Fünf Sieger beim Eurobike Start-Up Award

Große Bühne für Jungunternehmen in der Bikebranche – Erstmals eigene Jury und Pitches vor Publikum

Start-Ups sorgen für frischen Wind in der Fahrradbranche. Deshalb hat der Eurobike Award bereits letztes Jahr eine eigene Kategorie für Start-Ups eingeführt. In diesem Jahr wurde den Jungunternehmen mit ihren innovativen Produkten im Rahmen der Eurobike vom 8. – 10. Juli 2018 eine noch größere Bühne geboten. Erstmals widmete sich eine eigens zusammengestellte Jury ausschließlich den Start-Ups. Die 20 Finalisten bekamen am Vortag der Messe auch die Gelegenheit, sich in Pitches einem breiten Publikum zu präsentieren. So freuten sich fünf Newcomer über einen Jury-Preis, während ein zusätzlicher Start-Up als Publikumsfavorit hervorging.

74 Jungunternehmen bewarben sich mit ihren Produktideen für den Eurobike Start-Up Award. Allein diese hohe Zahl zeigt, wieviel Dynamik und Innovationskraft in der Fahrradbranche steckt. In einem Vorentscheid wurden aus diesen Bewerbern die aus Sicht der Jury 20 vielversprechendsten Innovationen ausgewählt. Sie wurden heute von den Start-Up Unternehmen im Foyer Ost der Messe Friedrichshafen den interessierten Zuschauern in jeweils dreiminütigen Pitches präsentiert. Die von zwei Fachvorträgen eingerahmte Veranstaltung war nicht nur für Fachbesucher, sondern auch für das breite Publikum offen. In einer Abstimmung wurde schließlich der Publikumspreis der Eurobike Start-Up Awards ermittelt. Gleichzeitig kürte die Fachjury ihre Favoriten.

„Es war eine sehr gute Entscheidung, den Start-Ups ein eigenes Forum im Rahmen der Eurobike zu geben“, sagt Dirk Heidrich, Projektleiter Eurobike bei der Messe Friedrichshafen. „Für die Besucher der Pitches ist es faszinierend zu sehen, welch große Bandbreite an Innovationen und Ideen junge Unternehmen aus der Fahrradbranche hervorbringen.“

In der hochkarätig besetzten Jury fanden sich verschiedene Kompetenzen aus der Fahrradbranche und dem Start-Up-Business zusammen. Geleitet wurde das sechsköpfige Gremium von Ulrike Saade, die seit vielen Jahren als Händlerin, Beraterin und Organisatorin von Events in der Fahrradbranche aktiv ist. Auf eine langjährige Erfahrung in der Fahrradbranche blickt auch Jurymitglied Dirk Sandrock zurück. Durch die von ihm mitbegründete Momes GmbH brachte er zudem Insider-Wissen aus einem Jungunternehmen mit ein. Die Beraterin Ursula Kloé steuerte ihre Expertise aus den Bereichen Innovationsentwicklung und User Experience bei, während ihr Jurykollege Egbert Hünewaldt auf die Finanzierung nachhaltiger Unternehmen spezialisiert ist. Burkhard Stork ist als ADFC-Geschäftsführer einer der bekanntesten Vorkämpfer für die Fahrradförderung in Deutschland. Komplettiert wurde die Start-Up-Jury durch den Fahrradsachverständigen Ernst Brust (CEO velotech.de), der seine technischen Kenntnisse mit einbrachte.

