Freitag, Oktober 7, 2022

Sich über die Alleinstellungsmerkmale, den Bedarf und die Zielgruppe im Klaren sein

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Die Gründerinnen von freibeik, ein Sattelgelenk fürs Fahrrad sorgt für mehr Flexibilität und erweitert den Sichtradius, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!

Mein Name ist Iris-Sabine Langstädtler, ich bin 58 Jahre alt und komme aus Bremen. Ich bin gelernte Einzelhandelskauffrau im Fachbereich Zweirad und arbeite seit mehr als 37 Jahren in diesem Beruf. Seit 1994 ist mein Mann selbstständig und wir haben ein eigenes Zweirad-Fachgeschäft in Bremen-Sebaldsbrück.

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Die Idee ist an einem ruhigen Oktobersamstag im Jahr 2015 entstanden. Wir räumten die „Sattel-Ecke“ in unserem Fahrrad-Laden auf. Dabei kam die Frage auf, warum der Mensch seit zwei Jahrhunderten Sattel mit immer neuen Füllungen, Polsterungen und Formen erfindet und für viele leider dennoch kein ausreichend komfortables Modell zu finden ist. Wir fragten uns, warum sich Fahrradsattel nie wirklich der Bewegung anpassen und mitbewegen. Da kam mir die Idee, ein Gelenk unter den Sattel zu bauen. Schnell war ein erster Prototyp gebaut und bei der anschließenden Probefahrt ließ sich erahnen, wie bequem das Fahren ist. Schnell merkte ich, wie viele Kund:innen Interesse hatten. Ich nahm mit meinem Prototyp an einem Wettbewerb teil und gewann direkt den ersten Platz. Das war der Startschuss.

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

Unsere Vision ist eine Welt voller Fahrräder mit freibeik-Sattelgelenken und dankbaren glücklichen Menschen, die ihr Fahrrad öfter und mit mehr Spaß nutzen.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Unsere Zielgruppe umfasst alle Radfahrer, die gern durch die bessere Beweglichkeit mehr Übersicht im Straßenverkehr und auch gerne mehr Fahrvergnügen hätten.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?

Wir waren mit freibeik schon so weit gekommen und wurden sogar für den Startup-Award auf der „Eurobike 2020“ nominiert. Doch dann kam Corona und alle Veranstaltungen und Messen wurden abgesagt. Wir mussten also dringend Umdenken – ich war seit der ersten Sendung der VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ eine treue Zuschauerin und dachte mir: „Jetzt oder nie, all in!“

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben alle Infos säuberlich zusammengetragen, Tag und Nacht geübt und hatten von unserer Familie Hilfe bei der Vorbereitung. Carmen und ich haben uns gegenseitig gefilmt und uns damit so gut es ging auf unseren Auftritt vorbereitet, auch wenn die Zeit bis zum Auftritt verflogen ist. Wir wurden vor Ort aber durchgängig begleitet und hatten mehrere sehr nette Ansprechpartner.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Die Zusage war natürlich eine sehr große Freude. Wir wussten, jetzt geht es für uns um alles: 6,5 Jahre Entwicklungszeit und unser investiertes Privatkapital, es war „All In“. Wir wollten so gut vorbereitet sein, wie wir nur konnten.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf freibeik aufmerksam werden?

Super wichtig. Die Menschen sollten erfahren, dass es uns gibt. Und wir haben ein erklärungsbedürftiges Produkt. Das kann man nirgends so gut zeigen, wie in einer Fernsehsendung.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Ich hatte gleich mehrere im Visier, wir brauchten ja Unterstützung in der Fertigung wie auch im Vertrieb. Ich kenne nicht den Hintergrund jedes Investors und inwiefern er oder sie denkt, uns unterstützen zu können. Wir waren da völlig offen.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sehe ich uns als erfolgreiches Unternehmen mit vielen neu entstandenen Arbeitsplätzen. Unsere Vision ist eine Welt voller Fahrräder mit freibeik-Sattelgelenken und dankbaren glücklichen Menschen, die ihr Fahrrad öfter und mit mehr Spaß nutzen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Sich über die Alleinstellungsmerkmale, den Bedarf und die Zielgruppe im Klaren sein und den Markt kennen.

Den Kapitalbedarf abchecken, frühzeitig Investoren begeistern und dabei nicht zu hoch pokern, vor allem weil meistens nicht nur Kapital benötigt wird.

Die Bereitschaft voll einzusteigen und dann nicht aufzugeben. Eine wirklich gute Idee findet ihren Weg.

Bild: Iris-Sabine (r.) und Carmen Langstädtler aus Bremen präsentieren mit „freibeik“ ein Fahrradsattelgelenk, welches eine kontrollierte freie und gefederte Hüftbewegung um alle drei Achsen ermöglicht. Sie erhoffen sich ein Investment von 190.000 Euro für 25,1 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

freibeik ist am 02.Mai 2022 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Iris-Sabine und Carmen Langstädtler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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