Das Wichtigste ist: Gut zuhören!

freelance pages: Digitaler Marktplatz für Freelancer und Unternehmen

Stellen Sie sich und das Startup freelance pages doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Ulrich Conzelmann und ich bin mit der Conzelmann GmbH seit geraumer Zeit als Managementberater tätig.
Unser Startup hat einen digitalen Marktplatz für Freelancer und Unternehmen entwickelt, der vollständig ohne Vermittler funktioniert – wir vergleichen das immer mit einer Hotelbuchung im Internet statt im Reisebüro.

Wie ist die Idee zu freelance pages entstanden?
Vor der Gründung von freelance pages war ich als Managementberater tätig. Dabei musste ich feststellen, dass die bisherigen Marktmechanismen zur Vermittlung von Freelancern sehr schlecht funktionieren. Aber gerade in Zeiten der Digitalisierung brauchen die Unternehmen dringend externes Know-how. Die Vermittler Provisionen dafür liegen momentan bei 20%.Die Recherche nach geeigneten Profilen dauert oft Wochen und die vorgestellten Profile passen dann aber meist doch nicht. Dann wurde auch noch die Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes angekündigt, die gerade zum 01.04.2017 gerade in Kraft getreten ist.Die darin neu enthaltenen Regelungen führen nun auch noch zu rechtlichen Risiken, wenn man Vermittler einsetzt.Da stand für mich fest: Dieser Vermittlungsmarkt wird so nicht mehr lange Bestand haben – eine Alternative musste her.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung für uns war es, dass wir versuchen einen bestehenden Markt zu ändern. Und das ist sehr schwierig. Aber mit einem guten Team kann man auch solche Herausforderungen bewältigen.

Die zweite Herausforderung, die uns immer noch beschäftigt, ist die Finanzierung. Was das Thema Venture Capitalists angeht haben wir gelernt: Risiken trägt man alleine. Die meisten Geldgeber finden sich erst dann, wenn der Zug rollt. Die Entwicklung unserer Plattform und erste Marketing-Tests haben wir daher bisher mit eigenen Mitteln finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von freelance pages?
Genau genommen haben wir zwei Zielgruppen, die sich auf unserer Plattform treffen: Zum einen die Unternehmen, die Freelancer suchen und zum anderen die Freelancer selbst. Momentan kommen diese aus den Bereichen IT, Unternehmensberatung, Ingenieurswesen und Design, wir arbeiten aber ständig daran unsere Plattform für weitere Berufsgruppen zu öffnen.

Wie funktioniert freelance pages?
Freelancer können bei uns Profile anlegen und können dann von Unternehmen über unsere Filtersuche gefunden werden. Aus den Suchergebnissen können die Unternehmen sich dann die passenden Freelancer aussuchen und kontaktieren. Zusätzlich haben wir seit neuestem auch ein Ausschreibungsmodul, mit dem Unternehmen eine Reihe von Freelancern auf unserer Plattform zur Angebotsabgabe einladen können. Mit diesem Angebotspaket ist freelance pages die einzige Lösung für Unternehmen wie sie ohne Vermittler an Freiberufler mit dem nötigen Know-how für Industrie 4.0 und die Digitalisierung kommen.

Welche Vorteile bietet freelance pages für Freelancer und Unternehmen?
Freelancern bieten wir die Möglichkeit, selbst ihren Tagessatz zu bestimmen und sich durch unser Kategorien- und Skillsystem klar am Markt zu positionieren. Außerdem umgehen sie bei uns Risiken wie Zeitarbeit oder Scheinselbstständigkeit, da unser Modell sie klar als selbstständige Experten präsentiert.

Unternehmen finden bei uns einfacher und günstiger Freelancer und können damit agiler auf Veränderungen reagieren, als es bei dem bisherigen, vermittler-basierten Modell möglich ist. Zusätzlich werden die bereits erwähnten Rechtsrisiken bei uns weitestgehend reduziert.

Wie ist das Feedback?
Bisher sind gerade Freiberufler sehr begeistert von der vermittler freien Alternative mit den Unternehmen in Kontakt zu kommen. Aber auch die Unternehmen selbst erkennen inzwischen, dass sie über unsere Plattform unkomplizierter und schneller an die richtigen Freelancer kommen

freelance pages, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren wollen wir Marktführer in Europa für die Vermittlung von Freelancern bzw. Wissensarbeitern sein. Für die Kunden ist es letztendlich besser, wenn nicht zu viele Plattformen sich den Markt teilen. Es bleibt also spannend.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Das Wichtigste ist: Gut zuhören. Vor allem den Kunden. Aber auch dem Team und anderen Stakeholdern.
Das heißt aber zweitens natürlich nicht, dass man jeden Rat befolgen soll.
Und drittens: Überlegen Sie sich vor der Gründung gut, was Sie tun. Wenn Sie sich aber entschieden haben, dann ist ‚Machen‘ angesagt und nicht ‚Zweifeln‘.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Ulrich Conzelmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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