Die Jurypreise des Eurobike Start-Up Awards 2018 gehen an:

Muli von muli-cycles

Statement der Eurobike Start-Up Award Jury: „Beim ‚muli‘ stimmt alles. Durch seinen kurzen Radstand, die geringe Breite und den kleinen Rahmen lässt sich das Fahrrad von großen und kleinen Menschen einfach steuern. Besonders beeindruckt hat uns, wie einfach der Kindersitz ein- und ausgebaut und der Transportkorb zusammengefaltet werden kann. Insbesondere für Familien empfehlenswert.“

Split Belt Drive von Veer

Statement der Eurobike Start-Up Award Jury: „Diese Innovation eines offenen Riemens, der auch noch nachrüstbar ist, bringt einen echten Fortschritt, wenn sich die Funktionsweise bewährt. Der Nachteil, dass am Rahmen Veränderungen vorgenommen werden müssen, um den Riemen zu wechseln, ist damit nicht mehr gegeben, während die bekannten Vorteile des Riemenantriebs erhalten bleiben.“

Wink Bar von Velco

Statement der Eurobike Start-Up Award Jury: „Dieses im Lenker integrierte Navigationssystem verfügt über zahlreiche sinnvolle Lösungen. Besonders die einfache Wegführung über Lichtsignale hat uns überzeugt. GPS- und GSM-Verbindung für die dazugehörige App sind bereits im Lenker integriert. Für Navigationssysteme ist das Preis-Leistungs-Verhältnis zudem sehr gut.“

PED von speaRoad

Statement der Eurobike Start-Up Award Jury: „Eine Innovation, die Sichtbarkeit und Sicherheit beim Radfahren erhöht, ohne dass dazu Batterien oder Aufladeprozesse notwendig sind. Ausschlaggebend bei diesem Leuchtpedal war für uns, dass die Energie für das Licht beim Treten erzeugt wird. Besonders für Kinder empfehlenswert.“

Trenux von Trenux Trailers

Statement der Eurobike Start-Up Award Jury: „Beim Trenux zeichnen wir die Idee aus. Das Konzept eines Fahrradanhängers, der zusammengefaltet auf den Gepäckträger passt, finden wir genial. Werden die Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Idee gut gelöst, sehen wir dafür einen großen Markt.“

Der Eurobike Publikums Start-Up Award 2018 geht an:

TriEye von CFongen

Die Idee einer Brille mit integriertem Rückspiegel hat das Publikum am meisten überzeugt. So kann man im Straßenverkehr auch im Blick behalten, was hinter einem geschieht, ohne sich umdrehen zu müssen.
Die Eurobike findet in diesem Jahr vom 8. bis 10. Juli 2018 statt und ist ausschließlich Fachbesuchern und Presse vorbehalten. Weitere Informationen unter: www.eurobike-show.de und www.facebook.com/eurobike.tradeshow.

Biografien der diesjährigen Juroren des Eurobike Start-Up Award:

Ulrike Saade hat sich in ihrer täglichen Arbeit der neuen urbanen Mobilität und einer größeren Rolle des Fahrrads in der Gesellschaft verschrieben. Schon in den 80er Jahren hat sie einen innovativen Fahrradladen gegründet und seitdem eine Vielzahl von Fahrrad-Projekten initiiert. Sie war maßgeblich am Aufbau VSF e.V. beteiligt und gründete das Netzwerk „BikeBrainpool“ als ThinkTank der Fahrradbranche. Ihre Firma Velokonzept organisiert große Fahrrad-Festivals (z.B. die VELOBerlin), Konferenzen (z.B. den EUROBIKE Travel Talk) und fungiert als Partner der Fahrradindustrie, des Handels, der Politik und Verwaltung, Lobbyorganisationen, Tourismus, Messen sowie den Radfahrenden. Ulrike Saade ist Mitglied im Beirat der „Fahrradakademie“ des Bundesverkehrsministeriums und des „FahrRat“ von Berlin und ist zudem gelernte Zweiradmechanikerin.

