Setzt auf die richtigen Partner und Mitarbeiter

Freiraum: Retail-as-a-Service-Modell ermöglicht Online Marken sich zu präsentieren

Stellen Sie sich und das Startup Freiraum doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, wir sind Emanuel Elverfeldt & Franz de Waal und gemeinsam mit unserem Team sind wir euer Freiraum. Als ein Retail-as-a-Service-Modell ermöglicht Freiraum es, coolen Online-Marken sich in der Wirklichkeit zu präsentieren und aktiviert zu werden. Unseren Kunden*innen schaffen wir u.A. durch eine ständig wechselnde Markenlandschaft und damit verbundenen Events ein unvergessliches Einkaufserlebnis.  

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben beide die erste Phase unseres Berufslebens in größeren Unternehmen verbracht und dort viel Positives mitgenommen. Aus der Tätigkeit haben sich dann natürlich immer wieder Konzept-Ideen ergeben, die teilweise auch vermeidbar naiv und verrückt klangen.  Beide hatten wir aber auch schon immer das Verlangen uns aus bestehenden Gedankenströmen herauszulösen und mit Freiraum haben wir den Schritt dann gewagt, um ein wirklich immer akuter werdendes Problem zu lösen.  

Welche Vision steckt hinter Freiraum?

Wir waren beide vorher in der Immobilienbranche tätig und haben dadurch die kontinuierliche Abwärtsspirale des stationären Einzelhandels hautnah miterleben dürfen bzw. müssen. Immer mehr leerstehende Flächen und langweiliger werdende Shopping Konzepte haben uns herausgefordert diesem negativen Trend ein Ende zu setzen. Die zeitgleich angestiegene Nachfrage diverser Online Marken sich auch Offline präsentieren zu wollen hat uns weiter motiviert. Die Vision für das Vorhaben war dadurch klar für uns: ein System zu schaffen, die brachliegenden Flächen bestmöglich zu nutzen, um Online-Marken – den sog. Digital Native Brands – den Weg in die Wirklichkeit zu vereinfachen und den Kunden*innen ein aufregendes Shoppingerlebnis zu schaffen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Gute Mitarbeiter zu finden und Investoren bei der noch immer überwältigenden Offline nach Online Migration des Einzelhandels davon zu überzeugen, dass Offline eigentlich gar nicht so tot geglaubt sein dürfte. Im ersten Moment würde man meinen, dass wir hier gegen den Trend arbeiten. Im Grundgenommen, ist aber das Gegenteil der Fall: wir transformieren den Offline Kanal in ein flexibles Element einer holistisch angedachten Vermarktungsstrategie – die Zukunft ist Omnikanal.   

Finanziert haben wir uns über einen kleinen Kreis von Investoren sowie unseren Immobilienpartnern. 

Wer ist die Zielgruppe von Freiraum?

Im B2B sind es hauptsächlich Digital Native Brands, allerdings haben wir auch offline präsentere Marken bei uns auf der Plattform, die sich gerne als Teil unserer Brand Community zeigen möchten. 

Im B2C sind es eigentlich alle Menschen die etwas erleben möchten, stöbern möchten und auch neuen Marken, den Marken von Morgen gegenüber aufgeschlossen sind. Unsere Kunden*innen reichen von der Generation Z bis hin zu den Pensionären, eigentlich alle die auf Entdeckungsreise gehen möchten.  

Wie funktioniert Freiraum? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Für Marken ist es kinderleicht. Sie oder wir treten in Kontakt. Anschließend werden sie auf unsere Plattform „ongeboarded“, schicken uns ihre Produkte und wir erledigen den Rest. Also ein Rundum-sorglos-Paket: vom Mobiliar, über das Bezahlungssystem bis hin zum Verkaufspersonal übernehmen wir den gesamten Service. Das Beste daran, die Brand bleibt maximal flexibel und kann durch unser Marktplatz System direkt an den Kunden (sog. Direct-to-Consumer) verkaufen. Das sichert der Brand Marge und hilft beim Markenaufbau. 

Durch unseren Community Ansatz werden die Marken über unsere Plattform sowohl online als auch offline über ständige Events und Aktionen weiter vermarktet. Das führt zu einer hohen Markenverbundenheit und schafft bleibende Kunden.   

Wir sind mit unserem System einzigartig in Deutschland.  

Freiraum, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir setzen derzeit mit unserem ersten Store in Berlin ein skalierbares System auf, dass wir anschließend an weiteren Standorten replizieren werden. Unser Ziel ist es ein Freiraum Netzwerk an Flächen aufzubauen. Langfristig möchten wir Brands maximale Flexibilität auch in Hinsicht auf den Standort ermöglichen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Man brauch nicht immer allzu weit in die Ferne schauen um Probleme und deren Lösungen zu suchen. Häufig sind die Themen viel unmittelbarer im Alltag zu finden.  

Glaubt an eure Vision und haltet lang genug durch sie umzusetzen (aber werdet dabei nicht blind).  

Setzt auf die richtigen Partner und Mitarbeiter.  

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Franz de Waal und Emanuel Elverfeldt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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