Dein Team entscheidet.

Gearflix: Kameras und Gadgets flixen! Flexibel, billig und simple.

Stellen Sie sich und Gearflix doch kurz vor!
Ich bin Marius Hamer, der Gründer von Gearflix. Bei Gearflix kannst du Kameras, Drohnen, Actioncams und Gadgets „flixen“. Das ist sehr viel günstiger, flexibler und simpler als sie zu kaufen oder auch zu mieten.
Gearflix richtet sich an Urlauber, die sich bald auf die Reise machen. Erfahrungsgemäß ist das genau der Zeitpunkt, um sich beispielsweise eine neue Kamera zu kaufen. Während des Urlaubs hat man Spaß daran, später jedoch nutzt man sie nur noch selten, das Gerät veraltet und verliert schnell an Wert. Wir schätzen, dass über 80% aller Kameras die meiste Zeit des Jahres nutzlos herumliegen. Diese Geldverschwendung ist nun nicht mehr nötig, denn jetzt gibt’s uns.

Gearflix ist ein Online-Sharing-Konzept und verschickt bereits mehrere hundert Pakete pro Woche. Aktuell testen wir zudem mitten im Düsseldorfer Flughafen einen Store zum spontanen „MIETnehmen“.

Wie ist die Idee zu Gearflix entstanden? Welche Vision steckt dahinter?
Seit 6 Jahren leite ich bereits einen Fotohandel namens „FOTO HAMER“ mit Filialen im Ruhrgebiet, ein Familienunternehmen mit über 100-jähriger Historie. Mein Urgroßvater hat die Firma noch vor dem ersten Weltkrieg an genau dem gleichen Standort gegründet. Mein Büro war früher das Kinderzimmer meines Opas, der Parkett ist immer noch der gleiche. Seitdem verkaufen wir in also Kameras und kennen uns damit ziemlich gut aus.

Jetzt war es nur logisch, den Megatrend „Sharing Economy“ auf die Fotobranche zu übertragen. Denn gute Kameras sind teuer, veralten schnell und man braucht sie eher selten. Das sind perfekte Voraussetzungen für unser Vorhaben.

Unsere Vision ist, dass das „Flixen“ eine gewohnte Methode wird, immer die neuste Technik zu nutzen, ohne sie kaufen zu müssen. Wir möchten, dass der Spaß an der Fotografie und der Zugang zu hochwertiger Ausrüstung nicht mehr vom Einkommen abhängt. Schließlich wächst eine Generation heran, der Besitz und Statussymbole immer unwichtiger werden. Zukünftig wird man sein Geld eher für Momente und Erlebnisse ausgeben und die Nutzung von Technik wird lediglich ein Teil davon sein. Dazu passt Gearflix, denn hier wird nur für den Moment gezahlt, nicht für den Besitz.

Wer ist die Zielgruppe von Gearflix?
Hier ist das „Wer“ längst nicht so spannend wie das „Wann“: Fast jeder wird etwas von Interesse bei uns finden, aber es kommt auf den Zeitpunkt an. Meist nutzt man Gearflix für einen besonderen Anlass wie eine Reise oder eine Hochzeit.

Konkret: Besonders wichtig sind für uns Urlauber ca. 4 Wochen vor Reisebeginn. Dann überlegen sie gerade, welche Technik sie in den Koffer packen und ggfs. kaufen müssten.

Deswegen läuft unser Vertrieb fast ausschließlich über Reiseanbieter und Reisebüros wie AIDA Cruises, DER und weitere. Hier findet man „Gearflix Technik für den Urlaub mieten“ direkt neben den klassischen Upgrades wie Mietwagen, Versicherungen & Co.. Was liegt näher, als zum nächsten Skiurlaub noch eine passende GoPro für 19€ hinzu zu buchen?

Natürlich vermieten wir auch viele Kameras an Hobbyfotografen, Unterwasserkameras an Taucher oder Sofortbildkameras an Brautpaare. Mit uns werden aber auch verrückte Events möglich: Ein Vater mietete 6 gleiche Drohnen für die Geburtstagsfeier seines Sohnes und veranstaltet ein Drohnenrennen. Dieser Mann hat wahrscheinlich jetzt einen Legendenstatus im Freundeskreis seines Sohnes.

Wie funktioniert Gearflix?
Flixen ist genau so simpel wie Online-Shopping: Du findest online alle angesagten technischen Gadgets samt umfangreicher Zubehör-Pakete. Einfach bestellen und das gewünschte Lieferdatum angeben. Pro Woche ziehen wir über PayPal ca. 2-5% des Kaufpreises ein, je länger desto günstiger. Die Preise sind inklusive Versicherung, eine Kaution muss meist nicht hinterlegt werden. Es gibt keine Laufzeit oder ein Abo, man kann alles jederzeit zurückgeben. Zur Kündigung reicht die Rücksendung. Möchtest du im Anschluss an die Miete etwas behalten, wird dir die Miete auf den Kaufpreis angerechnet. Unser Konzept ist vergleichbar mit Bike- oder Carsharing, erweitert um eine Kaufoption.

Das sieht der Kunde, aber möglich wird dies erst alles durch ein unglaubliches Team, auf das ich sehr stolz bin. Wir wachsen monatlich uns suchen weitere Talente.

