Vertraue Deiner Intuition, lasse Dich inspirieren und entwickele ein eigenes Bild von der Zukunft

Treffen Sie Gamewheel auf der Langen Nacht der Startups in Berlin

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz unseren Lesern vor
Gamification ist dieses Jahr eines der großen Themen. Immer weiter sinkende Aufmerksamkeit für Werbebotschaften, speziell auf den mobilen Endgeräten, zwingt Werbetreibende neue Wege abseits des klassischen Display-Advertising zu suchen.
Gamewheel ist eine neue Online-Plattform (SaaS) für Gamified Advertising, die Agenturen und Markenverantwortlichen einfache, intuitive Content-Erstellung von Spieleklassikern wie Tetris oder Jump&Run bis hin zu Virtual- und Augmented-Reality-Spielen wie Pokémon Go ermöglicht. Gamewheel basiert auf einem Baukastenprinzip, mit dem jeder Nutzer, ohne Vorkenntnisse, in wenigen Minuten ein Branded Mini-Game erstellen und publizieren kann, als Display-Ad, in sozialen Medien oder Mobile-Apps. Über 1000 Marketer, darunter namhaften Marken wie Burger King, Paramount oder Oracle konnten bereits mit Gamewheel-Kampagnen User-Engagement und Performance um 50 bis 100% steigern.
Wir würden uns freuen, Dir Gamewheel auf der Startup Night persönlich vorzustellen und Dein erstes Spiel gemeinsam in 5 Minuten zu bauen – #GamifyYourself!

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Die Welt wird Gamified und Augmented. Mit anderen Worten, wir glauben daran, dass die Zukunft der Kommunikation von zwei signifikanten Trends beeinflusst wird: Gamification und Augmentation (Erweiterung der physischen Realität mit virtueller Realität). Mein Co-Founder Christian Bittler hat sein Leben lang Spiele entwickelt und auch in den 90er Jahren bereits mit ersten Augmented / Virtual Reality (AR/VR) Systemen für Disney Interactive gearbeitet.
Seitdem hat sich zwar Einiges in der Digitalwirtschaft verändert, aber unsere Vision bleibt unverändert – wir wollen es allen ermöglichen, kreativen Content wie Spiele im Handumdrehen simpel zu erstellen und damit zu helfen interaktive Stories zu erzählen, die Menschen auf mobilen Geräten fesseln. Bis jetzt war es nur fachkundigen Experten, Games Studios und Agenturen mit viel Budget solchen Content zu erstellen – das wollen wir gerne mit Gamewheel ändern und zeigen: Spiele sind ein neues Massen-Kommunikationsmedium. In der Zukunft, soll der Spiel-Content aber auch intuitiv in die physische Welt integriert werden, also diese um virtuelle Elemente erweitern (bzw. augmentieren).

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie Ihr Startup finanziert?
Das ist eine sehr gute Frage – denn der Weg war bis jetzt wirklich spannend. Es hat damit begonnen, dass ich in Oktober 2012 mit einer Startup-Idee Toywheel den Hauptpreis bei der ersten hy! Berlin Startup-Konferenz (mittlerweile beim Axel Springer Verlag) gewonnen habe. So habe ich kurzerhand eine Firma gegründet und meinen Berater-Job bei BCG/Platinion nach über 5 Jahren an den Nagel gehangen, sowie mit der Band Timid Tiger nach drei Alben eine Pause eingelegt.
Mit Toywheel haben wir im Bildungsmarkt für Kinder im Alter von 3 bis 12 gestartet, das hat sich schnell als Fehler herausgestellt – denn dort ließ sich das angedachte Business Modell in Europa nicht skalieren. So habe ich alle Anteile der Firma von den damaligen Mitgründern wieder aufgekauft und mit einem neuen Mitgründer und Games-Experten, Christian Bittler, Toywheel zum Augmented Reality Studio umgebaut bzw. „gepivoted“ in der Startup-Sprache – denn in zahlreichen Workshops mit Familien und Kindern war der Trend zu Mobile Games deutlich zu erkennen.
Mit Toywheel haben wir aufgrund von unserer Vision entschieden, nicht einfach nur Mobile Games zu machen, sondern uns auf Augmented Reality (AR)Spiele für mobile Geräte zu fokussieren, um die physische Welt in das Spiel-Erlebnis mit einzubeziehen. Nach dem Launch in Februar 2014 war unser erstes Spiel – Toy Car RC – von Apple weltweit mehrfach gefeatured worden und erreichte Platz #1 in den Download-Charts in über 30 Ländern. Doch trotz diese Entwicklung, waren wir im AR-Gamification-Markt etwas zu früh.
Also haben wir das Business-Modell erneut verändert („Pivot Nr. 2“) – diesmal von B2C Games Studio zu B2B Gamification Plattform. Mit diesem Modell konnten wir dann auch den ersten internationalen Early-Stage VC Seedcamp überzeugen zu investieren und dann insgesamt über 1 Million Euro Seed VC-Kapital eingesammelt. Damit konnte Gamewheel-Plattform in Oktober 2015 endlich live gehen, die wir auch auf der Startup Night präsentieren!

