GameBook: Die Spielekonsole für unterwegs

Stuttgarter Startup will Konsolenspielen revolutionieren – Crowdfunding-Kampagne läuft bis 4. Januar 2019 bei Kickstarter

Computerspiele sind ein Megatrend und längst nicht mehr nur bei Jugendlichen beliebt. Doch während wir dank Handy, Laptop oder iPad mittlerweile auch von unterwegs aus chatten, shoppen oder arbeiten können, haben es Computerspieler schwer, ihrem Hobby außerhalb der eigenen vier Wände nachzugehen. Das Stuttgarter Startup CaseGaming will das ändern und einen portablen Konsolenlaptop, zum Playstation und Xbox spielen für unterwegs, auf den Markt bringen. Über Kickstarter will das Team dafür bis zum 4. Januar 2019 mindestens 40.000 Euro aufbringen. Wenn alles funktioniert, sollen die Unterstützer der Crowdfunding-Kampagne dann im vierten Quartal 2019 als erstes ihre tragbare Spielekonsole in den Händen halten.

„Herkömmliche tragbare Konsolen bieten nicht viel mehr als Handyspiele“, sagt Maik Berthold. Bisher gibt es nur in den USA etwas Ähnliches wie das GameBook. Wer von Europa aus so eine portable Spielekonsole bestellen will, müsse dafür viel Geld hinlegen, so Berthold. Das neue GameBook Made in Germany soll anspruchsvolle Technologie und ansprechendes komfortables Design vereinbaren und auch hierzulande erschwinglich machen. „Für Hobbyspieler und e- Sportler ist das eine völlig neue Welt“, sagt Berthold.

„Der Prototyp funktioniert super“, sagt der Wirtschaftsingenieur. Als Mitarbeiter des Fraunhofer Institut hat der 32-jährige beruflich viel mit Startups zu tun. „Die Idee, das Problem selbst zu beheben und einen Prototyp zu entwickeln, war daher naheliegend.“ Dass Interesse ist groß.

„Als ich meine Idee beim Stuttgarter Gründergrillen pitchte, fanden sich sofort Unterstützer“, sagt Berthold. Aus den Kontakten beim Gründergrillen ergab sich spontan eine Zusammenarbeit. Der Konstruktionsingenieur Benjamin Habel, der selbst eine eigene Startup-Idee realisiert, half Berthold aus seinen Ideen mittels 3D-Zeichnungen einen funktionierenden Prototyp zu entwickeln.

„Benjamin Habel ist sozusagen der Steve Wozniak in unserem Team“, sagt Berthold in Anspielung auf den Apple-Gründer. „Für ihn ist das GameBook ein tolles Produkt, das Hobby und Beruf ideal vereint“, sagt Berthold über den Tüftler. Auf Herz und Nieren geprüft wurde der Prototyp von Daniel Krause. Er hat das gleiche Problem wie Maik Berthold: als junger Vater bleibt zum Spielen nicht mehr viel Zeit. Als Krankenpfleger hat Daniel Krause mit Technik zwar nicht viel am Hut, dafür ist er ein erfahrener und leidenschaftlicher Computerspieler. Krause und Berthold hatten sich 2015 online kennengelernt, als sie in der Elfen-Welt des Computerspiels „Elder Scrolls online“ gemeinsame Abenteuer bestritten.

Als Berthold damals Krause von seiner Idee zum GameBook erzählte, war Krause sofort begeistert

„Er war sozusagen schon damals der erste Mitarbeiter“, sagt Berthold. Wenn die Idee fliegt, und das Team auf Kickstarter das Geld zusammenbekommt, wird Krause sich um den Verkauf der GameBooks kümmern. In seiner Position als „erster User“ hat er sich auch bereits einen Prototyp des GameBook für ausgiebige Nutzertests gesichert.

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Ausführungen

Um ein optimales Spieleerlebnis zu gewährleisten, wird es die Gaming Cases in zwei Bildschirmausführungen geben: Die größere Variante bietet mit einem 23,8 Zoll Bildschirm einen komfortablen Ersatz für das heimische System und kann so auch für e-Sportler oder andere wettbewerbsorientierte Spieler verwendet werden. Die kleinere Variante ist mit ihrem 18,4 Zoll Bildschirm deutlich kompakter und eignet sich somit auch für den Einsatz unterwegs. Beide Varianten gibt es den technischen Möglichkeiten der Spielekonsolen entsprechend sowohl mit Full HD (1.920 * 1280 Bildpunkte) als auch mit Ultra HD (3.840 * 2.160 Bildpunkte) Auflösung.

Kosten

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Unterstützer, die das GameBook während der Crowdfundig Kampagne unterstützen, bekommen das kleine GameBook bereits ab 299€. Das große kostet dort in der Basis-Version 359€. Später sollen die Produkte 449€ und 549€ kosten. Zum Vergleich: Schon für herkömmliche Konsolen legen Spieler ohne Spiele bereits 300 Euro auf den Tisch. Bisher gibt es in Deutschland keinen kommerziellen Anbieter eines vergleichbaren Produktes. Auch europaweit gibt es keine Konkurrenz, die eine wirtschaftlich attraktive Alternative anbietet.

Der Erfinder:

Maik Berthold arbeitet beim Fraunhofer Institut in Stuttgart und forscht über die Herausforderung von Industrie 4.0. Bei seiner Arbeit hat der Wirtschaftsingenieur sowohl mit Mittelständlern als auch mit innovativen Startups und globalen Unternehmen zu tun. Der 32-Jährige liebt Computerspiele, vor allem Rollenspiele. Da er als Vater eines einjährigen Sohnes zu Hause nur noch wenig Zeit hat, mit seinen Kumpels zu spielen, entstand die Idee für das GameBook, quasi eine „Console-to-go“. So kann er wenigstens unterwegs auf Geschäftsreisen im Zug oder im Hotel seiner Leidenschaft nachgehen.

Link zum Crowdfunding

Quelle: CaseGaming

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