Immer inkrementell arbeiten

FreewayCamper Wohnmobile, Camper und Campingplätze buchen

Stellen Sie sich und das Startup FreewayCamper doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Nikolai und Teil des Gründertrios von FreewayCamper. Vor FreewayCamper war ich über 6 Jahre bei FlixBus und habe dort den Operations-Bereich und das Osteuropa-Geschäft aufgebaut. FreewayCamper haben wir Ende letzten Jahres gegründet. Dieses Jahr gehören wir zu den größeren Vermietern im Münchner Raum und bieten unseren Kunden eine direkte Buchungsmöglichkeit von Campern und Wohnmobilen für jeden Bedarf. Unsere Plattform soll die führende im internationalen Campingmarkt werden und jeden Bedarf im Campingbereich bedienen – im ersten Schritt fokussieren wir uns aber auf die Camper- und Wohnmobilvermietung und die direkte Buchungsmöglichkeit von Campingplätzen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

In unserem Campingurlaub letztes Jahr haben wir festgestellt, dass sich im Campingmarkt im Vergleich von vor 10-15 Jahren nicht viel geändert hat – eine Reiseplanung und -buchung am Laptop oder Smartphone ist im Vergleich zu anderen Reiseformen im Campingbereich noch kaum möglich und genau hier haben wir die Chance für unser eigenes Unternehmen gesehen.

Welche Vision steckt hinter FreewayCamper?

Wir möchten die wundervolle Reiseform und die Vielfältigkeit des Campings für alle zugänglich und entdeckbar machen und hierfür die vorhandenen technischen Möglichkeiten nutzen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Finanzierung ist tatsächlich ein Knackpunkt. Der Großteil der Banken finanziert ja keine Startups. Am Ende haben wir dann doch drei Banken gefunden, die bereit waren in eine tiefere Analyse zu gehen und uns im Anschluss ermöglicht haben die Camper zu finanzieren. Für das weitere strategische Wachstum haben wir seit 01.10. unseren ersten Investor an Bord. Die FlixBus-Gründer unterstützen uns über ihre Investmentfirma SEK Ventures beim weiteren Aufbau des Unternehmens.

Wer ist die Zielgruppe von FreewayCamper?

Diese ist tatsächlich sehr breit gemischt – vom Schulabsolventen bis zum Best Ager nutzen sehr viele unterschiedliche Zielgruppen unseren Service. Wir möchten auch ein Produkt bieten, das sowohl Camping-Neulingen als auch den Camping-Spezialisten einen Mehrwert bietet. Jeder, der an Camping denkt, soll künftig auf FreewayCamper fündig werden.

Wie funktioniert FreewayCamper? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

FreewayCamper verfolgt einen integrierten Ansatz – wir möchten das gesamte Campingerlebnis auf unserer Plattform abbilden und es dem Kunden dabei so einfach wie möglich machen, das richtige für seinen individuellen Bedarf zu finden und in wenigen Klicks zu buchen. Aktuell kenne ich eher isolierte Lösungen bzw. ist vieles noch über verschiedenste Informationsquellen verstreut und vielfach noch nicht im digitalen Umfeld auffindbar.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Kurzfristig haben wir uns während des Lockdowns auf den Ansturm danach (sehr erfolgreich) vorbereitet. Nachhaltig wird die aktuelle Situation der ganzen Branche einen zusätzlichen boost geben und der Ansatz von FreewayCamper wird mit Sicherheit noch stärker gefragt sein.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Die Einführung eines Hygienekonzepts an der Übergabestation ist natürlich selbstverständlich. Ansonsten beobachten wir sehr genau, wie sich Reise- und Urlaubsbedarfe verändern und werden uns darauf entsprechend einstellen – aktuell ist aber noch vieles in Bewegung, sodass es noch zu früh ist ein abschließendes Bild abzuleiten.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Flug-, Fern- und Pauschalreisen werden einen anderen Stellenwert haben. Gepaart mit dem immer höheren Umwelt- und Nachhaltigkeitsverständnis sehe ich für den Campingmarkt und FreewayCamper sehr viele neue Chancen.

FreewayCamper, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren wird FreewayCamper global die führende Plattform im Campingbereich sein – da ist der Anspruch ganz klar gesetzt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Sich im Vorhinein sehr klar machen, für wen das Produkt oder der Service einen Mehrwert bringt und auch ein worst-worst case Szenario berechnen, damit man auch für Krisen gewappnet ist – wir haben jetzt ja alle schmerzhaft erfahren, wie schnell das gehen kann.
  • In der Anfangsphase viel Austausch in der Branche tätigen und die verschiedenen Meinungen und Vorgehensweisen verstehen und einordnen. Gleichzeitig im Austausch nicht von Skeptikern oder „alten Hasen“ verunsichern lassen  – ihr werdet sehr oft hören, dass es eure Idee nicht braucht oder dass ihr mit Sicherheit scheitern werden. Geht euren Weg und zeigt allen, dass es auch anders geht!
  • Immer inkrementell arbeiten – setzt euch viele kleine Ziele anstatt ein ganz großes – insbesondere am Anfang wird euch das viel weiter und schneller an euer Endziel bringen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nikolai Voitiouk-Blum für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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