Goalify: Gewohnheiten ändern und Ziele erreichen

Goalify: Verwaltung von individuellen, quantifizierbaren Zielen und Vorhaben

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz vor!
Die onebytezero GmbH wurde von Michael Winterheller 2013 gegründet. Nach seinem BWL Studium in Österreich und Schweden, war er viele Jahre in einem internationalen Unternehmen für ERP Software im Bereich betriebswirtschaftliche Entwicklung und später als Director Support & Mitglied im Extended Executive Board tätig. In dieser Zeit war er auch maßgeblich an der Entwicklung und Vermarktung einer Treasury-Lösungen beteiligt. Die onebytezero GmbH beschäftigt zur Zeit 4 Mitarbeiter: Neben dem Gründer Michael Winterheller arbeiten zwei Informatiker an der Front und Back-End Entwicklung. Das Team wird von einer Marketing & PR Koordinatorin ergänzt.

Wie ist die Idee zur Goalify App entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee entstand aus einer Summe von Beobachtungen und persönlichen Erfahrungen. Immer wieder erlebt man selbst wie eine tolle Idee an der anschließenden konsequenten Umsetzung scheitert. Nach einem anfänglichen Hype folgt der normale Alltag und oft bleibt eine gar nicht so leichte Arbeit am Ziel über. Auch wenn die Motivation hoch ist, ist es dann meist gar nicht so einfach den Überblick über seine Aktivitäten zu behalten.
Bei einem Besuch auf der IMD Business School war ein wesentlicher Diskussionspunkt die Umsetzungsquote nach einem erfolgreichen Kursabschluss. Wesentliches Learning war damals, dass die Umsetzungsquote höher wäre, wenn man seinen Fortschritt festhält und aktiv an jemanden berichtet.
Damals sah Michael die Möglichkeit ein App zu entwickeln, die für den persönlichen Erfolg, einen wesentlichen Unterschied machen konnte. Die Idee zu Goalify war geboren.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Tatsächlich stößt man bei der Umsetzung einer Idee auf eine Vielzahl von Herausforderungen. Wesentlich für eine Unternehmung sind die Menschen die dahinter stehen. Wer passt ins Team, wie kann man die notwendigen Kompetenzen aufteilen, welche Aufgaben werden wann in Angriff genommen. Neben der Finanzierung war dies jedenfalls die größte Herausforderung. Gerade als kleines Start-Up, ohne Produkt am Markt ist es gar nicht einfach Talent anzuziehen. Auf der anderen Seite hat man dadurch auch großen Spielraum bei der Vergabe von Aufgaben und den Entwicklungsräumen die sich jedem Teammitglied bieten.
Neben dem wesentlichen Einfluss an privaten Mitteln, konnten auch Teile der Entwicklungskosten über Förderungen gedeckt werden. Hier empfiehlt es sich jedenfalls mit einem Profi zu arbeiten.

Wer ist die Zielgruppe von Goalify?
Die App ist unabhängig von einer Berufs-, Ausbildungs- oder Interessensparte nutzbar. Goalify erlaubt die Verwaltung von individuellen, quantifizierbaren Zielen und Vorhaben. Dabei wird Goalify insbesondere auch zur Veränderung von Verhaltensgewohnheiten eingesetzt (Raucherentwöhnung, Gewichtsreduktion, etc.).
Die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten spiegeln sich in den unterschiedlichen Anwendergruppen wider: Von SteuerberaterInnen, die Goalify zur Steigerung der Verrechnungsquote und damit zur Minimierung von Außenständen verwenden über TriathletInnen die neben diverser Tracking-Apps Goalify als Erinnerung und Motivationstool verwenden,bis hinzu Studierenden, die ihre Diplomarbeiten ‚goalified’ haben und sich eine bestimmte Seitenanzahl pro Woche vorgenommen haben. Somit eignet sich Goalify für all jene, die konsequent an mehreren Zielen arbeiten, Ideen zur Umsetzung bringen wollen und dabei stets über ihren Fortschritt informiert bleiben möchten.

