gatherer: Terminvereinbarung leicht gemacht

gatherer ist die einfachste Art mit Freunden oder Kollegen einen Termin zu finden

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen gatherer doch bitte unseren Lesern kurz vor!
Mein Name ist Desirée Zottl, ich bin CEO von gatherer. gatherer ist die einfachste Art mit Freunden oder Kollegen einen Termin zu finden. Egal ob Geburtstagsfeier, Businessmeeting oder Citytrip, sich mit mehreren Personen zusammenzureden kann oft im Chaos enden. Das habe ich selbst nur allzu oft erlebt. Darum habe ich mit meinen Co-Foundern Michael Kräftner und Aleksandar Palic gatherer entwickelt. Damit kann man ganz einfach ein Event erstellen und einen gemeinsamen Termin finden. Fast jeder Smartphone-Besitzer hat seine Kontakte und Termine im Smartphone abgelegt und genau das nutzt gatherer. Man muss nicht – wie z.B. bei Doodle – einen Link kopieren und sich selber ums Versenden per Email kümmern. gatherer greift auf bestehende Kontakte zu und versendet mit einem Klick Event-Einladungen über den jeweils besten Kanal, z.B. SMS, Email oder Push-Notification. Durch die Kalenderintegration muss man die App nicht verlassen, um seine Termine zu überprüfen, sondern sieht diese visuell im gatherer Kalender.

Wie ist die Idee zu gatherer entstanden? Warum haben Sie sich entschieden ein Startup zu gründen?
Ich wollte damals mit meinen Freundinnen zum Oktoberfest nach München fahren und wir haben versucht unter 7 Mädls einen Termin zu finden. Das war richtig mühsam, vor allem weil wir alle unterschiedliche Plattformen und Kommunikationskanäle verwendet haben. Da habe ich mir gedacht, das muss doch irgendwie besser gehen. Ich habe damals noch an der FH St. Pölten Digitale Medientechnologien mit Schwerpunkt Mobiles Internet studiert und mit 4 weiteren Studienkollegen im Rahmen eines Projektes begonnen an einer Terminvereinbarungs-App zu arbeiten. Dass daraus später einmal ein Startup werden würde war nicht geplant. Die Arbeit daran hat uns Spaß gemacht und wir haben sehr viel positives Feedback bekommen. Es hat sich herausgestellt, dass auch andere dieses Problem haben und unsere Lösung super finden. Daraufhin haben wir uns für den Accent Inkubator in Niederösterreich beworben und wurden aufgenommen. Ab dem Zeitpunkt wussten wir, das gatherer auch als Geschäftsidee klappen kann. Zu dritt haben wir das Unternehmen dann gegründet.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Ganz klar der Zeitmangel. Dadurch, dass wir selbst die Techniker sind und das Produkt selbst programmieren, steht jedes mal, wenn wir auf Events sind, pitchen, networken oder die Unternehmensgründung planen, die Weiterentwicklung des Produktes still. Ich bin CEO und alleiniger Entwickler der iOS-App, da läuft einem gerne die Zeit davon. Finanziert haben wir uns außerdem bis zur Show „2 Minuten, 2 Millionen“ selbst, indem wir die halbe Woche bezahlte Programmierjobs gemacht haben und die andere Hälfte der Woche für gatherer gearbeitet haben. Wir freuen uns, dass es mit dem Investment jetzt endlich Vollzeit losgehen kann.

Wer ist die Zielgruppe von gatherer?
Unsere Zielgruppe sind vor allem Personen, die im Freundeskreis meist als die Organisatoren auftreten. Möchte man gemeinsam etwas unternehmen, muss es immer einen geben, der die Sache in die Hand nimmt und genau den wollen wir unterstützen. Das kann ein Vereinsobmann sein, der die Weihnachtsfeier organisieren möchte, oder auch eine 16-jährige, die mit ihren Freunden einen Kinoabend verbringen möchte. Natürlich können auch Businessmeetings damit geplant werden.

