Fünf deutsche Startups noch im Rennen um internationalen Nachhaltigkeitspreis

Die Postcode Lotteries Green Challenge ist ein weltweiter Nachhaltigkeitswettbewerb, der seit 13 Jahren stattfindet und „grünen Gründern“ die passende Finanzspritze für ihre innovativen Entwicklungen zukommen lässt. Der Wettbewerb steht unter dem Zeichen des voranschreitenden Klimawandels, dem die Startups mit innovativen Ideen entgegentreten. Kürzlich wurde die Top 25 für dieses Jahr bekanntgegeben. Fünf deutsche Startups sind noch im Rennen um den Titel und 500.000 Euro. 

Internationaler Nachhaltigkeitspreis als Zeichen gegen den Klimawandel 

Auch die diesjährige Postcode Lotteries Green Challenge ist mit 500.000 Euro für den Sieger dotiert und der könnte aus Deutschland kommen. Bildquelle: Postcode Lotteries Green Challenge 

Der Klimawandel ist mittlerweile in vielen Bereichen des Alltags gegenwärtig – zu heiße und trockene Sommer und zu milde Winter sind dabei nur ein Beispiel von vielen. Grund genug, „grüne Startups“ zu fördern, die aktiv etwas gegen diese bedenklichen Veränderungen tun. 

Genau das macht die Postcode Lotteries Green Challenge, die einmal im Jahr im Rahmen ihres weltweiten Nachhaltigkeitswettbewerbes den Gewinner mit 500.000 Euro, den zweiten Platz mit 200.000 Euro und die übrigen drei Unternehmen mit 100.000 Euro Preisgeld belohnt.

Der Andrang für die Challenge war in diesem Jahr besonders groß: 

  • Es gab 1167 Einreichungen aus aller Welt
  • Aus Deutschland bewarben sich 157 Startups für den Wettbewerb 

Sowohl die internationale, als auch die deutschlandweit genannte Zahl stellen einen neuen Rekord dar und verdeutlichen, dass junge Unternehmen inzwischen vielfach den Schutz des Klimas im Auge haben.

Der Verlauf der Challenge spitzt sich langsam zu – erst kürzlich wurde die Top 25 bekanntgegeben. Über die nächsten Wochen prüft ein Komitee die aktuellen Top-Kandidaten, und trifft eine Auswahl. In der ersten Septemberwoche gibt es die Entscheidung über die fünf Finalisten. Beim Finale am 3. Oktober entscheidet sich dann endgültig, wer in Amsterdam den besten Pitch abliefert und die Finanzspritze über 500.000 Euro mit nach Hause nimmt. 

Diese fünf deutschen Startups sind noch im Rennen um den Titel 

Nicht schlecht stehen die Chancen, dass am Ende ein Startup aus Deutschland den hoch dotierten Preis gewinnen könnte. Denn unter den 25 Nominierten, die unter anderem aus Israel, Norwegen und Schweden kommen, befinden sich auch fünf deutsche Unternehmen: 

  1. ECOFARIO
  2. nuventura 
  3. ONO 
  4. SeedForward 
  5. SIRPLUS 

Das Startup ECOFARIO widmet sich dem problematischen Mikroplastik, das zuletzt immer wieder in den Medien thematisiert wurde und entwickelt dafür ein neues Filtrationsverfahren. 

Nuventura kreiert ein neuartiges Energienetz, das effizienter und sicherer als bestehende Netze arbeitet und dabei auf das stärkste aller Treibhausgase, das SF6, verzichtet. 

ONO wendet sich an Paket- und Zustelldienste und zwar mit seinem auf ökologischen Betrieb fokussierten PAT, dem „Pedal Assisted Transporter“.

SeedForward entwickelt zu schädlichen Pflanzenschutz- und Düngemitteln eine biologische Alternative und SIRPLUS sagt Lebensmittelverschwendung über einen Wiederverkauf im Netz und in Supermärkten den Kampf an.

Nachhaltigkeit ist für deutsche Unternehmen ein wichtiges Thema 

Raphael Fellmer, Mitbegründer von „SIRPLUS“, ist mit seinem Unternehmen noch im Rennen um den Gewinn der Green Challenge. Bildquelle: SIRPLUS

Drei der fünf Startups, die noch Chancen auf den Titel haben, kommen übrigens aus Berlin – SIRPLUS, ONO und nuventura. Im Finale am 3. Oktober würde Mitgründer Raphael Fellmer SIRPLUS im Wettbewerb vertreten. Er sieht für sein grünes Unternehmen vor allem auch eine Verpflichtung zur Aufklärung und stellt sich, seinem Team und der Gesellschaft dabei folgende Fragen: 

  • Wie kann Lebensmittelverschwendung vermieden werden? 
  • Wie kann Überproduktion verhindert werden? 
  • Wie können CO2-Emissionen auf ein Minimum reduziert werden? 

Ähnlich vielschichtig sehen auch die Ansätze von ONO und nuventura aus. ONO, von dem Veronica Louis in Amsterdam mit dabei wäre, richtet seine „Pedal Assisted Transporters“ an den Bedürfnissen moderner Städte aus. 

Für Nuventura würde im Wettbewerbsfinale Mitgründer Fabian Lemke pitchen. Die Technologie des Startups ist potenziell dazu in der Lage, jährlich so viel Treibhausgasemissionen einzusparen wie 100 Millionen Autos produzieren. 

Quelle Bettertrust

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