Geld, Kapital und Investition – Was man über Geld wissen muss

Natürlich ist das Überleben oder Sterben eines Unternehmens davon abhängig, ob es überhaupt Geld verdient. Für jeden Gründer gibt es zwei Wege an Geld zu kommen: Cash-Flow und Funding.

1. Cash-Flow

Sich auf den Cash-Flow zu konzentrieren ist essentiell. Geld bedeutet alles in einem Startup und Gewinne sind die beste Art, dieses zu verdienen. Man muss verstehen, was in das Unternehmen reinkommt und wie viele Ausgaben man hat. „Wenn es dem Chash-Flow nicht antreibt – mach es erst gar nicht“ ist eine gute Regel, die man verinnerlichen sollte. Zudem sollte man messen, welche Auswirkungen Investments auf das Geschäft hinsichtlich des Cash-Flows haben.

Manche Gründer machen sich mehr Gedanken darüber, welche Rechnungssoftware sie benutzen sollen als darüber wie Sie Geld verdienen und ihre Kosten decken können. Kreatives Rechnungswesen und Steuerschlupflöcher sind toll, aber wenn man kein Einkommen generiert, um diese zu nutzen, sollte man sich auch keine Sorgen um die Verwaltung des Geldes machen.

Gründer können so detailverliebt sein, dass sie sich komplett nur auf das konzentrieren, was sich um das eigentliche Geldverdienen herum abspielt. Natürlich sind Struktur und Prozessoptimierung wichtig, aber man muss sich zunächst auf Profit und Kosten konzentrieren. Das ist das wichtigste Ziel.

2. Finanzierungsrunden

Wenn man nicht genug Gewinn macht, muss man sich andere Mittel und Wege überlegen wie man den Cash-Flow aufrechterhält. Die denkbar schlechteste Position zum Verhandeln ist, wenn man um Geld betteln muss. Unternehmen werden nie gut verkauft – sie werden gekauft. Man sollte in die Position kommen, dass jemand sich einkaufen will, anstatt dass man selber verkaufen muss. Das erreicht man, wenn man gute Ergebnisse im Produktmanagement, bei der Stammkundschaft und vor allem bei den Gewinnströmen vorzuweisen hat.

Ich habe es unzählige Male mit angesehen: Unternehmer gehen auf Tour und wollen Geld einsammeln – kommen aber niedergeschlagen, frustriert und ohne Geld zurück. Niemand vergibt einfach so Geld. Die Leute investieren, weil sie mehr Geld zurückbekommen wollen. Das Investitionsobjekt ist einfach nur der Mittel zum Zweck. Gründer vergessen das gerne und viele maulen über diesen Fakt.

Man muss erwachsen werden und verstehen, worum es bei der Finanzierung, der Investition überhaupt geht. Und zwar darum eine Chance zu haben Geld einzusammeln. Dafür sollte man ein:

• starkes Team haben
• ein großartiges Produkt
• einen potenziellen Markt
• erwartbare Gewinne
• und tolle Partnerschaften.

Dies alles ist zwar nicht zwingende Voraussetzung, wenn man sich mit einem Investor trifft. Aber ein paar Dinge davon sollten abgehakt sein und bereitstehen. Es macht sogar einiges einfacher: Wenn man ein paar dieser Dinge schon vorzuweisen hat, werden die Investoren das Unternehmen von alleine finden. Wer nur ein oder zwei Punkte vorzuzeigen hat, ist nur einer von Tausenden, die irgendwie um Geld betteln.

Ein Beitrag von Paul Jozefak, Geschäftsführer des Innovationslabors Liquid Labs. Er ist auf Innovationsentwicklung und Startup-Gründung spezialisiert.

Webseite: http://www.liquidlabs.de/
LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/pauljozefak/de

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