Wie funktioniert gatherer?
Sowohl in der App als auch im Web auf gathererapp.com kann man ganz einfach ein neues Event erstellen und Terminvorschläge anbieten. In der App nutzen wir all die Features die uns das Smartphone zur Verfügung stellt, um das Finden von Terminen noch einfacher zu machen. Der integrierte Kalender hilft beim Auswählen der Terminvorschläge, man muss nicht in seine Kalender App wechseln, um zu sehen wann man Zeit hat. Dann wählt man die Personen die man zur Abstimmung einladen möchte direkt aus dem Kontaktbuch aus, egal ob die Person auch die gatherer App hat oder nicht. gatherer verschickt die Einladungen dann automatisch über den Kanal, über den der Eingeladene am besten erreichbar ist (derzeit Push Nachrichten, E-Mail und SMS). Wenn alle abgestimmt haben kann der Event-Ersteller einen finalen Termin fixieren und alle werden wieder automatisch benachrichtigt wann das Event nun stattfindet.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für die Startup Show 2 Minuten 2 Millionen beworben haben?
Wir kannten die Show bereits und ich selbst habe auch neben dem Studium für ein Startup gearbeitet, das in der Show war. Somit wussten wir, dass man neben einem möglichen Investment vor allem viel Aufmerksamkeit bekommen kann, wenn man es in die Show schafft. Ideal für uns also um gatherer zu verbreiten.

Wie haben Sie sich au die Show 2 Minuten 2 Millionen vorbereitet?
Es war nicht unser erster Pitch, wir haben schon zuvor an einigen Pitching Wettbewerben teilgenommen, daher wussten wir wie wichtig es ist die kurze Zeit, die man hat, optimal zu nutzen. Die 2-Minuten-Beschränkung war wirklich hart, oft braucht man doch zumindest 3 Minuten, was einen riesigen Unterschied macht. Also haben wir versucht aus all dem Feedback, das wir bis jetzt zu unseren Pitches bekommen hatten zu lernen und uns bestmöglich auf die 2 Minuten vorzubereiten. Das ist allerdings noch der einfache Part, denn danach kommt die Frage- und Antwort-Runde mit den Investoren, bei der man nicht auf alles vorbereitet sein kann. Wir haben versucht mögliche Fragen durchzugehen, aber am Ende kann es immer unerwartete und vielleicht auch böse Fragen geben.

Sie sind eines der wenigen Startups die es in die Show 2 Minuten 2 Millionengeschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was hatten Sie sich von der Show versprochen?
Wir haben uns wahnsinnig gefreut als wir die Zusage bekamen bei der Show dabei sein zu dürfen. Erhofft hatten wir uns einfach, dass viele Zuseher auf uns aufmerksam werden, das Problem kennen und sich dann gatherer runterladen. Wir dachten für ein Investment sei es noch zu früh. Wir haben wenige Tage davor unsere erste Version von gatherer in den App Stores veröffentlicht, hatten noch keine nennenswerte Nutzerzahlen, noch kein ausgereiftes Produkt, also in einem sehr frühen Stadium. Das Investment kam somit umso überraschender für uns.

Ziel der Show „ 2 Minuten 2 Millionen “ ist es, das Startups einen Investor bekommen und ein Deal zustande kommt. Welchen der Investoren hatten Sie im Fokus?
Wir wussten, dass von der Branche Michael Altrichter und Speedinvest gut zu uns passen würden. Sie haben auch schon die Erfahrung mit-Tech Startups und die Netzwerke in der Branche, von denen wir profitieren können.

Wie war nach der Sendung das Feedback aus der Presse sowie von den Kunden?
Ganz ehrlich überwältigend. Wir haben so viel positiven Zuspruch bekommen! Die Nutzer der App haben uns geschrieben wie sehr sie sich über unsere Lösung freuen, und dass sie nun endlich ihre Familienevents besser planen können. Die meisten kamen auch gleich noch mit kreativen und sinnvollen Feature-Ideen. Auch die Presse hat sehr positiv berichtet. Das ist genau der Grund warum wir mit gatherer gestartet haben: um für unsere Nutzer endlich das Problem der Terminvereinbarung zu lösen.

Würden Sie anderen Startup Unternehmen empfehlen sich für Startup Shows im Fernsehen zu bewerben?
Auf jeden Fall. Egal ob man am Ende ein Investment bekommt oder nicht, die Aufmerksamkeit, die man durch die Show bekommt und das Feedback der Kunden, sei es positiv oder kritisch, hilft einem so sehr weiter, dass es sich definitiv auszahlt.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
Als weltweiter Marktführer bei der Terminvereinbarung 🙂

Wir bedanken uns bei Desirée Zottl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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