Samstag, November 27, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

froach deine tägliche Pause im Arbeitsalltag, die dein Wohlbefinden nachhaltig fördert

Stellen Sie sich und das Startup froach doch kurz unseren Lesern vor!

Froach ist eine in Berlin gegründete e-Health-Lösung und richtet sich unter anderem an Unternehmen, die das Angebot als smarten Baustein in ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) integrieren möchten.  Viele Arbeitnehmende verbringen den Großteil ihres Tages im Sitzen. Und dabei geht es oft stressig zu. Was zu kurz kommt, sind ausreichend Pausen, um sich zu bewegen oder zu entspannen. Und genau da setzt froach an. Froach ist die bewusste Pause im Arbeitsalltag, die das Wohlbefinden nachhaltig fördert. Dafür bieten wir „Minipausen” an – geführte Kurzvideos von ca. zwei Minuten. In diesen Videos begleitet ein Frosch als Coach – also froach – die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch verschiedene Bewegungs- oder Entspannungsübungen. So möchten wir das Wohlbefinden und die Gesundheit in Unternehmen dauerhaft verbessern.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Genau genommen ist froach zunächst als eine Art Ableger der Firma relax-Gesundheitsmanagement entstanden. Zu unserem Kern-Gründungsteam gehören der Diplom-Psychologe und Physiotherapeut Thomas Reformat und Diplom-Sportwissenschaftler Gunnar Reinhardt. Die beiden gründeten im Jahr 2001 relax. Ihre ersten Berufserfahrungen sammelten beide im klinischen und rehabilitativen Bereich. Dabei wurde ihnen schnell klar, dass viele mentale und körperliche Krankheiten im Berufsleben entstehen. Sie hatten die Idee, mit zielgruppenspezifischen, präventiven Maßnahmen Institutionen und Unternehmen im strategischen BGM zu beraten und praxisnahe Gesundheitsinterventionen zu konzipieren und durchzuführen. Schnell wurden die ersten Krankenkassen auf sie aufmerksam, und so entwickelte sich nach und nach ihr Firmennetzwerk. 

Mit relax führten die beiden Workshops und Schulungen zum Thema Erholung in Unternehmen durch. Allerdings fragten sie sich immer öfter, ob die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohl auch nach Beendigung des Workshops noch an ihre Pausen denken würden. Und kamen so auf eine weitere  Idee – die einer digitalen Lösung, in der „froach” als animierte Tierfigur Anregungen zur Pause gibt. Dieses Konzept wurde so gut angenommen, dass sie 2011 zusammen mit dem IT-Spezialisten Till Schrader die Froach Media GmbH gründeten. 

Bei all ihren Konzepten und Angeboten stand stets ein Gedanke im Vordergrund: Nur wenn es Spaß macht, sinnhaft und wirksam ist, können sich neue gesundheitsförderliche Verhaltensweisen automatisieren und im Alltag bewähren.

Welche Vision steckt hinter froach?

Froach möchte Menschen glücklicher und gesünder machen. Wir wissen, dass es im stressigen Arbeitsalltag manchmal schwierig ist, für die nötigen Pausen zu sorgen. Genau dabei möchten wir Angestellte und Unternehmen unterstützen. Denn wer arbeitet, braucht auch Erholung. Und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich wohlfühlen, machen ein starkes und erfolgreiches Unternehmen aus.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung, vor der wir bei unserer Gründung standen, war, dass die Digitalisierung und auch das BGM in vielen Firmen noch in den Kinderschuhen steckten. In unserer Anfangszeit war die Bekanntheit von e-Health-Lösungen kaum vorhanden. Aber unser Gründerteam hat immer an den Erfolg von froach geglaubt und froach so als einen der Pioniere im e-Health-Segment im betrieblichen Kontext etabliert. Wir sind langsam und organisch gewachsen. Froach ist privat finanziert und generiert stetig wachsende Umsätze. 

Wer ist die Zielgruppe von froach?

Froach unterstützt vornehmlich Menschen, die den ganzen Tag sitzend im Büro am Computer verbringen oder Schwierigkeiten haben, mehr Aktivität in ihren Alltag zu integrieren. Denn eins haben wir alle gemeinsam: Wenn wir den ganzen Tag im Sitzen verbringen, brauchen wir zwischendurch kleine bewegte Auszeiten – egal, ob jung oder alt. Unser Ziel ist es zu vermitteln, dass Bewegung Spaß macht. Daher beruht unser Angebot nicht auf Druck oder dem Zwang, etwas zu erreichen. Wir möchten zeigen, dass sich der Alltag mit kleinen Bewegungseinheiten und Pausen einfach besser anfühlt.

