Ist Unified Communications das neue Herzstück der Business-Kommunikation?

IT und TK wachsen zusammen. Auf einer Plattform vereint, löst Unified Communications die Komplexität auf, die zuvor durch viele einzelne Technologien entstanden ist. Dabei handelt es sich bei Unified Communications, kurz UC, nicht um eine komplett neue, eigenständige Technologie, sondern vielmehr um die Bündelung und das Zusammenspiel von unterschiedlichen, bereits bestehenden Kommunikationstechnologien und -medien. Dazu zählen etwa die klassische Telefonie, Instant Messaging, E-Mail, Video-Telefonie oder Sprachkonferenzen. Unified Communications – das neue Herzstück der Business-Kommunikation?

Unsere Arbeitswelt wird in Zukunft noch mobiler. Das bestätigt eine Studie des Cloud-Telekommunikationsanbieters BroadSoft, die 129 weltweit tätige Service-Provider und Branchenführer befragte. Demnach glauben 42 Prozent der Teilnehmer, dass mehr als die Hälfte der Geschäftsinteraktionen in allen Unternehmensgrößen bis 2020 über mobile Geräte abgewickelt werden. Unified Communications bietet für diese Erwartungen die besten Voraussetzungen. So umfasst die Technologie vier Kernfunktionalitäten, die die gesamte interne sowie externe Kommunikation von Unternehmen effizienter gestalten: Medienintegration, Präsenzfunktion, Kontextintegration und Kooperationsfunktionen.

Medienintegration: viele Anwendungen, ein Client
Auf einer gemeinsamen Oberfläche vereint Unified Communications Medien wie Audio, Video und Text, unterschiedliche Geräte wie Smartphones, Laptops oder Tablets sowie Client-basierte Funktionen wie Instant Messaging. Die Steuerung erfolgt einheitlich durch den UC-Client, der zentralen Anwen-dung, die sämtliche Funktionen und Medien bündelt.

Durch diese Integration können Unternehmen gleich mehrfach Kosten einsparen. Mit dem Wegfall vieler unterschiedlicher Dienste und Systeme entstehen kaum noch neue Anschaffungs- oder War-tungskosten, auch der Administrationsaufwand reduziert sich. Video-Konferenzen oder interaktives Screen-Sharing machen kostenintensive Dienstreisen zu Partnern, Kunden oder anderen Niederlassun-gen nahezu überflüssig.

Präsenzfunktion: Anwesend oder beschäftigt?
Die Präsenzfunktion ist besonders hilfreich, wenn nicht alle Mitarbeiter sehen können, ob ein Kollege oder eine Kollegin anwesend oder beschäftigt, im Gespräch oder momentan nur mobil erreichbar ist. So fördert die Funktion den Austausch und die Zusammenarbeit vor allem in geografisch verteilten Teams. Aber auch von unterwegs können Mitarbeiter jederzeit flexibel auf Anfragen reagieren. In Zeiten, in denen Kunden schnelle Reaktionen erwarten und der Austausch mit externen Partnern immer enger wird, ist das ein wichtiger Aspekt.

Den Status vergibt das System automatisch, zum Beispiel bei Inaktivität. Alternativ wählt ihn der User manuell aus. Er ist dann für alle ersichtlich. Das beschleunigt Kommunikationsprozesse und gestaltet letztlich auch die gesamten Geschäftsprozesse um ein vielfaches effizienter. Die Präsenzfunktion er-leichtert die Wahl des jeweils am besten passendsten Kommunikationsweges und gewährleistet – wenn gewünscht – eine ständige Erreichbarkeit.

Kontextintegration: UC-Client mit Drittanwendungen verknüpfen
Die Kontextintegration ermöglicht es, andere Anwendungen um UC-Funktionen zu erweitern und diese so miteinander zu verknüpfen. Beispielsweise das CRM-System des Unternehmens. Mitarbeiter kön-nen durch die Integration in einem Kundengespräch schnell und direkt den passenden Kundendatensatz aufrufen und einsehen. Gesprächsrelevante Informationen, Tickets oder der letzte Kommunikationsverlauf sind dann ohne einen weiteren Klick nutzbar.

Kooperationsfunktionen: Bessere Kooperation dank Interaktion
Durch die Integration sogenannter Unified-Collaboration-Funktionen in den UC-Client entstehen auch neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit – unter den Mitarbeitern, mit Kunden oder Geschäftspart-nern. Zu diesen Funktionen zählen unter anderem Telefonkonferenzen, Multi-Party-Video-Konferenzen oder Bildschirmübertragungen. Deren Vereinheitlichung erleichtert die Interaktion und Zusammenarbeit von Teams jeglicher Art.

Für wen eignet sich Unified Communications?

Im Prinzip kann jedes Unternehmen von Unified Communications profitieren. Besonders jedoch eignet sich eine UC-Lösung für Unternehmen bei denen Kundenkommunikation eine große Rolle spielt, die über Filialen und Niederlassungen an unterschiedlichen Standorten verfügen oder für deren Arbeit eine ausgeprägte aber nicht ortsgebundene Teamarbeit einen wichtigen Erfolgsfaktor darstellen. Die Unternehmensgröße spielt dabei keine Rolle.

Mehr Effizienz in Kommunikations- und Geschäftsprozessen
Einzige Voraussetzung für Unified Communications ist ein leistungsstarker Internetanschluss. Ein Telefonanschluss wird nicht mehr benötigt. Da aktuell im Zuge der All-IP Umstellung der Telekom alle ISDN-Anschlüsse sukzessive auf IP umgestellt werden ist jetzt der richtige Zeitpunkt sich nach einer passenden Voice over IP (VoIP)- fähigen Telefonie-Lösung umzuschauen. Die Umstellung der Telekom soll bis 2018 abgeschlossen sein – andere Anbieter wollen bis spätestens 2022 nachziehen. Wer von den Vorteilen von UC profitieren will, sollte daher seine Infrastruktur auf VoIP-Readyness testen und gegebenenfalls darauf ausrichten. Dann wird die Migration hin zu All-IP und Unified Com-munications ein leichtes.

Über diese Umstellung kann es Unternehmen gelingen, wichtige Informationen schneller abzurufen, zu bewerten und an Entscheidungsträger weiterzuleiten. Sie haben die Möglichkeit, ihrer Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Das macht Unified Communications zum neuen Herzstück der Business-Kommunikation.

Franziska Huschka

Franziska Huschka ist Leiterin Marketing bei Placetel/BroadSoft Germany. Sie startete ihre berufliche Karriere bei Placetel, als dieses noch als Startup agierte. Mit der Übernahme durch BroadSoft übernahm sie die Leitung Marketing für Placetel sowie die Vermarktung von Unified Communications. Weitere Informationen finden Sie https://www.placetel.de/

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