Gewinnt gelegentlich mal Abstand zu dem was ihr tut.

Goodlance: Wir wollen Freelancer ihre tägliche Arbeit erleichtern

Stellen Sie sich und das Startup Goodlance doch kurz unseren Lesern vor!
Ich bin Yannick Krohn und habe Goodlance gemeinsam mit meinem Mitgründer Sebastian gegründet. Wir wollen Freelancern ihre tägliche Arbeit erleichtern und bieten mit Goodlance ein Tool an, das Projektmanagement, CRM und Buchhaltung vereint.

Wie ist die Idee zu Goodlance entstanden?
In den letzten Jahren haben wir eine Jobvermittlungs-Plattform für Freelancer betrieben. Die Software dahinter haben wir mit der Zeit immer weiter optimiert, um die Zusammenarbeit zwischen Freelancern und Kunden noch effizienter zu gestalten. In hunderten Aufträgen konnten wir so beobachten, wo sich Potenzial für Optimierungen bot und so entstand die Idee zu Goodlance. Wir wollten ein Tool entwickeln, dass Freelancer in den Punkten unterstützt, die nicht zu ihrer Kernkompetenz gehören. Im letzten Jahr habe ich dann auch eine Weile als Freelancer gearbeitet um mich zu 100% in unsere Zielgruppe hineinversetzen zu können. Aus dieser Zeit konnte ich einige wichtige Learnings mitnehmen, die dann später in Goodlance eingeflossen sind.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung ist für uns die Lokalisierung der Seite. Die Rechnungserstellung ist z.B. bisher nur für den deutschen Markt optimiert. Sebastian und ich sind Programmierer, sodass wir für die Entwicklung kein Geld aufbringen mussten. Bisher finanzieren wir Goodlance komplett aus eigener Tasche. Das ließ uns in vielen Bereichen kreativ werden. Unser Erklärvideo entstand beispielsweise in Apple Keynote.

Wer ist die Zielgruppe von Goodlance?
Jeder der als Freelancer arbeitet und in diesem Zuge regelmäßig Aufträge abwickelt. Am Markt gibt es inzwischen unzählige CRM-Systeme, Buchhaltungstools etc. Wir setzen den Fokus auf Freelancer und entwickeln Goodlance in dieser Hinsicht auch weiter. Außerdem haben wir alle Features von Beginn an auf Zusammenarbeit ausgelegt, sodass auch Freelancer-Gruppen gut bei uns aufgehoben sind.

Wie funktioniert Goodlance?
Aktuell ist Goodlance auf 4 Komponenten aufgebaut:
• Aufträge (Projektmanagement, Kundenkommunikation, Zeiterfassung etc.)
• Dokumente (Rechnungen, Angebote etc.)
• Akquise (Übersicht über potentielle Kunden)
• Kundenverwaltung
Die Komponenten sind untereinander verknüpft und decken so die verschiedenen Prozesse der Auftragsabwicklung ab. Aus der Ticketplanung in Aufträgen können beispielsweise direkt Angebote geschrieben werden, erfasste Zeiten landen auf Wunsch direkt auf Rechnungen und Kunden erfahren über den Fortschritt des Auftrags über eine Verknüpfung zwischen dem Kundenbereich und dem Ticketsystem – um ein paar Beispiele zu nennen.

Welche Vorteile bietet Goodlance?
Goodlance vereint Projektmanagement, CRM und Buchhaltung in einem Tool und ist dabei optimiert für die Bedürfnisse von Freelancern. Die Verknüpfung dieser Komponenten untereinander ermöglicht Dinge die nicht möglich wären, wenn jedes Tool für sich arbeiten würde. Weil Freelancer oft ortsunabhängig arbeiten und damit viel unterwegs sind, bieten wir zusätzlich eine mobile App an.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen zur Marke für Freelancer werden und in der weiteren Entwicklung auf die spezifischen Bedürfnisse der verschiedenen Branchen eingehen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Mischt euch, wann immer möglich, unter Leute die euer Produkt zukünftig kaufen sollen.
2. Gewinnt gelegentlich mal Abstand zu dem was ihr tut.
3. Habt Geduld.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Yannick Krohn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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