Glaubt an euch und eure Unternehmensvision

Ginmon ist Startup of the Month im Juni des Frankfurt Forward Awards

Stellen Sie sich und das Startup Ginmon doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Lars Reiner, ich habe Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt studiert und danach einige Jahre lang im Management Consulting bei der Deutschen Bank gearbeitet. In meiner Tätigkeit habe ich erkannt wie schwierig es großen Banken fällt, kundenorientiert zu arbeiten und neue digitale Lösungen an den Markt zu bringen. So kam es dann auch im Jahr 2015 zu der Gründung von Ginmon mit dem Ziel eine unabhängige Plattform für die Verwaltung der eigenen persönlichen Finanzen zu schaffen – selbstverständlich digital und kundenorientiert.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Große Teile der Bevölkerung haben keinen oder nur unzureichenden Zugang zu einer professionellen Vermögensverwaltung, da die Gebühren traditioneller Anbieter oftmals einen signifikanten Teil der Gewinne kosten. Mit unserer digitalen Vermögensverwaltung schließen wir diese Lücke und ermöglichen jedem den Zugang zu einem Service, der zuvor nur hochvermögenden Privatpersonen vorbehalten war.
Den Bedarf für diese Dienstleistung habe ich selbst während meiner Tätigkeit bei der Deutschen Bank erlebt, da mich zunehmend Freunde und Bekannte nach Hilfe in der Strukturierung ihrer persönlichen Finanzen baten. Irgendwann wurde mir klar, dass hier ein riesiger Markt besteht, der noch weitestgehend noch nicht bedient wird.

Welche Vision steckt hinter Ginmon? 

Unsere Vision geht jedoch selbstverständlich weit über das heutige Produktangebot hinaus. So arbeiten wir intensiv daran, eine Finanzplattform zu schaffen, die durch ehrlichen Rat, unabhängige Produktauswahl und außerordentliche Kundenbetreuung zur ersten Anlaufstelle in der Verwaltung der persönlichen Finanzen unserer Kunden wird.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Wir sind ein Technologieunternehmen und als solches haben wir von Tag 1 an höhere Ausgaben für Technologie als Einnahmen. Dieses Verhältnis dreht sich dann selbstverständlich später und so entstehen hochprofitable Unternehmen wie wir dies heutzutage vor allem in den USA sehen. Zur Umsetzung unserer Strategie erfordert es daher Risikokapital. Bisher haben wir uns sowohl über eine Reihe von Business Angels sowie unseren Lead-Investor Passion Capital des deutschen Unternehmers Stefan Glänzer aus London finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von Ginmon? 

Wir bedienen sowohl Endkunden über die Direktvermarktung unserer digitalen Vermögensverwaltung auf unserer Website als auch über Partnerschaften. Während unser Modell im B2C Bereich vor allem durch hohe Skalierbarkeit und das Umsatzpotenzial überzeugt, streben wir im B2B2C Segment langfristige Partnerschaften an, welche wiederum die Endkundenakquise durch unsere Plattformtechnologie und -integration entscheidend vorantreiben. Eine Leuchtturm-Kooperation, die wir erst letztens bekanntgegeben haben, ist mit Mercer Deutschland GmbH, der führenden Beratung im HR-Bereich für multinationale Unternehmen.

Wie funktioniert Ginmon? Wo liegen die Vorteile? 

Ginmon ist ein digitaler Vermögensverwalter, auch Robo Advisor genannt, der durch unsere selbst entwickelte Technologie unseren Kunden maßgenschneiderte ETF-Portfolios anbietet, verwaltet und kontinuierlich optimiert. Mit Ginmon demokratisieren wir die zuvor hochvermögenden Privatkunden vorbehaltene professionelle Vermögensverwaltung und machen diese durch intelligente Technologie jedermann/-frau schon ab einer Mindestanlagesumme von 1.000€ zugänglich. Darüber hinaus haben unsere Kunden durch unser Online-Kundencenter jederzeit maximale Transparenz über ihre Geldanlage, die realisierte Rendite und die anfallenden Kosten, was einen riesigen Zugewinn an Flexibilität gegenüber der klassischen Bankberatung darstellt.

Sie sind Startup of the Month im Monat Juni. Wie geht es jetzt weiter? 

In der Vergangenheit hat Ginmon vor allem von organischem Wachstum profitiert. Aktuell investieren wir verstärkt in Marketing um unser Wachstum zusätzlich voranzutreiben. Ebenso planen wir unser Tech-Team signifikant auszubauen, um die umfangreiche Pipeline an neuen Produkten und Features, wie etwa Kinder-/Gemeinschaftskonten sowie nachhaltiges Investieren zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig unsere Vision hin zu einer ganzheitlichen Finanzplattform weiter voranzutreiben.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Beginnend mit dem heutigen Angebot der digitalen Vermögensverwaltung werden wir unsere Produktpalette erweitern, und gleichzeitig ganzheitliche Ratschläge für die Optimierung der persönlichen Finanzen unserer Kunden geben. Unsere Vision ist es, eine digitale und kundenorientierte Finanzplattform zu schaffen, die die beste Anlagelösung mit konkreter, automatischer Beratung kombiniert. Im Ergebnis wird Ginmon die zentrale Plattform unserer Kunden um ihre persönlichen Finanzen zu verwalten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

  1. Glaubt an euch und eure Unternehmensvision 
  2. Lasst euch durch Kritik nicht zu schnell aus der Ruhe bringen
  3. Fokussiert euch auf Execution und beweist euren Kritikern, dass ihr Recht habt

Foto: (C) Ginmon Vermögensverwaltung GmbH 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lars Reiner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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