulande gut annehmen werden: „Künftig wird sich die Online-Stellensuche immer mehr zu Google verlagern. Die Vergangenheit hat ja gezeigt, dass

sich die Nutzer schnell an die neue Darstellung von Suchergebnissen gewöhnen, wie man beispielsweise bei der Hotelsuche über Google sieht. Mit der Jobsuche wird es ähnlich sein: Den Umweg über mehrere Jobbörsen werden dann nur noch wenige gehen. Umso wichtiger wird es für Unternehmen, ihre Stellen bei Google sichtbar zu platzieren.“ Allerdings wird durch diese neue Box der Platz für organisch generierte Ergebnisse auf der ersten Google-Seite viel kleiner. Nach drei bis vier Anzeigen kommt die Box, und dann bleibt vielleicht noch Platz für ein bis zwei organisch erzeugte Ergebnisse. Es wird also wichtig, einen der Anzeigenplätze über der Box oder einen der Plätze in der Google for Jobs-Box zu bekommen.

Der Experte empfiehlt Unternehmen spätestens mit dem Start von Google for Jobs alle relevanten Kriterien zu erfüllen, um ihre Stellenanzeigen beim Suchmaschinengiganten zu positionieren. „Hier geht es um Basics wie die Optimierung der eigenen Seiten für die mobile Suche, dem Einsatz von strukturierten Daten, sprechenden URLs oder auch die Ladezeit, um nur einige Beispiele zu nennen“, so Niewöhner.

Ein wesentlich entscheidender Faktor ist darüber hinaus die Aufbereitung der Stellenausschreibungen anhand festgelegter Standards: „Hier kann ich nur dazu raten, sich einmal mit dem Thema „Strukturierte Daten“ auseinanderzusetzen. Google hat hier mit anderen Global Playern schon vor Jahren die Seite www.schema.org ins Leben gerufen, auf der dargestellt wird, wie Jobangebote für Suchmaschinen bestmöglich aufbereitet werden können. Wer also das ABC der Suchmaschinenoptimierung berücksichtigt und die Anforderungen von Google an die Darstellung von Jobangeboten berücksichtigt, hat gute Chancen, seine Stellen in der Google for Job-Box unterzubringen.“

Autor: Tristan Niewöhner

Quelle persomatch GmbH

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