Wie ist das Feedback?
Wir haben aktuell 4,7 von 5 Sternen bei Facebook und Google. Auch wenn es abgedroschen klingt, Kundenzufriedenheit ist für uns wichtiger als schnelles Wachstum. Wir haben aus der Anfangszeit gelernt, als wir mit den flexiblen Rückgaben überfordert waren und einige Kunden verprellt haben.

Gerade vor unserem Store am Düsseldorfer Flughafen bleiben täglich viele Leute verwundert stehen und sagen meist etwas wie „…, hätte ich das mal früher gewusst. Jetzt habe ich mir gerade eine neue Gopro gekauft.“

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Die Show ist eine bombastische Startrampe, und ich liebe sie als Zuschauer schon seit der ersten Staffel. Also habe ich einfach ein Selfie-Video gemacht, bin durch die Firma gelaufen und habe erzählt was hinter Gearflix steckt.
Ich wusste natürlich, dass unser kapitalintensives Konzept innerhalb eines bestehenden Familienunternehmen für Investoren alles andere als ein „sexy Setup“ ist. Als dann aber ein Tag später der ersehnte Anruf aus der DHDL-Redaktion kam, konnte ich es gar nicht fassen. Seitdem ist alles anders.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?
Vor der Aufzeichnung war unsere Webseite ein Witz, insgesamt war unsere Außenwirkung nicht gut. Unser Gearflix-Team lebt nicht den klassischen Startup-Lifestyle, wir sind eher die Arbeitsbienen und werkeln an den Inhalten. Also war viel zu tun.

In den letzten Monaten wurde Gearflix.com komplett umgekrempelt: Neue Webseite mit extremer Serverleistung, neue Gesichter im Team, neue Lagerfläche, Kamerabestände verfünffacht.

Wir sind ready, jetzt kann es losgehen!

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Ich fühle mich sehr geehrt, gerade weil Gearflix kein typischer DHDL-Kandidat ist. Unsere Firmenstruktur ist gewachsen, der Kameramarkt nischig und unsere Vertriebsform kompliziertes Neuland. Mit den 08-15 Methoden ist es hier nicht getan, das wird den Investoren wahrscheinlich schnell klar. Für uns sind das jedoch perfekte Bedingungen, denn wäre es einfacher, hätten wir härteren Wettbewerb.

Den DHDL-Effekt sieht man auch im Team: Mitten in einem Meeting ließ ich damals die Bombe platzen und verkündete unsere Teilnahme an der Show. Erst war ungläubige Stille im Raum, dann Jubel, gefolgt von einem enormen Motivationslevel, das bis heute ungebrochen ist.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf Gearflix aufmerksam werden?
Bereits jetzt vor der Sendung ist die mediale Aufmerksamkeit schon hoch. Momentan beantworte ich täglich Anfragen und bin sehr dankbar für das Interesse.

Wir gewinnen täglich viele neue Follower auf Instagram und Facebook, viele Menschen schreiben offen ihre Meinung, geben Tipps zur Verbesserung und wünschen sich bestimmte Artikel im Verleih. Daher wissen wir, dass unser Konzept die richtige Sprache spricht – jetzt wir müssen also nur noch lauter sprechen. Auch dafür ist die Sendung Gold wert.

Ziel der Sendung „Die Höhle der Löwen“ ist es, dass ein Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Richtig, ein Löwen-Deal wäre eine Bestätigung, dass Gearflix auch für Investoren attraktiv ist. Aus Sicht unserer Kunden wird Gearflix jedoch mit oder ohne Deal etwas Einzigartiges bleiben. Ich würde mich über einen Deal riesig freuen, aber auch ohne wird sich Gearflix hoffentlich weiterhin schnell entwickeln.

Auf der Basis habe ich natürlich einen der Löwen ins Auge gefasst. Wen genau möchte ich jetzt noch nicht verraten. Doch es ist nicht Frank Thelen.

Gearflix, wohin geht der Weg? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir gehen geradeaus, die Strategie steht fest. Durch DHDL wird Gearflix nun schlagartig bekannt stellt sich erwartungsvoll dem Markt. Wir sind jetzt bereit für schnelleres Wachstum., denn mittlerweile kennen wir unser Business in-und-auswendig mit allen Kennzahlen, Risiken und Potenzialen. Alle Annahmen wurden durch Erfahrungswerte ersetzt. Bald wissen wir auch, ob Gearflix nur aus Kundensicht, oder zudem auch aus Investorensicht sexy ist.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Klar, gerne:
„Du hast ein Startup? Bewirb dich!“ 
Unzählige Male, zuletzt heute von meinem Nachbar höre ich den Satz „Du in der Höhle? Darüber habe ich auch mal nachgedacht…“. Warum warten? Das DHDL Team bei Sony Pictures ist absolut professionell, lieb und ehrlich. Wer die Chance nicht nutzt, soll sich später nicht ärgern.
„Dein erster Versuch sollte dir jetzt peinlich sein, sonst warst du zu langsam“. Wenn das Konzept funktioniert, muss die Webseite weder cool noch voller Funktionen sein.

„Dein Team entscheidet.“ 
Du bist immer nur so stark, wie die Personen um dich herum dich schätzen.

Bild © MG RTL D / Frank Hempel

Weitere Informationen finden Sie hier

Sehen Sie Gearfix am 25.September in #DHDL

Wir bedanken uns bei Marius Hamer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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