Freitag, Oktober 22, 2021

Jetzt Forschungszulage für F&E Projekte noch rückwirkend beantragen!

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Am 01.01.2020 trat das Forschungszulagengesetz (FZulG) in Kraft. Seit einigen Wochen kann die Forschungszulage nun auch beantragt werden.  Konkret heißt das, Unternehmen können rückwirkend eigenbetriebliche Forschung, externe Forschungsaufträge und sogar Eigenleistungen von Einzelunternehmern fördern lassen, die in 2020 gestartet wurden. Jeder Steuerpflichtige im Sinne des Einkommensteuer- und Körperschaftsteuergesetzes ist förderfähig, unabhängig von Unternehmensgröße und Branchenzugehörigkeit. Es werden 25 Prozent aus maximal  vier Mio. Euro  Projektsumme pro Jahr gefördert. In Summe bedeutet das also eine maximale Förderung von einer Million Euro pro Jahr. Mehr Infos dazu unter www.bescheinigung-forschungszulage.de.

Förderung muss keine einmalige Sache sein

Die Forschungszulage bietet die einzige Möglichkeit, um Zuschüsse rückwirkend zu beantragen. Für alle anderen Förderprogramme gilt die Regel, Anträge immer vor Projektstart stellen!  Durch die Corona Pandemie wurden die Fördertöpfe nochmals massiv aufgestockt.  Subventionen müssen keine einmalige Sache sein. Viele Unternehmen nutzen diese Chance regelmäßig. 

Das richtige Förderprogramm finden

Die Schwierigkeit fängt bereits damit an, den richtigen Fördertopf zu finden. Es gibt mehrere tausend Fördertöpfe von Bund, den Ländern und der EU. Leider liegen die Bewilligungsquoten einiger Förderprogramme nur bei ca. 20 – 25 Prozent.  Bei den EU Programmen sogar noch deutlich darunter. Hier sind die Erfolgsaussichten nur bei etwa zehn Prozent. Daher nach Möglichkeit Programme auf Landes- oder Bundesebene nutzen. Beispielsweise Bayern hat einiges an Technologieförderung zu bieten. 

Es gibt mehrere Anlaufstellen, die bei der Suche nützlich sein können. Eine sehr wertvolle Hilfe ist dabei die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie: www.foerderdatenbank.de. Hier können Sie über die Schnellsuche die Eckdaten Ihres Unternehmens und Ihres Projektes eingeben. So erhalten Sie eine Auswahl der Förderprogramme, die für Ihr Vorhaben in Frage kommen und vor allem eine hilfreiche Kurzübersicht zum jeweiligen Programm. Auch auf der Homepage der Bundesregierung gibt es eine sehr gute Übersicht der Förderlandschaft nach Themengebieten: www.foerderinfo.bund.de Etwas Zeit muss man dafür dennoch einplanen. 

Aber auch die IHK oder Förderlotsen können eine wertvolle Hilfe sein. Beide bieten regelmäßig Infoveranstaltungen an oder haben Beratungshotlines. Und selbstverständlich gibt es da noch die Fördermittelberater. Viele Unternehmen sourcen das Thema Fördermittel einfach an einen Berater aus, weil intern kein KnowHow vorhanden ist oder schlichtweg die Ressource dafür fehlt. Speziell für die ersten Anträge ist das sinnvoll.

Tipps für F&E Förderung  

Vor allem für KMUs (kleine und mittlere Unternehmen mit maximal 249 Mitarbeitern, höchstens 50 Mio. Euro Jahresumsatz oder einer maximalen  Jahresbilanzsumme von 43 Mio. Euro) gibt es sehr gute Fördermöglichkeiten. Eine Kooperation mit mindestens einem anderen Unternehmen oder einer Forschungseinrichtung erhöht die Auswahl der Förderprogramme deutlich. Oftmals gibt es für diese Kooperationsprojekte auch höhere Zuschüsse. 

Der Zeitfaktor spielt eine große Rolle bei Förderanträgen. Das richtige Förderprogramm zu finden und einen Antrag zu formulieren, bedarf etwas Zeit und auch Muse. Je nach Förderprogramm, kann das einige Wochen in Anspruch nehmen. Speziell der erste Antrag ist zäh. Mit etwas Routine geht das später natürlich viel schneller. Was aber immer bleibt und auch kaum beeinflusst werden kann, ist die Bewilligungsphase. In der Regel können Sie mit drei  bis vier Monaten Bearbeitungszeit für die Begutachtung kalkulieren. 

Wenn möglich, vor der Ausarbeitung des Antrages das persönliche Gespräch mit dem Projektträger suchen. Viele Projektträger bieten diese Möglichkeit an oder wünschen sich das sogar. In einem Telefonat oder persönlichen Gespräch kann bereits vorab viel geklärt und ausgeschlossen werden. Vor allem muss sichergestellt werden, ob das Vorhaben wirklich in den Rahmen passt. Oft übersehen die Unternehmen einen wesentlichen Punkt und sehr häufig erhalten Sie bei diesen Gesprächen auch wertvolle Tipps und Infos für die Antragstellung.

Autorin

Sabine Hentschel ist Expertin für Fördermittel im Bereich Forschung und Innovation und unterstützt Unternehmen dabei, Förderungen erfolgreich zu beantragen. Sie und ihr Team können durch langjährige Erfahrung im Engineering punkten. www.hentschel-foerdermittel.de

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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