Offen über die Idee sprechen

friedhofsglück: Plattform für die Buchung und Verwaltung von Grabpflege Dienstleistungen

Stellen Sie sich und das Startup friedhofsglück doch kurz unseren Lesern vor!
friedhofsglück ist eine Plattform für die Buchung und Verwaltung von Grabpflege-Dienstleistungen im Internet. Das Team besteht aus meinen zwei Brüdern und mir. Andreas ist für die technische Seite von friedhofsglück verantwortlich, also für IT und Webdevelopment. Johannes ist zuständig für die Bereiche Finanzen und Controlling. Ich übernehme im Unternehmen die Geschäftsführung und verantworte die Bereiche Marketing und Vertrieb.

Wie ist die Idee zu friedhofsglück entstanden?
Die Idee ist aus eigener Betroffenheit entstanden, durch den Tod unseres Großvaters. Da wir alle weit weg von unserer Heimatstadt wohnen, war für uns sofort klar, dass wir uns nicht selbst um die Pflege seines Grabes kümmern können. Wir recherchierten, wie man am besten einen Friedhofsgärtner beauftragt und stellten fest, dass man Grabpflege und ähnliche Dienstleistungen bis dato noch gar nicht online buchen kann. Doch genau das hätten wir uns gewünscht – einen Service, den man aus den eigenen vier Wänden buchen und verwalten kann und der einem auch über große Distanzen zeigt, wie das Grab gerade aussieht. Dies gehen wir jetzt mit friedhofsglück an.

Welche Vision steckt hinter friedhofsglück?
Durch die Digitalisierung dieser handwerklich geprägten Branche möchten wir einen Mehrwert für alle Beteiligten schaffen. friedhofsglück steht für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Kompetenz. Wir möchten, dass in Zukunft alle den Namen friedhofsglück mit schönen, blumigen Gräbern verbinden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind wir komplett eigenfinanziert. Eine große Herausforderung war und ist der richtige Umgang mit diesem schwierigen Thema. Tod und Trauer werden in der Öffentlichkeit nicht gerne angesprochen. Trotzdem ist es eine sehr wichtige Thematik, mit der sich leider jeder früher oder später auseinandersetzen muss. Wir wollen die Angehörigen in ihrer schwierigen Zeit unterstützen und ihnen eine Sorge abnehmen.

Wer ist die Zielgruppe von friedhofsglück?
friedhofsglück richtet sich an alle, die sich nicht selbst um die Grabpflege ihrer verstorbenen Mitmenschen kümmern können. Dabei richtet sich friedhofsglück aber nicht nur an Familienmitglieder. Insbesondere im Bereich der Floristik haben auch Freunde und Bekannte die Möglichkeit, Aufmerksamkeiten in Form von Blumen und Gestecken auf die entsprechenden Gräber stellen zu lassen.

Wie funktioniert friedhofsglück?
Auf unserer Plattform bringen wir Angehörige von Verstorbenen mit professionellen Friedhofsgärtnern zusammen. Unter friedhofsglück.de können Angehörige genau die Leistungen auswählen, die sie sich für das Grab ihrer Verstorbenen wünschen. Das Angebot reicht von der klassischen Grabpflege über Blumen und Gestecke für besondere Anlässe bis zum Gieß-Service für die Sommermonate. Diese Wünsche werden automatisch an die entsprechende Friedhofsgärtnerei weitergeleitet.

Welche Vorteile bietet friedhofsglück? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Wir kümmern uns um die Suche, die Abwicklung und die Kommunikation mit der Gärtnerei und können den Angehörigen so viel Arbeit abnehmen. Zusätzlich lassen wir den Angehörigen nach dem Arbeitseinsatz des Gärtners ein Foto des Grabes zukommen. So wissen sie das Grab in guten Händen und können auch über große Entfernungen beurteilen, ob die geleistete Arbeit des Gärtners auch den eigenen Erwartungen entspricht.

friedhofsglück, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung wird es in fünf Jahren ganz normal sein, Grabpflege und ähnliche Dienstleistungen mit dem Smartphone zu buchen und zu verwalten. Bis dahin möchten wir unsere Marke etabliert haben und als Synonym für alle Leistungen rund ums Thema Grab stehen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Offen über die Idee sprechen: Wir haben immer wieder festgestellt, wie hilfreich es ist, über die eigene Idee zu sprechen. Man bekommt sehr viel Input und Unterstützung von Außenstehenden.

2. Team: Das Team ist von besonderer Bedeutung. In einem Startup muss man sich blind aufeinander verlassen können. Deshalb muss es untereinander einfach stimmen.

3. Durchhaltevermögen: In einem Startup geht es auf und ab. Es gibt ständig neue Probleme, die gelöst werden müssen. Ein gesundes Durchhaltevermögen ist somit Grundvoraussetzung.

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Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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