Auch wenn das Ziel nahe scheint, kommen oft neue Herausforderungen!

Geschmacksentfaltung: Greenspoon der grüne Tee Löffel

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmen Geschmacksentfaltung doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Jochen Gabler und ich bin Erfinder von Greenspoon und Gesellschafter-Geschäftsführer der Geschmacksentfaltung GmbH.
In den letzten Jahren habe ich sehr strukturiert und organisiert an dem Produkt gearbeitet. Nur so habe ich es geschafft, dieses Projekt anfangs berufsbegleitend zu 100% eigenfinanziert aufzubauen und letztlich in eine GmbH zu führen.
Aus einem kleinen Projekt ist eine Unternehmung entstanden, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den weltweiten Ressourcenverbrauch zu reduzieren, als auch die Nachhaltigkeit in Bezug auf Werbemittel zu fördern.

Wie ist die Idee zu Geschmacksentfaltung entstanden?
Für die anfängliche Idee und die ersten Prototypen musste ein Projektname her. Da ich den Begriff Geschmacksentfaltung als sehr zutreffend empfunden habe, bin ich dabei geblieben und habe auch die GmbH danach benannt.
Doch letztlich dreht sich alles um ein Produkt: Greenspoon. Die ersten Überlegungen hierzu sind bereits mehrere Jahre alt und sind Folge dessen, dass es ein fast tägliches Ritual geworden ist, bei to-go Getränken Plastiklöffel bzw. Rührstäbchen als unrecycelte und umweltschädliche Abfallprodukte einzusetzen, nur um Kaffee oder Tee mit Zucker und Milch umzurühren. Als ich dann die nicht biologisch abbaubaren Bestandteile eines herkömmlichen Teebeutels betrachtet habe, war klar: Hier muss sich etwas ändern!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Ein großer Vorteil war die Rückendeckung meines Arbeitgebers, der von Beginn an über alles informiert war. Dieses gegenseitige Vertrauen schaffte Freiraum und gab mir vor allem zu schwierigen und teilweise orientierungslosen Zeiten in der Vergangenheit Platz, etwas komplett Neues und Unbekanntes auf die Beine zu stellen.
Die 100% Finanzierung aus eigenen Mitteln, hat sich mittlerweile gelohnt und nimmt uns als Team, den Druck, Erwartungen von Investoren oder Banken gerecht zu werden.
Die größten Herausforderungen waren meist die, die uns vorab nicht bekannt waren. Niemand wusste beispielsweise, nach welchen Kriterien man Greenspoon für eine Lebensmittelzulassung prüft. Es gab ja bisher ein solches Produkt nicht und genau das war eine der größten Hürden.
So wurde eigens ein Prüfkatalog zusammengestellt, um alle nur erdenklichen Prüfungen und Analysen zu berücksichtigen. Hier haben wir sehr eng mit dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt, dem städtischen Veterinärwesen und der Lebensmittelüberwachung, sowie dem Bundesinstitut für Risikobewertung zusammengearbeitet. Alleine die Leitbegriffe haben den Chemikern der TÜV Rheinland LGA Products GmbH, als prüfendes Institut, immer wieder neue Tests abverlangt: 100% biologisch abbaubar, 100% lebensmittelecht, 100% unbedenklich, direkter physikalischen Lebensmittelkontakt, heißes und kaltes Wasser, usw.

Wer ist die Zielgruppe von Geschmacksentfaltung?
Greenspoon braucht jede Privatperson, die umweltfreundlich und ressourcenschonend Tee to-go trinken möchte. Mit Greenspoon erspart man sich zum Einen Plastiklöffel bzw. Rührstäbchen als unrecycelte und umweltschädliche Abfallprodukte. Und zum Anderen bestehen herkömmliche Teebeutel beispielsweise aus Etikett, Metallklammern sowie Kunststoffverpackungen und gehören ebenfalls zu nicht biologisch abbaubaren kurzlebigen Wegwerfprodukten.
Noch viel interessanter ist der „grüne“ Löffel für Unternehmen, welche die großen individualisierbaren Werbeflächen auf beiden Seiten von Greenspoon für Marketingzwecke oder als Nachrichtenbotschafter nutzen und somit ein Statement für 100 prozentiges Umweltbewusstsein setzen können. Werbemittel sind ausgesprochen beliebt, aber im Gegensatz zu herkömmlichen Werbeartikel, Messeauslagen, Geschenke oder Give-aways ist Greenspoon eine neuartige Möglichkeit, potenzielle Kunden oder Wähler zu erreichen.

Was ist das Besondere an dem Greenspoon?
Greenspoon ist der weltweit einzigartige, sowie erste faltbaren Löffel mit integriertem Tee. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde Greenspoon beim DPMA (DE), EPA (EU) und USPTO (USA) zum Patent angemeldet. Der „grüne“ Löffel besteht aus nur einem Grundmaterial, enthält keinerlei umweltschädliche Abfall- oder Nebenprodukte und ist 100% biologisch abbaubar. Zahlreiche TÜV Prüfungen bestätigen: Greenspoon ist absolut unbedenklich und lebensmittelecht.

Welche Teesorten gibt es?
Aktuell gibt es die Standard Teesorten: Grüntee, Früchtetee, Kräutertee und Schwarztee. Um auch saisonale oder besondere Ereignisse aufzugreifen, bieten wir beispielsweise im Sommer frischen Erdbeertee an, oder im Winter eine Apfel-Zimt-Mischung.

Wie ist das Feedback?
Das Interesse an Greenspoon scheint nicht abzureißen, was wir an den zahlreichen Anfragen von Zeitschriften, Magazinen und TV- bzw. Radiosendern erleben. Aber für uns noch viel wichtiger, ist das steigende Interesse unserer Kunden.
Unternehmen reißen uns förmlich Greenspoon aus der Hand, da sie direkt oder indirekt über Werbeartikelhändler bzw. Marketingagenturen nach Neuheiten und abseits herkömmlicher Werbeartikel, Messeauslagen, Geschenke oder Give-aways auf der Suche nach innovativen Werbeartikel sind.

Geschmacksentfaltung, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir planen, die Absatzzahlen zu steigern, so unsere Fertigungskapazitäten auszulasten und unser Vertriebsnetz weiter auszubauen. Hier nutzen wir auch geeignete Wettbewerbe, Marketing- sowie Werbeartikelmessen und Öffentlichkeitsarbeit, um auf unser Produkt aufmerksam zu machen und um unseren potentiellen Kunden ein Produkt zu präsentieren, welches sie noch nie gesehen haben: Greenspoon!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1) Durchhaltevermögen: Man muss im besten Fall alleine an seiner Idee arbeiten. Meist nicht nur von 8.00 bis 16.00 Uhr, sondern auch nachts und am Wochenende. Auch wenn das Ziel nahe scheint, kommen oft neue Herausforderungen, die einen zeitlich nach hinten werfen oder neue Wege vorgeben.
2) Durchsetzungsvermögen: Das ist der schlechtere Fall… Nicht nur in seiner Freizeit zu arbeiten, sondern auch gegen den Strom schwimmen. Meinungen und Erfahrungen anderer zur Kenntnis nehmen und akzeptieren, aber doch sein Ziel verfolgen und seine Idee voran treiben.
3) Sich selbst als treibende Kraft sehen: Keiner darf so sehr von deiner Idee überzeugt sein, wie du selbst. Keiner wird mehr für das Projekt leisten, als du selbst. Wenn du die Aufgaben nicht erkennst, wird sie kein anderer erkennen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jochen Gabler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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