Wie funktioniert froach? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Minipausen von froach lassen sich jederzeit und von überall aus starten. Alles, was es braucht, ist ein digitales Endgerät und eine Internetverbindung. Froach ist keine App, sondern ein Software-as-a-Service-Angebot. 

Es gibt keine vorgeschriebenen Zeiten für die Minipausen und kein festes Programm. Jede und jeder kann sich diejenigen Übungen aussuchen, die zur Tagesform passen und gerade guttun. Vorkenntnisse, spezielle Kleidung oder Hilfsmittel sind nicht nötig. Die Übungen wurden bewusst so konzipiert, dass sie in ihrer Intensität und Ausprägung leicht an die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse angepasst werden können. Somit kann jeder froachen – egal, in welchem Alter, Fitnesszustand und auch mit körperlichen Einschränkungen.

Was uns stark von anderen Anbietern unterscheidet, ist unser Coach: froach. Wir haben uns für die animierte Froschfigur entschieden, da froach kein Fitness-Angebot sein möchte. Wir möchten Menschen nicht zu körperlicher Höchstleistung bringen, sondern gesunde Bewegung in den Alltag integrieren. Daher zeigen wir in unseren Minipausen keine realen, durchtrainierten Menschen, mit denen sich unsere Mitglieder vergleichen.

Wir wollen außerdem Unternehmen im Rahmen ihres Betrieblichen Gesundheitsmanagements beim sogenannten Nudging unterstützen. Nudging ist das sanfte Anstupsen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erfordert verschiedene Aktivierungsansätze. Aktuell arbeiten wir zusätzlich zu unserer digitalen Anwendung etwa an unserem EduHub mit aktivierenden Videoclips und informierenden EduPapers. Daneben launchen wir auch einen Onlineshop mit verschiedenen froach-Artikeln. 

Mit froach verfolgen wir einen methodisch-integrativen Ansatz, sind damit einzigartig und unterscheiden uns deutlich von Wettbewerbern. Froach ist der unterstützende Gesundheitsprozess für bewusste Pausen im Arbeitskontext. Unsere Minipausen sollen Spaß machen. Damit helfen wir Organisationen und Unternehmen, sich noch besser um ihre Mitarbeitenden zu kümmern.

froach, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Uns ist es wichtig, auch gesamtgesellschaftlich Veränderungen anzustoßen. Unser Ziel ist es, die Erholungsfähigkeit im Arbeitskontext voranzutreiben. Daran arbeiten wir zusammen mit unseren Partnern. Als nächstes steht die Skalierung und Internationalisierung von froach auf der Agenda, um noch mehr Menschen weltweit zu erreichen. Ob am Arbeitsplatz, im Homeoffice oder unterwegs: Jeder Mensch verdient es, eine Pause einzulegen und sich um die eigene Gesundheit zu kümmern. Wir wollen alle Menschen dabei begleiten.

Aus diesem Grund möchten wir auch unsere zielgruppenspezifischen Angebote weiter ausbauen und Universitäten sowie pflegebedürftige Menschen damit erreichen. Mit „froach macht Schule” unterstützen wir bereits Kinder und Lehrkräfte mit unseren Minipausen speziell fürs Klassenzimmer.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Glaube an dich und folge deiner Intuition. Es ist jeden Tag aufs Neue wichtig, dass du auf deine eigenen Fähigkeiten vertraust und dir selbst gut zuredest. Und dass du erkennst, für welche Werte du und dein Unternehmen stehen sollen. 

Sei offen für Expertenmeinungen und Weiterentwicklung, aber bleibe kritisch: Gerade in der Anfangsphase braucht es manchmal Unterstützung von Expertinnen und Experten, die weiterhelfen. Man sollte allerdings immer hinterfragen, ob deren Rat das Unternehmen entsprechend der eigenen Vision weiterbringt. 

Sieh immer das Big Picture und schau, wo deine Entscheidungen dein Unternehmen hinführen. Im stressigen Gründeralltag kann man sich manchmal in Details verlieren. Nimm dir immer wieder bewusst Momente, um dich auf das große Ganze zu fokussieren. So bleibst du motiviert und verlierst dein Ziel nicht aus den Augen.

Wir bedanken uns bei Agnieszka Sarnecka für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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