fodjan: smart farming

fodjan effizientes Futtermanagement mit smart feeding

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen fodjan doch kurz vor!
Michael: Wir haben mit fodjan smart feeding eine webbasierte Software zum effizienten Futtermanagement von landwirtschaftlichen Nutztieren entwickelt. Mit unserer Software erreichen wir in Milchviehbetrieben durchschnittlich 10 % Kosteneinsparung der Futterkosten sowie eine Steigerung der Futtergesundheit von 30 %. Gerade in Zeiten niedriger Milchpreise, die die Existenz vieler Landwirte bedrohen, unterstützen wir Milchviehhalter, die Wirtschaftlichkeit in Milchviehbetrieben durch den richtigen Einsatz der Fütterung aufrechtzuerhalten.
Ich bin einer von zwei CEOs der fodjan GmbH und kümmere mich insbesondere um die Bereiche Business Set-up, Finanzen und Investor Relations.

Carsten: Ich bin ebenfalls CEO von fodjan und betreue in erster Linie die Bereiche Produktmanagement, Kooperationen und Vertrieb. Außerdem repräsentiere ich fodjan nach außen und pitche unser Unternehmen auf verschiedensten Veranstaltungen.

Wie ist die Idee zu fodjan entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Carsten: Während meines Bachelor-Studiums der Agrarwirtschaft lernte ich die am Markt bestehenden Fütterungsprogramme kennen. Die Benutzung dieser gestaltete sich allerdings alles andere als einfach. Dies hat meinen Wunsch verstärkt, eine bessere Software mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche und Schnittstellen zu schaffen, um den heutigen Ansprüchen der Landwirte gerecht zu werden und sie wirtschaftlich zu stärken.
Mit meiner Idee holte ich mir als erstes unseren Backend-Entwickler Johannes Völker ins Boot, ich kannte ihn bereits von meinem Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung. Auf einer Familienfeier erzählte ich meinem Cousin Michael Schütze (Betriebswirt) von der Idee für fodjan und konnte ihn ebenfalls begeistern, fodjan mit voranzutreiben. Michael kannte aus seiner Zeit bei einem anderen Startup den Frontend-Entwickler Daniel Schreck. Auch ihn haben wir schnell davon überzeugen können,das Gründerteam zu komplettieren.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Michael: Herausforderungen mussten wir einige meistern. Neben der Entwicklung der Algorithmen waren auch die Suche nach geeigneten Investoren und Mitarbeitern nicht immer einfach.
Eigene Ressourcen sowie die Unterstützung durch das Exist-Gründerstipendium, die HTW Dresden, den Business Angel Frank Siegmund sowie den High-Tech Gründerfonds haben uns maßgeblich vorangebracht. Mit der finanziellen Unterstützung konnten wir unsere Software zu einem der technologisch führenden Produkte im Bereich Futtermanagement entwickeln.

Wer ist die Zielgruppe von fodjan?
Carsten: Zur Zielgruppe von fodjan gehören Fütterungsberater als auch Milchviehbetriebe, die eine moderne Fütterung umsetzen. Das heißt, dass diese Betriebe ihre Futtermittel regelmäßig in Laboren untersuchen lassen und abgewogen füttern(z.B. via Futtermischwagen).
Unsere Zielgruppe schließt Betriebe ein, die die Fütterung selbst in die Hand nehmen als auch solche, die diese extern managen.

Welchen Service bieten Sie an?
Michael: fodjan ist ein Software-as-a-Service Modell, dass den Landwirten und Beratern als ideales Werkzeug für das Futtermanagement von Milchviehherden sowie zukünftig auch weiteren Nutztieren dient. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, den Umgang mit der Software schnell und einfach zu lernen,die Vorstellung läuft dabei mit Hilfe eines Online-Tools direkt am Telefon. Neben auf den jeweiligen Nutzer angepassten Softwarelösungen bieten wir auch kombinierte Produkte aus Software und Beratung.
Jeder kann sich von fodjan smart feeding im vollen Umfang selbst ein Bild machen und die Software für seinen Betrieb kostenlos 14 Tage testen.

Warum sollte man fodjan nutzen?
Carsten:  Mit fodjan smart feeding haben wir eine Lösung entwickelt, mit der die komplexe Aufgabe der Futterkalkulation für den Anwender stark vereinfacht wird.
fodjan smart feeding erstellt für jeden Anwender einen auf seine Anforderungen zugeschnittenen Katalog möglicher Futterrationen. Eine integrierte Futtergesundheitsbewertung hilft dabei, die einzelnen Rationen in Bezug auf die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Tiere zu bewerten.
Aber nicht nur die Futtergesundheit, sondern auch die Futterkosten werden bei der Berechnung berücksichtigt. Damit machen wir die Milchproduktion rentabler und tiergerechter.
Kurz zusammengefasst: Mit fodjan kann gesünder, preiswerter und ressourcenorientierter gefüttert werden. Und da die Futterkosten den größten Kostenblock in Milchviehbetrieben bilden, lohnt es sich genauer hinzuschauen und die Fütterung mit fodjan auszuprobieren.

fodjan,wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Michael:  Die Landwirtschaft ist die bisher am wenigsten digitalisierte Branche. Entwicklungen die in anderen Bereichen bereits vor Jahren vollzogen wurden, erreichen jetzt die Agrarbranche und bieten entsprechend großes Potenzial. Wir haben in der Fütterung für Milchkühe ein erstes Ausrufezeichen gesetzt, sehen aber bei weiteren Tierarten und vor Allem international eine Menge Möglichkeiten, die Digitalisierung der Branche mitzugestalten und dabei ein weltweit erfolgreiches Unternehmen zu bauen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Carsten: Angehenden Gründern raten wir vor Allem eins: Hartnäckig bleiben. Die Idee muss auf dem Weg bis zur Gründung immer wieder neu verkauft werden um mögliche Unterstützer für sich zu gewinnen. Dies erfordert einen gewissen Ehrgeiz und viel Durchhaltevermögen.
Weiterhin sollten sich Gründer ein interdisziplinäres Team aufbauen, sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und auch mutig sein, gewisse Themen wie Pressearbeit, Lohnbuchhaltung oder Förderungen etc. outzusourcen.
Gründer sollten ihr Geschäftsmodell zudem mit möglichst vielen Menschen diskutieren. Einerseits um wertvolles Feedback zu erhalten und ggf. um nachzujustieren– andererseits um ihr Netzwerk zu vergrößern und mit möglichen Partnern in Gespräch zu kommen.

Wir bedanken uns bei Michael und Carsten für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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