Start-up-Finanzierung mit Fördermitteln

Die wichtigsten Förderprogramme für Start-ups

Speziell für Technologie-Start-ups ausgeschriebene Förderprogramme gibt es nur wenige. Doch das ist eigentlich kein Problem: Zahlreiche Förderprogramme für kleine und mittelständische Unternehmen fördern auch Start-ups – unter bestimmten Bedingungen.

Start-ups brauchen Geld. Typischerweise starten viele Gründer mit einer Unternehmensfinanzierung à la KfW Bank oder suchen sich private Investoren. In dieser frühen Phase geht es oft darum, geeignete Büroräume zu finden, das Business-Konzept auszufeilen und die Entwicklung der Geschäftsidee auf eine solide Basis zu stellen. Als Deutschlands größte Förderbank vergibt die KfW Bank Fördergelder in Form von zinsvergünstigten Darlehen, Beteiligungskapital oder etwa Zuschüssen zur Existenzgründerberatung. Dieses wird zum Eigenkapital des jungen Unternehmens und ist nun doppelt wertvoll: zur Finanzierung der laufenden Kosten und als Eintrittskarte für projektfinanzierende Förderprogramme.

Dass ein Projekt innovativ ist, ist das Entscheidende

Denn zahlreiche Förderprogramme auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene stellen Unternehmen Fördermittel zur Verfügung, die ein gewisses Eigenkapital vorweisen können. Dass die Unternehmen sich noch in der Start-up-Phase befinden, ist dabei weniger von Belang. Was zählt, ist ein förderfähiges Projekt, wie zum Beispiel die Entwicklung eines neuen Produktes oder einer Dienstleistung.

Jedes Förderprogramm hat eigene Richtlinien und definiert „förderfähig“ etwas anders. Den meisten gemeinsam ist jedoch der innovative Gedanke. Innovativ ist ein Projekt dann, wenn etwas entstehen soll, was über den heutigen Stand der Technik hinausgeht und dessen Markteinführung nicht kurz vor der Tür steht. In dieser Phase ist das Risiko für den Unternehmer sehr hoch – und genau das wollen die Förderinstitutionen abfedern.

Welches Programm passt?

1. Gründung innovativ
Zu den wenigen speziell auf Gründer zugeschnittenen Programmen gehört beispielsweise „Gründung innovativ“ der Investitionsbank des Landes Brandenburg, leider eben auch nur für Unternehmen mit Sitz in Brandenburg.

2. Pro FIT
Auch „Pro FIT“ – das Programm zur Förderung von Forschung, Innovationen und Technologien – der Investitionsbank Berlin bietet innovativen Gründern besondere Möglichkeiten, ist aber ebenfalls ein lokales Programm. Es fördert Forschung und Entwicklung und – einzigartig unter den Förderprogrammen – dazugehörige Markteinführungsaktivitäten in den technologischen Schwerpunktbranchen wie zum Beispiel Informations- und Kommunikationstechnologie, Biotechnologie, Medizintechnik, Optische Technologien und Verkehrstechnologie.

3. KMU innovativ
Das Förderprogramm „KMU innovativ“ vom Bundesministerium für Forschung und Bildung hingegen ist bundesweit verfügbar und fördert kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Technologie-Bereich – Start-ups werden dabei weder bevorzugt noch ausgeschlossen.

4. Horizon 2020
Auf europäischer Ebene sticht „Horizon 2020“, das Rahmenprogramm der EU für Forschung und Innovation, hervor, da es mit einer Förderquote von bis zu 100 Prozent KMUs unterstützt. Allerdings sind hierfür Partner in anderen europäischen Ländern notwendig.

Mehr Details zu den Förderprogrammen demnächst hier in einem weiteren Beitrag. Wer vorab schon einmal prüfen will, ob es ein passendes Förderprogramm für sein Technologievorhaben gibt, kann den unverbindlichen und kostenlosen förderbar Fördermittelcheck nutzen.

Zur Autorin: Nicole Ölkers ist Director und Prokuristin bei der förderbar GmbH. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Fördermittelberatung ist Nicole Ölkers bei förderbar verantwortlich für alle operativen Themen im Unternehmen: Neben dem Vertrieb und der Beratung pflegt sie vor allem die Kontakte zu Förderinstitutionen, Investoren und Inkubatoren. Sie leitet das gesamte Team und steuert die internen Prozesse rund um die Aktualisierung von Förderprogrammen und der Weiterentwicklung der Beratungsprojekte von förderbar.
Bevor Nicole Ölkers im Jahr 2012 zu förderbar wechselte, war sie über vier Jahre als Senior Corporate Finance Advisor bei eventurecat für den Aufbau der Fördermittelabteilung und die Betreuung namhafter Kunden zuständig.

Zu förderbar: förderbar ist die Fördermittelberatung für die IT- und digitale Wirtschaft. Von der Prüfung über die Beantragung bis hin zur Projektadministration übernimmt förderbar den gesamten Prozess der Fördermittelfinanzierung. Mit mehr als 10 Mitarbeitern und Firmensitz in Berlin berät förderbar bundesweit sowohl innovative Start-ups als auch mittelständische Unternehmen zur Förderung ihrer Technologievorhaben.
Zu den förderbar-Referenzen zählen unter anderem 6wunderkinder, Absolventa, Adspert, bettermarks, clipkit, commercetools, Friendsurance, GameGenetics, KIWI.KI, komoot, MODOMOTO und UPcload. In einem kostenfreien Fördermittel-Check ermittelt förderbar die grundsätzlichen Chancen interessierter Unternehmen der digitalen Wirtschaft und IT-Branche.
www.foerderbar.de

redaktion

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