Smartphone-Gitarrelehrer Fretello holt 300.000 Euro bei 2 Minuten, 2 Millionen

Linzer Startup kombiniert fundierten Musikunterricht und Technologie in einer App, die Menschen das Gitarrespielen beibringt

Die Gitarrenlern-App Fretello holt sich 300.000 Euro Investment in der Startup-Show „2 Minuten, 2 Millionen“. Das Konzept, fundierten Musikunterricht mit zukunftsweisender Technologie zu verbinden und damit Menschen schnell und einfach mit dem Smartphone Gitarrespielen beizbringen, überzeugte Michael Altricher. Er investiert, unterstützt vom Business Angel Netzwerk startup300, in das Linzer Gründerteam rund um Florian Lettner und Wolfgang Damm. Fretello wurde bisher auf Google Play und im Apple App Store von über 100.000 Gitarristen heruntergeladen.

Das Smartphone als Gitarrelehrer

Was im ersten Moment etwas abstrakt klingt, ist in der Realität ganz einfach: „Ein Musikinstrument zu erlernen ist keine Frage von Talent. Vielmehr geht es darum, mithilfe von richtigem Feedback und einer fundierten Trainingsmethode, Bewegungsabläufe zu automatisieren“, erklärt Florian Lettner. Muskelgedächtnistraining – auf dieses Konzept setzt Fretello. Mit individuell auf den Schüler zugeschnittenen Trainingsplänen lernen die Musiker das Gitarrespielen – schneller, einfacher und flexibler als jede „klassische“ Lernmethode.

Feinmotoriktraining statt „Malen nach Zahlen“

Fretello baut auf aktuellen Erkenntnissen der Gehirnfoschung auf. Das menschliche Gehirn ist extrem gut darin, wiederkehrende Muster zu erkennen. Und egal ob Beethoven oder Metallica, auch Musik baut auf wiederkehrenden Mustern auf. Diese trainiert der Musiker mit Fretello in 20-minütigen Lektionen, mindestens drei Mal pro Woche. „Sobald sich Musiker bewusst sind, dass jeder Song aus denselben Bausteinen besteht, müssen sie sich beim Erlernen von Songs nicht mehr von Note zu Note hanteln“, so Lettner. Wichtig seien dabei Abwechselung und spielerische Elemente, damit das Lernen nicht langweilig wird – zwei Voraussetzungen, die in einer App perfekt umgesetzt werden können.

Artificial Intelligence: Die App lernt und gibt Feedback

Die App, die derzeit in deutscher, englischer, französischer und japanischer Sprache auf dem Markt ist, kann aber noch mehr als individuelle Trainingspläne zu erstellen. Fretello hört dem Nutzer zu und gibt Feedback. Dabei geht es aber um mehr, als den Musiker nur auf jeden falsch gespielten Ton hinzuweisen. „Mit unserer Technologie kann Fretello Rückschlüsse auf Fehlerquellen ziehen und so Anpassungen am Trainingsplan vornehmen“, so Mitgründer Wolfgang Damm.

Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Berechnung des optimalen Übungstempos, die die App über das Mikrofon des Smartphones vollautomatisch durchführt. Um die Artificial Intelligence in Fretello zu implementieren, arbeitet Fretello mit führenden AI-Experten an der TU Wien zusammen.

Fundierter Musikunterricht mit Fretello

Neben dem Melodietraining und freien Improvisieren hat sich das Gründerteam ein viel größeres Ziel gesetzt: “Mit Fretello möchten wir jedem Menschen weltweit die Möglichkeit geben, ein Musikinstrument zu meistern”. In Kürze können Musiker deshalb mit Fretello ihre Lieblingssongs lernen, Rhythmus- und Akkordtraining inklusive.

Bildquelle/ Fotograf Gerry Frank

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Pocket Lifestyle IT-Solutions GmbH

redaktion

Startups sind mit ihrer Innovationskraft und Kreativität der Motor der globalen Wirtschaft und der gesellschaftlichen Entwicklung. Wir bieten akribisch recherchierte Informationen über Gründer und Startups. Neben Porträts junger Unternehmer und erfolgreicher Startups und deren Erfahrungen liegt der Fokus auf KnowHow von A bis Z sowohl für Gründer und Startups als auch für Investoren, Ideengeber und Interessierte. Wir begleiten, Startups von der Gründungsphase bis zum erfolgreichen Exit.

Schreibe einen Kommentar

X