Ein nachhaltiges Unternehmenskonzept

Ginkau Manufaktur für authentische, thailändische Kochboxen

Stellen Sie sich und das Startup Ginkau doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Sophia Peters, ich bin 46 Jahre alt, Diplom-Kauffrau und Gründerin von Ginkau. Als halbe Thailänderin kenne und schätze ich die thailändische Küche sehr und ich liebe gutes Essen.

Ginkau ist eine kleine Manufaktur für Kochboxen zur Zubereitung authentischer, thailändischer Gerichte. Nach Familienrezepten, aber doch ein wenig an den europäischen Gaumen angepasst, biete ich hochwertige, selbst hergestellte Saucen und Gewürzmischungen und das passende Rezept in praktischen Kochboxen an. Die Zutaten werden sorgfältig ausgewählt, die Gewürze geröstet, gemahlen und in liebevoller Handarbeit verpackt.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee, mich selbständig zu machen, resultiert aus der Liebe zur thailändischen Küche und dem Wunsch, andere ebenfalls für diese wunderbare Küche zu begeistern und die Zubereitung der Gerichte zu vereinfachen.

Die thailändische Küche gilt als gesund, leicht bekömmlich und vor allem als sehr aromatisch. So verbringen viele Deutsche ihren Urlaub in Thailand und möchten gerne auch nach ihrer Rückkehr thailändisch essen.

Das ist nicht ganz unproblematisch. So findet man in Großstädten asiatische Lebensmittelgeschäfte, jedoch verlangt der Einkauf oft sehr viel Geduld, da viele Zutaten nicht bekannt und die Produktverpackungen oft unzureichend beschriftet sind. 

Darüber hinaus wird auch die Dosierung der Zutaten zum Problem. Oftmals wird das mit viel Mühe zubereitete Gericht für den mitteleuropäischen Gaumen ungenießbar oder auch einfach viel zu scharf. 

Was war bei der Gründung von Ginkau die größte Herausforderung?

Der erste Schritt in die Selbständigkeit, die Klärung und Berücksichtigung aller rechtlichen Rahmenbedingungen und der daraus resultierenden Anforderungen. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja, unbedingt, ich glaube, wer perfekt starten will, startet nie. So zeigen sich bspw. Schwachstellen in den Prozessen häufig erst im laufenden Betrieb, diese zu erkennen, zu beheben oder auch an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen, gehört ebenfalls zu den Aufgaben einer Unternehmerin. Dazu sind die Rückmeldungen von Kundinnen und Kunden äußerst wertvoll. Allerdings mache ich hinsichtlich meiner Produkte keinerlei Kompromisse, hier ist im Hinblick auf die Hygiene etc. Perfektion angebracht.

Welche Vision steckt hinter Ginkau?

In die Kochboxen von Ginkau gelangen nur natürliche Produkte. Die Zubereitung der Gerichte erfolgt auf traditionelle Weise, so stellt der Kunde bspw. die Currypaste selber im Mörser her, er muss aber nicht vorab eine Vielzahl an Gewürzen beschaffen, die liefert Ginkau. Auf handelsübliche Fertigpasten mit Konservierungsstoffen kann so verzichtet werden und das hat den positiven Nebeneffekt, dass Kundinnen und Kunden die Schärfe der Gerichte selbst bestimmen können. Darüber hinaus sollen meine Kochboxen zudem ein besonderes Kocherlebnis ermöglichen. 

Wer ist die Zielgruppe von Ginkau?

Zur Zielgruppe von Ginkau zählen alle, die der thailändischen Küche bereits verfallen sind, aber nur schwer die speziellen Saucen und Gewürzmischungen beschaffen können. Alle die, die die thailändische Küche gerne mal ausprobieren wollen, aber die Zutaten nicht kennen, die keine Geschmacksverstärker oder sonstige Zusatzstoffe vertragen, oder nicht so scharf essen können.

Darüber hinaus werden Kochboxen von Ginkau oftmals als Geschenk für Hobbyköche und Feinschmecker gekauft. Zahlreiche Kundinnen und Kunden von Ginkau haben thailändische Wurzeln — sie verwenden die Kochboxen, da sich die Zubereitung der traditionellen Gerichte mit den Kochboxen einfacher und komfortabler gestaltet. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Ich verwende ausgewählte, hochwertige und natürliche Rohstoffe in Bioqualität. Mit einer Kochbox erhältst du – neben einer Rezeptkarte – Zutaten für mehrere Portionen. Allerdings sind diese nicht vorportioniert, so dass du das Gericht nach Belieben nachwürzen kannst. Die Gewürzmischungen und auch die Tamarindensauce werden in der Manufaktur von Ginkau frisch zubereitet.

Die Verpackungen der einzelnen Zutaten sind optisch ansprechend, wiederverschließbar, biologisch abbaubar oder zu 100% recyclebar. Gleiches gilt auch für das Füllmaterial und das Packband.

Ginkau, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ginkau orientiert sich an den Idealen der Slow-Food-Bewegung und am Konzept nachhaltiger Entwicklung. Es geht nicht darum, hohe Stückzahlen im Lebensmitteleinzelhandel zu verkaufen.

Ginkau möchte sich daher in den nächsten Jahren weiterhin als Manufaktur für verantwortungsbewusste Gourmets und Freunde der thailändischen Küche etablieren. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Neben einem gut durchdachten Konzept und Kapital sind die Menschen, die zu 100% hinter dir und deiner Idee stehen, unerlässlich. Hört nicht auf die Ratschläge von Menschen, die eure Unternehmensphilosophie nicht verstehen wollen. Ein nachhaltiges Unternehmenskonzept sollte stets vor einer schnellen Rendite stehen. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Sophia Peters für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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