Freitag, Oktober 7, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

GoodBytz modulare und individuelle Roboterküchen für die Gastronomie

Stellen Sie sich und das Startup GoodBytz doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Kevin, einer der Gründer von GoodBytz. Ich bin leidenschaftlicher Technologe und Food-Liebhaber und darf als COO von GoodBytz tätig sein, als welcher ich immer wieder neue Themen anstoße und die Themen Gastronomie und UX-Design verantworte. 

GoodBytz entwickelt modulare Roboterküchen, welche je nach Kundenbedürfnis mit Kochmodalitäten, also Töpfen, Fritteusen o. Ä. ausgestattet und kinderleicht von den Betreibern mit neuen Rezepten angefüttert werden können. Hierdurch können sich die kreativen Geister der Kulinarik wieder vermehrt auf die Kreation neuer Rezepte sowie Konzepte und der Suche nach neuen nachhaltigeren Zutaten widmen. Weiterhin liefern die Roboterküchen wertvolle Daten sowie Data-Analysis Tools für die Betreiber, um die Wirtschaftlichkeit des Betriebs zu steigern.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich war früher beruflich immer viel auf Reisen und habe dabei gemerkt, dass es oft nur ungesundes und nicht so leckeres Essen gab. Irgendwann habe ich mich dann gefragt, woran das liegen könnte und bin auf den enormen Fachkräftemangel in der Gastronomie Branche aufmerksam geworden. Wir haben dann den Sachverhalt analysiert und erkannt, dass Robotik die perfekte Lösung für das Problem ist, da damit das notwendige Know-how leicht skaliert werden kann.

Welche Vision steckt hinter GoodBytz?

Wir wollen gesundes, leckeres und nachhaltiges Essen in der breite verfügbar machen, indem wir Gastronomen ein Werkzeug an die Hand geben, das sie leicht mit ihrer kulinarischen Vision anfüttern können und sich daraufhin vermehrt auf die Themen rund ums Gastgewerbe fokussieren können. 

Die Datenlage bietet hierbei riesiges Potenzial. Zum Beispiel wird das Upselling von regionalen und nachhaltigeren Optionen ermöglicht, das Gewerbe kann über Forecasting-Modelle und Empfehlungen für Menü-Optimierung profitabler gemacht werden und vieles mehr. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Begonnen haben wir mit Bootstrap und der Förderung der IFB Hamburg in Hamburg InnoFounder. Mit diesem Geld wurde unser erster Prototyp realisiert, von dem wir uns regelmäßig verpflegen konnten. Und nun haben wir natürlich das 2,5 Mio. Euro Investment von Oyster Bay Venture Capital erhalten, um unseren Roboter weiterzuentwickeln. 

Eine der größten Herausforderungen waren bis jetzt die initiale Investmentrunde als Hardware-Tech-Company und die neueste Investmentrunde mit Venture Capital. Außerdem war der ursprüngliche Deep Dive in die Industrie ohne vorherige Kontakte eine Challenge. Zum Glück sind wir allerdings relativ schnell auf viele Gastronomen gestoßen, die uns bis heute als Sparringpartner zur Seite stehen und unsere Vision teilen.

Wer ist die Zielgruppe von GoodBytz?

Unsere Zielgruppe sind systemische Gastronomen und Food Creator mit Fokus auf modernen und gesunden Food Konzepten. Wir bringen allerdings bald auch einige eigene Brands auf den Markt, um unser System zu testen und kontinuierlich zu verbessern. Dabei ist das Motto „plant-based, modern und gesund“. Diese Brands können auch von zukünftigen Kunden für die Erweiterung ihrer Konzepte ins Portfolio mitaufgenommen werden.

Wie funktioniert GoodBytz? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Robotersystem wird in einzelnen Modulbausteinen zum Kunden geliefert und dort ganz einfach aufgebaut und verbunden. Der Roboter scannt seine Umgebung und ist daraufhin in der Lage, mit den vorhandenen Komponenten zu interagieren. Nun trainiert ein Gastronom dem Roboter Rezepte über die integrierte und simple UI an. Daraufhin muss der Roboter nur noch mit den passenden Zutaten beladen werden. Danach kann das System per Knopfdruck für Bestellungen scharf geschaltet werden.

Uns unterscheidet von anderen Anbietern der B2B-Fokus. Unser System wird von Gastronomen mit ihren eigenen kulinarischen Konzepten bespielt. Weiterhin knüpfen wir uns an gängige Lösungen für die digitale Gastronomie von morgen an, um Kunden eine vorher nie da gewesene Datenlage zu bieten. 

GoodBytz, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, ein komplettes digitales Ökosystem der Gastronomie, also Warenwirtschaft, POS, Delivery Management und so weiter mit unserer Roboterküche zu verknüpfen. Hierdurch wird Food-Waste drastisch reduziert und durch Up-Selling Methoden werden wir einen signifikanten Beitrag zu einer nachhaltigeren Hospitality Industrie leisten.

Generell wird durch das Ökosystem rund um unsere Roboterküchen das Angebot für gesunde und leckere Gerichte in die Breite gezogen. Ich freue mich schon auf Geschäftsreisen, bei denen ich dann auf Verpflegung von unseren Systemen zurückgreifen kann 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nutzt eure Werte als Leitpfeiler, da es als Start-up oft schwer sein kann, eine gerade Linie zu fahren. 10 Leute haben 6 verschiedene Meinungen, was der beste Anwendungsfall eurer Technologie ist, aber nur ihr könnt dies wirklich beurteilen.

Sammelt außerdem akribisch Daten zu jedem Meeting (insbesondere Kundengespräch), das ihr führt, damit ihr faktenbasiert arbeiten könnt und euch nicht auf subjektive Wahrnehmungen verlassen müsst. Macht auch die Kommunikation mit anderen Stakeholdern einfacher!

Mein letzter Tipp ist: Macht eure User zu euren Freunden, da ihr kontinuierlich eure Ideen in Prototypen mit Usern validieren solltet, bevor ihr viele Ressourcen allokiert, um die Features ordentlich zu implementieren!

Wir bedanken uns bei Kevin Deutmarg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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