Ursula Kloé ist Beraterin mit Expertise für die Schnittstelle Mensch-Technik und die damit verbundenen Interaktionsprozesse und hat mehr als 25 Jahre Erfahrung mit Zielgruppen, Kunden-Segmentierungen, Lifestyle-Typologien und Trends. Mit JU-KNOW begleitet sie Innovationsentwicklungen mit dem Ziel, die beste Lösung für Nutzer zu erarbeiten, die zudem optimal zu den Unternehmenszielen passt. Ihre Leidenschaft für Mobilitätsthemen bringt sie bei New Mobility Experts in ein interdisziplinäres Team ein, das mit einem ganzheitlichen Ansatz und Fokus auf User Experience (UX) neue Ideen zu Fahrzeug-Konzepten, Antriebstechnologien oder Services zum Erfolg führt. Darüber hinaus ist Ursula Kloé Lehrbeauftragte an der SRH Hochschule Heidelberg.

Ernst Brust: Nach vielen Berufsjahren bei der FAG und als technischer Leiter eines Fahrradherstellers in Schweinfurt gründete er im Jahre 1991 die Firma velotech.de – Dienstleistungszentrum für Produktsicherheit, Entwicklung und Anwendung neuester Testmethoden für die sicherheitstechnische Überprüfung muskelgetriebener Geräte. Seit 1992 ist er öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Fahrradschäden und -bewertungen, derzeit zudem der Einzige für Elektrofahrräder.

Egbert Hünewaldt leitet das Beratungsunternehmen Green Business Development in Berlin, welches er 2004 gegründet hat. Er hat sich darauf spezialisiert, Projekte an der Schnittstelle zwischen digitaler und grüner Wirtschaft zu konzipieren und Markteintrittsstrategien für ausländische Unternehmen zu entwickeln und umzusetzen. Egbert hat nicht nur Erfahrungen in der Finanzierung nachhaltiger Unternehmen gesammelt, sondern verfügt auch über ein exzellentes Netzwerk in der Green Economy, insbesondere im Bereich der neuen Mobilität und nachhaltigen Finanzwirtschaft sowie in der Start-up-Industrie. Egbert war Mitbegründer und Business Angel des Mitfahr-Start-Ups City-Pendler. Egberts Start-up-Initiative wurde vom Deutschen Rat für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Egbert studierte Medien und Kommunikation an der LMU München sowie International Journalism am Institut Francais de Presse (IFP) an der Universität Paris II. Egbert hat am ESSEC & MANNHEIM Executive MBA Programm teilgenommen. Während seiner Zeit als Geschäftsführer von Deutschlands renommiertestem Öko-Watchdog-Magazin Öko-Test entwickelte sich Egbert zu einem Enthusiasten für organischen Lifestyle und nachhaltiges Wirtschaften.

Dirk Sandrock ist der Mitbegründer und Direktor der MOMES Ltd. Hkg und hat über 25 Jahre Erfahrung als Marketing- und Produktmanager von Bekleidung über Hardware bis hin zu Software Lösungen für die Bereiche Sport, Fahrrad und Motorrad in Asien, Europa und Nordamerika. Er war und ist ein wettkampforientierter Biker & Triathlet und war dort auch als Trainer aktiv. Als Mitgründer der MOMES GmbH Deutschland ist er verantwortlich für das Produktmanagement im Bereich Synchronisierung tragbarer Mikroelektronik in der wachsenden digitalen Welt. Neben etlichen Patenten liegt der Fokus nun auf der Einführung der augmented reallity für Biker.

Burkhard Stork ist Bundesgeschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs e. V. (ADFC). Der Verband ist mit mehr als 165.000 Mitgliedern die größte Interessensvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC für die Förderung des Fahrrads im Alltags- und Wirtschaftsverkehr sowie im Fahrradtourismus. Burkhard Stork hat sich neben seiner politischen Arbeit einen Namen als Redner zum Thema urbanes Radfahren gemacht und tritt auf nationalen und internationalen Kongressen auf. Er ist katholischer Theologe und hat zuvor u.a. die Geschäftsstelle einer wichtigen deutschen Patientenvereinigung geleitet.

Weitere Informationen finden Sie hier

Bild:EUROBIKE 2018 Foyer Ost: Gewinner des Start-Up-Awards

Quelle Bild und Text: Messe Friedrichshafen GmbH

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