Glaubt daran, dass ihr besser seid als die Konkurrenz

GoContract Verträge in Sekunden aufsetzen, bearbeiten und unterschreiben

Stellen Sie sich und das Startup GoContract kurz unseren Lesern vor!

Mit GoContract können Verträge in Sekunden aufgesetzt, bearbeitet und unterschrieben werden. Alles auf einer zentralen Plattform. Als Browseranwendung – und als App.

Wir bieten unseren Kunden eine zentrale Plattform für Ihr Vertragsmanagement. Dabei lösen wir die Problematik, die unübersichtliche Word-Dokumente, verstreute Informationen und ewig lange E-Mail-Verläufe im Unternehmen mit sich bringen, indem unsere Plattform den gesamten Prozess von der Erstellung eines Vertrages bis zur Signatur vereint. Zusätzlich bieten wir weitere unterstützende Services rund um den Vertrag an. Dazu gehört unter anderem ein Versionenvergleich und die revisionssichere Nachvollziehbarkeit aller Änderungen und Aktionen im Vertrag.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Mein erstes „Unternehmen“ habe ich bereits mit 18 gegründet. Damals haben wir eine Kampagne in Münster aufgebaut und Kaffee verkauft.

Das war während meiner Abiturzeit und hat mich rückblickend darin bestätigt, dass Schule keine Umgebung ist, in der man lernt ein Unternehmer zu werden.

Im Laufe meines Studiums in Koblenz habe ich angefangen als Werkstudent in einer Digitalagentur tätig zu werden. Mein ehemaliger Chef hat mein Potenzial schnell erkannt und mir anderthalb Jahre lang Alles beigebracht, mich sozusagen ausgebildet. Im Arbeitsalltag der Agentur hatte ich immer wieder mit Verträgen und deren aufwendiger Bearbeitung zu kämpfen. Ich fragte mich, ob es eine Möglichkeit gäbe, die Bearbeitung zu vereinfachen und schließlich kam mir die Idee, diesen Prozess selber zu verbessern. Die Vision von GoContract war geboren.

Welche Vision steckt hinter GoContract?

Mit GoContract wollen wir die Art und Weise verändern, wie Menschen und Unternehmen miteinander Verträge schließen. Unser Ziel ist, dass Verträge nicht mehr mit Word und E-Mail bearbeitet und anschließend zur Unterschrift ausgedruckt werden, sondern dass der gesamte Prozess auf einer Plattform zentralisiert wird. Auf diese Weise beabsichtigen wir mit GoContract den neuen Standard für das Vertragsmanagement zu setzen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Idee für GoContract kam uns im September 2018. Damals wurde mein gegenwärtiger Co-Founder ebenfalls in der zuvor genannten Agentur angestellt und sein Anstellungsvertrag musste insgesamt vier Versionen durchlaufen. Aus diesem Grund suchten wir im Internet nach einem Tool, welches uns diesen Prozess abnimmt oder zumindest vereinfacht und wir wurden nicht fündig. In den darauffolgenden Monaten haben wir an der Idee gefeilt und uns ein Team zusammengesucht.

Die größten Herausforderungen waren definitiv die Monate zwischen dem Start der Programmierarbeiten und der ersten Finanzierungsrunde, da sich das gesamte Team nur nebenbei mit dem Startup beschäftigen konnte. Dadurch ist die Entwicklung des Unternehmens nur sehr mäßig vorangegangen. Erst im Laufe der ersten Investorengespräche im März musste das Team neben Beruf und Studium Vollzeit an GoContract arbeiten, um den Ansprüchen für die erste Investitionsrunde gerecht zu werden. Dabei die Nerven zu bewahren und die richtigen Entscheidungen zu treffen war unfassbar schwierig, denn 80 bis 90 Stunden pro Woche waren zu dieser Zeit zum Standard geworden.

Wer ist die Zielgruppe von GoContract?