Wie funktioniert Goalify? Wie werden die Ziele erreicht?
Die Grundideologie von Goalify ist, dass man ein Ziel in einfache, möglichst kleine und wiederholbare Schritte herunterbricht und diese konsequent verfolgt. Die Summe dieser Schritte führt zur Erreichung des dahinterliegenden Ziels. Vorrausetzung für die Erreichung eines Ziels durch Goalify ist daher stets eine quantifizierbare Aktivität. Das kann ein einfaches, tägliches To-do sein bis hin zu vollausgestalteten Trainingsplänen. Auch hier unterscheidet sich Goalify von der Konkurrenz, da auch Zwischenschritte aufgezeichnet werden können. Dabei motivieren und unterstützen automatisierte Goalify Coache mit dynamischen Erinnerungen, hilfreichen Tipps und individuellen Push Nachrichten an den Zielen dranzubleiben.

Wie ist das bisherige Kundenfeedback?
Viele User sind froh eine Universal-App gefunden zu haben, mit der sie unterschiedlichen Ziele & Vorhaben verfolgen und aufzeichnen können. Wir haben tolles Feedback aus unterschiedlichsten Anwendergruppen bekommen. Sogar zur Entwöhnung von Haare raufen und Fingernägel beißen soll Goalify in Verwendung sein. Benutzer greifen auch auf die Möglichkeit Gruppen zu bilden und damit gemeinsam an Zielen zu arbeiten sehr gerne zurück. Damit entsteht neben einer positiven Gruppendynamik auch ein zusätzlicher Druck an seinen Vorhaben dran zu bleiben.Eine Nutzerin von Goalify schrieb uns z.B.: dass sie (aus Österreich) gemeinsam mit einer Freundin (aus Australien) an ihrem Abnehmprojekt arbeiten und endlich an ihrem gemeinsamen Ziel dran bleiben. Es ist also das Feedback, dass Goalify tatsächlich einen Unterschied macht, dass uns anspornt und motiviert. Zusätzlich erhalten wir auch tolles Feedback aus der bestehenden Nutzergemeinde wie wir uns verbessern können und welche Features gewünscht werden. So entwickeln wir unsere App laufend und haben mittlerweile eine flexible App, die uns täglich begleitet, sich an uns anpasst und uns dort unterstützt, wo es notwendig ist.

Goalify,wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In den folgenden Monaten und Jahren wollen wir uns Angebot immer weiter ausbauen und vor allem auch unsere Benutzergemeinschaft deutlich wachsen sehen. Da haben wir ehrgeizige Pläne.
Wesentlich wird dabei die Community sein. Wir wollen jedem Benutzer von Goalify die Möglichkeit geben sich inspirieren und motivieren zu lassen – aber auch etwas an die Community zurückgeben zu können. Damit bietet Goalify neben ausgeklügelten Aufzeichnungs- und Reportingfeatures auch wichtiges Know-How und ein Gemeinschaftsgefühl.
Wir möchten auch zunehmend Trainer für die Plattform gewinnen und gemeinsam fertige Ziele-Packages für unsere Benutzer entwickeln. Diese beinhalten dann neben fertigen Trainingsplänen und Anweisungen auch noch zusätzliches Hintergrundwissen der Trainer.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Sei offen für Kritik und halte an deiner Idee fest auch wenn nicht gleich alles schnell und einfach läuft. Rückschläge sind nicht nur normal sondern auch eine wichtige Quelle um für die Zukunft zu lernen. Nutze die Agilität eines kleinen Teams und die vielen Ideen die im Team entstehen. Und sei dir bewusst welchen Einfluss jedes Teammitglied auf den Erfolg der Unternehmung hat und sei bereit bei einer falschen Konstellation Konsequenzen zu ziehen.
Suche dir eine Person, mit der du dich austauschen kannst und der du vertraust. Das ist ganz wesentlich. Jemanden, der dir vorbehaltlos die Möglichkeit gibt, über das Projekt zu reflektieren. Damit wird vieles leichter, denn nicht alles kann im Team besprochen oder gelöst werden.

Wir bedanken uns bei Michael Winterheller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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