Frauenpower im Tech Startup: Wie wir uns gegen andere durchsetzen

70% des eventsofa Teams sind Frauen, CEO mit eingeschlossen. Viel wichtiger ist doch der Erfolg des Unternehmens, der eigentlich im Vordergrund stehen sollte. Trotzdem hören wir manchmal “Arbeiten nur Frauen bei euch?”, “Wo sind die ganzen Männer?” und sogar “Gibt’s keine Zickenkriege?”

Nein, es arbeiten nicht nur Frauen bei uns, aber viele (70% eben) und nein, da gibt es keine Zickenkriege. Wenn es um unser Team geht, liegt der Fokus auf Fähigkeiten, Ergebnissen und Effektivität, statt dem Geschlecht.

Fairerweise muss man sagen, wir hören auch oft so etwas: “Der eventsofa Service ist mit Abstand der beste!”, “Vollsten Respekt für den gelungenen Relaunch!” und “Never change a winning team!”

Unser Female Tech Startup weiß sich im vorrangig männlich geprägten Umfeld durchzusetzen

Frauen Tech Startup
Frauenpower im Tech Startup

Es gibt unzählige Artikel darüber, was man tun könnte/sollte/müsste für weniger Diskriminierung, bessere Karrierechancen, Aufstiegsmöglichkeiten und so weiter.
Die Wahrheit: Eine Pauschallösung gibt es nicht. Auch kein Kochrezept, keinen 5-step-plan, keine Bedienungsanleitung. Jede Branche, jedes Unternehmen, jedes Team und jeder Mensch ist unterschiedlich. Was für uns funktioniert, muss deswegen nicht für alle funktionieren und ist wahrlich kein Allheilmittel gegen immer noch sehr reale Herausforderungen. Aber – und das ist das Entscheidende – was für uns funktioniert, kann auch für andere Female Tech Startup´s funktionieren:

1. Zuhören & Interesse zeigen

“Hört erst mal zu und interessiert euch für das, was euer Gegenüber zu sagen hat!”, sagt unsere Gründerin immer. Klingt selbstverständlich, ist es aber echt nicht. Erstens gibt es immer etwas, das man von anderen lernen könnte – etwas, das man noch nicht weiß und das einem vielleicht einen Wissensvorsprung vor der Konkurrenz verschafft. Zweitens fühlt sich die Person besser, wenn sie von sich erzählen darf, statt die ganze Zeit anderen zuhören zu müssen. Meistens (wenn auch nicht immer) kommen dabei auch wirklich tolle neue Erkenntnisse und Kontakte zustande, die ihr für euer Business nutzen könnt. Dafür lohnt es sich sogar, das eine oder andere Augenrollen bei der nächsten Mansplaining-Eskapade zu unterdrücken.

2.Wissen, was man kann – und was nicht

Frauen gehen mit ihrem Wissen häufig immer noch weniger selbstbewusst um als Männer. (Wobei wir wieder beim Stichwort Mansplaining wären.) Macht das nicht. Zuhören, Interesse zeigen und neue Dinge lernen ist toll – aber wenn ihr etwas besser wisst, dann sagt das auch. Wenn euer Gegenüber keine Ahnung hat wovon er (oder sie) redet, sprecht es (höflich) an. Denn um sich durchsetzen zu können, ist es wichtig sich nicht verunsichern zu lassen.

Genauso wichtig ist es auch zu wissen, was man nicht weiß und das zugeben zu können. Sich Hilfe zu holen, wird häufig als Schwäche gesehen – meistens mehr von sich selbst als von anderen. Auch andere um Hilfe zu bitten, kann von großem Selbstvertrauen zeugen.
Habt keine Angst davor, zuzugeben wenn ihr etwas nicht könnt und holt euch Experten ins Boot, als Mitarbeiter, Berater oder Kooperationspartner. Erst durch unseren (zufällig männlichen) CTO konnten wir so eine grandiose Inhouse-Entwicklung aufbauen.

3.Entscheidungen treffen & Verantwortung dafür übernehmen

Wie soll man jemanden ernst nehmen, der immer anderen die wichtigen Entscheidungen überlässt? In einem Tech Startup werden oft neue Dinge ausprobiert, zu denen es noch keine Erfahrungswerte gibt. Hier kann es schon mal vorkommen, dass ihr Entscheidungen trefft, die im Nachhinein betrachtet nicht optimal waren. Das passiert, lasst euch davon nicht unterkriegen. Wichtiger ist, dass ihr wisst, warum ihr eine Entscheidung so getroffen habt, dann fällt es euch auch leichter, Verantwortung für die Konsequenzen zu übernehmen – denn das solltet ihr auf jeden Fall tun.

4.Sich etwas trauen

Ihr traut euch etwas nicht, nagen die Zweifel an euch, lässt sich der Schweinehund nicht überwinden? Fragt euch: “Was ist das Schlimmste, was passieren kann und was das Beste?” Wenn das Schlimmste wirklich zu schlimm ist, lasst es sein. Wenn das Schlimmste aber nur ein bisschen peinlich ist, das Beste euch dafür aber richtig weiter bringt, macht es. Ein Beispiel: Für B2B-Events zieht immer mindestens eine/r von uns das knallpinke eventsofa T-Shirt an. Das Schlimmste? Jemand könnte das aufdringlich finden und über uns lästern. Das Beste? Der Wiedererkennungswert der Marke eventsofa steigt und andere nutzen die auffallenden Shirts als Gesprächseinstieg. So haben sich oft fruchtbare Kooperationen ergeben. Negativ darauf angesprochen hat uns noch nie jemand.

5.Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Irgendwann scheint mal jemand gesagt zu haben, dass man als Frau nicht ernst genommen wird, wenn man viel lacht. Dazu kommt noch der Ruf von Tech-Geeks als introvertierte Eigenbrötler. Doch Lachen verbindet! Natürlich nehmen wir unser Business ernst, aber man darf sich selbst auch nicht zu ernst nehmen. Wer das eventsofa Team kennt, weiß: Wir sind offen, lachen gerne und haben Spaß bei der Arbeit – die Männer genauso wie die Frauen. Treffen sich Business Partner deshalb so gerne mit uns? Wahrscheinlich. Werden wir deswegen weniger ernst genommen? Bestimmt nicht.

Sophie-Marie Gruber

Sophie-Marie Gruber ist Country Managerin DACH bei der Locationplattform eventsofa . Sie koordiniert die wichtigsten Redaktionsthemen für den eventsofa Blog und leitet die laufende Internationalisierung nach Österreich . Immer up-to-date sind eventsofa Fans durch den wöchentlichen Newsletter , Facebook, Twitter & Instagram!

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