Zwei Probleme lösen wir mit GoContract besonders gut. Zum einen, dass sehr individuelle Verträge ohne unzählige Mails revisionssicher ausgestaltet und zum anderen, dass viele standardisierte Verträge schnell mit dem Vertragspartner unterzeichnet werden können. Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, dass Verträge im Unternehmen aber erst ab einer gewissen Schwelle zu einem Pain-Point werden. Diese liegt bei ca. 25 Mitarbeitern.

Unsere Zielgruppen sind dementsprechend alle Unternehmen, denen wir mithilfe unserer Problemlösung einen Mehrwert bieten können. Das sind zurzeit insbesondere Bürovermietungen, Finanzinvestoren und Agenturen, also Unternehmen, bei denen Verträge das Tagesgeschäft darstellen. In Zukunft zielen wir auf weitere Branchen wie Kanzleien, Vermittlungen und die Gastronomie ab.

Wie funktioniert GoContract? Wo liegen die Vorteile?  Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

GoContract funktioniert als geräteübergreifende SaaS-Lösung. Sprich unsere Kunden zahlen monatlich oder jährlich und können die Plattform so voll nutzen. Da ein neues System im Vertragsmanagement oft nicht ohne neu durchdachte Prozesse funktioniert, bieten wir unseren Kunden ein Onboarding an, in welchem wir das System für sie aufsetzen, die Unternehmensstruktur anlegen, Unterschriften digitalisieren und die Mitarbeiter in einem Webinar schulen.

Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, kann der Kunde im System beginnen all seine Verträge über GoContract anzulegen. Im Normalfall erstellt der Kunde dazu einen neuen Vertrag aus einer Vorlage, lädt seine Vertragspartner ganz einfach mit einem Link ein und gestaltet dann den Vertrag kollaborativ bis zur Signatur. Während der Vertragsgestaltung unterstützen wir mit einem Versionenvergleich, einer Kommentarfunktion, Revisionssicherheit und einem Aktionsregister.

Dadurch kann der Kunde seine Verträge schneller und effizienter gestalten, was Zeit und Nerven spart.

Was uns von anderen unterscheidet, ist die Abbildung des gesamten Prozesses, den ein Vertrag im Unternehmen durchläuft. Während andere sich auf Teilbereiche, wie die Signatur konzentrieren, bieten wir ein Tool an, das ohne Systembruchstellen funktioniert. Das sichert unseren Kunden einen effizienteren Workflow zu und spart somit Kosten.

Wie ist das Feedback?

Insbesondere in der Immobilienbranche werden Verträge noch auf dem herkömmlichen Weg in Papierform abgeschlossen. Unsere Kunden hatten vor der Einbindung von GoContract 40-seitige Verträge pro Mieter ausgedruckt im Aktenschrank liegen. Das ist nun Vergangenheit. Mit GoContract können wir den Prozess bis zur Unterschrift teilweise um 70% verkürzen. Das macht natürlich auch die Kunden unserer Kunden glücklich.

GoContract, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In den nächsten fünf Jahren wollen wir unser Produkt perfektionieren und zum Standard für das Vertragsmanagment werden lassen. Überall wo heute noch Verträge mit Word und E-Mail erstellt werden, soll in Zukunft stattdessen GoContract an erster Stelle stehen.

Das können wir erreichen, indem wir den gesamten Vertragsprozess, Branche für Branche auf GoContract abbilden und optimieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich denke vor Allem für die Anfangszeit sind folgende Tipps sehr hilfreich:

Ein kompetentes und vor allem motiviertes Team, das mindestens die Bereiche Sales, Entwicklung und Design/Marketing abdeckt.

Ab einem gewissen Punkt müssen alle Gründer Vollzeit an der Idee arbeiten und auch ohne Investoren den Sprung wagen. Auch wenn das bedeutet drei Monate kein Gehalt zu bekommen.

Glaubt daran, dass ihr besser seid als die Konkurrenz. Viele Gründer glauben nicht an sich selbst und an ihr eigenes Produkt, weil sie täglich nur die kleinen Probleme sehen, nicht aber den enormen Fortschritt. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

X
X