Wer ist die Zielgruppe?
Mit Gamewheel haben wir einen B2B-Fokus und werden aus den Marketing-Budgets der Marken finanziert. Bis jetzt waren wir stark auf einzelne Kampagnen mit großen Brands wie Burger King, Oracle, Paramount und Pizza.de fokussiert. Dabei haben wir das Produkt immer weiter ausgebaut und sind dabei Partnerschaften mit großen Agenturen-Netzwerken bzw. White-Label-Partnern ausbauen. Wir haben bereits über 1000 Marketing-Experten, die sich auf Gamewheel.com für einen kostenlosen Account registriert haben.
In 2016 ist die Nachfrage nach Gamification auf mobilen Geräten stark gestiegen und so arbeiten wir nun auch an Tools, um unsere Plattform für unterschiedlichste Sales-Kanäle im Mobile Marketing Umfeld zur Verfügung zu stellen. In der Zukunft planen wir Gamewheel auch in anderen Märkten wie Bildung, Unterhaltung und Gesundheitswesen zu veröffentlichen, auf dem Weg zum großen Ziel – die weltweit führende Plattform für Content Gamification, Innovation und Augmentation zu werden.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Lange Nacht der Startups zu bewerben?
Wir waren ganz am Anfand der „Startup-Journey“ im hub:raum Accelerator der Deutschen Telekom mit Toywheel. Also haben wir über die Lange Nacht der Startups schon früh erfahren und seitdem es dieses tolle Event gibt, versucht dabei zu sein.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen die es auf die Lange Nacht der Startups geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von dem Event?
Unser Motto ist: #GamifyYourself! Wir haben zwar einen B2B-Fokus mit Gamewheel, allerdings über die intuitive Online-Plattform stehen die innovativen Content-Tools nun jedem weltweit zur Verfügung. Somit können nicht nur Unternehmen mit großen Marketing-Budgets, sondern auch kleine Unternehmer oder sogar Privatanwender – ganz ohne Vorwissen und technisches Knowhow – gamified Content mit Gamewheel erstellen – sei es für Einladungen zum Geburtstag oder einfach nur aus Spaß. Wir hoffen also, mehr Leute mit dem Konzept vertraut zu machen und als unsere Nutzer, Markenbotschafter oder sogar Kunden zu gewinnen.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch das Event viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Auf dem Startup-Weg sind wir darauf angewiesen jede Gelegenheit zu nutzen auf unser Angebot aufmerksam zu machen. Insbesondere weil wir das Ziel verfolgen, das Thema auch in anderen Märkten wie Bildung, Unternehmenskommunikation und Gesundheitswesen bekannt zu machen, freuen wir uns sehr über die Möglichkeit Gamewheel einem breiteren Publikum, auch außerhalb der Marketing-Industrie, vorstellen zu können.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
In den nächsten fünf Jahren hoffen wir Gamewheel auf der ganzen Welt und in unterschiedlichen Marktsegmenten anbieten zu können und damit zur weltweit führenden Plattform im Bereich Content Gamification, Innovation und Augmentation zu werden.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Zu diesem Thema wurde ja bereits sehr viel gesagt und geschrieben und doch gibt es keine einfache direkte Antwort auf diese Frage, denn jeder Weg ist sehr individuell. Also würde ich gerne die Aufmerksamkeit hier eher auf den Weg selber lenken, denn darüber wird finde ich zu wenig gesprochen: ein innovatives und wahrhaftig distruptives Unternehmen aufzubauen ist ein künstlerischer Prozess, den ich gerne mit Schreiben und Veröffentlichen eines Musik-Albums vergleiche.
Wenn ich Musik komponiere, da frage ich mich indirekt schon, wie wohl die neuen und bestehenden Fans die Stücke finden werden, aber man möchte die Fans trotzdem stets auch mit etwas Neuem überraschen, man möchte sieberühren, aber auch gleichzeitig „aus der Bahn werfen“, schockieren bzw. im Startup-Deutsch „disrupten“. Das ist auch beim Startup ähnlich – nur eben, dass das Erfinden eines neuen Business Modells noch mehr im Vordergrund steht, als bei der Kunst.
Als ein Fan von Beuys glaube ich daran, dass in jedem Menschen ein Künstler steckt und insbesondere Startup-Gründer sind auf die künstlerischen Fähigkeiten angewiesen: wenn Du also bedenkst ein Unternehmen zu gründen, denke nie daran: ich muss es so machen, weil es der Gründer X es so gemacht hat bzw. das Buch Y oder Investor Z meinen: nur so geht’s. Dein Weg ist individuell und nur das zählt.
Stattdessen also: vertraue Deiner Intuition, lasse Dich inspirieren und entwickele ein eigenes Bild von der Zukunft mithilfe der Imagination – dann steht einem Erfolg nichts mehr im Wege: unabhängig davon, ob das Startup ein „Unicorn“ wird (also eine Bewertung größer einer Milliarde erreicht). Denn irgendwann wirst Du zurückblicken und sagen: ich bin stolz darauf, dass ich so oft NEIN gesagt habe und diesen eigenen Weg gegangen bin und das Beste aus mir in jedem Hoch und jedem Tief herausgeholt habe.

Wir bedanken uns bei Evgeni Kouris für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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