flying tent: seven seconds to the stars

flying tent – Hängematte, Schwebezelt, Biwakzelt und Regenponcho in einem

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch bitte unseren Lesern kurz vor!
Wir sind die Startraveller Equipment GmbH mit Sitz in Kärnten, Österreich und haben im Jahr 2015 gegründet. Unser Team besteht aus 5 Gründungsmitgliedern, 1 zusätzlichen Angestellten und inzwischen 3 Investoren. Als junges und dynamisches Team im Outdoor-Bereich produzieren wir multifunktionales und zuverlässiges Outdoor-Equipment. Unser erstes Produkt ist das flying tent – Hängematte, Schwebezelt, Biwakzelt und Regenponcho in einem.

Wie ist die Idee zu flying tent entstanden? Warum haben Sie sich entschieden ein Startup zu gründen?
Vor gut zweieinhalb Jahren hat unser kreativer Kopf und Geschäftsführer Joachim Leitgeb die Idee zu der Kombination aus Hängematte und Regenponcho gehabt. Auf den internationalen Reisen, oft wegen beruflichen Aufträgen, ist Joachim viel unterwegs und verzichtet nicht gerne auf Gewohnheiten. Seine heißgeliebte Leichthängematte hat er immer dabei. Denn wo ist es schöner zu entspannen, als schwebend zwischen zwei Bäumen in der Natur. Auch wenn es mal mitten in einer Metropole in einem Park ist. In diesem Fall waren es zwei Palmen in einem gepflegten Garten in der Nähe der Petronas Towers in Kuala Lumpur. Kurz darauf begann es zu regnen und er musste sich kurzerhand durch die Hängematte geschützt ins Trockene bringen. Noch in dieser Nacht überlegte sich Joachim die Umsetzbarkeit des Produktes. Nach den ersten finalisierten Entwurfszeichnungen und einem intensiven Feedbackgespräch, fasste er den Beschluss: Ein Prototyp musst genäht werden! Das Start Up war nachdem das Team sich gefunden hatte ganz klar auf dem Plan. Das erschien uns der beste Weg mit voller Motivation loszulegen.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die wahrscheinlich Größten Herausforderungen waren Materialsourcing, die Umsetzung der Prototypen und der Weg zur Produktion. Finanziert haben wir im ersten Schritt mit Eigenkapital, durch unsere vertrauensvolle Hausbank und inzwischen sind drei erfahrene und motivierte Investoren als Partner an unserer Seite.

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden?
Für uns scheint Kickstarter der optimale Weg zu sein, um international bekannt zu werden und direktes Feedback von Kunden zu erhalten. Die Möglichkeit der Vorfinanzierung garantiert uns die Produktion der ersten Charge flying tents. Unser Produkt ist ein optimales B2C Produkt, dass sich hervorragend für den Verkauf über Crowdfundingplattformen eignet.

Wo sehen Sie für sich die Vorteile?
Als junges Startup sind unsere Möglichkeiten finanziell natürlich eingeschränkt. Durch die Kickstarter–Kampagne können wir auf einfache Art und Weise eine Marktanalyse und direktes Feedback der Crowd erhalten. Ebenso können wir so herausfinden, ob überhaupt Interesse bei der Zielgruppe besteht. Außerdem ist es eine Risikominimierung fürs Unternehmen. Wir konnten durch die mediale Aufmerksamkeit bereits erste Händler gewinnen und sind bereits in Gesprächen bzgl. strategischer Partnerschaften.

Was erhalten die Unterstützer?
Unsere Unterstützer erhalten das flying tent um 45% stark reduziert zu einem einmaligen Einführungspreis von EUR 149,00. Zudem haben wir ein noch günstigeres Bundle mit 2 flying tents um EUR 249,00 und ein Händlerpackage mit zehn flying tents. Außerdem das XXL Paket, bei dem wir mit unserem Team und dem/der UnterstützerIn fünf Tage in den österreichischen Bergen wandern gehen und gemeinsam anhängen. Weitere smarte Goodies gibt es für diejenigen, die mit kleinere Geldbeträge unser Projekt unterstützen.

Wer ist die Zielgruppe von flying tent?
Die Zielgruppe ist sehr vielseitig. Unsere Zielkunden sind Menschen wie du und ich, freizeitliebende Naturgenießer, Wildwasserschlürfer, Frischluftschnüffler, Blümchenbegaffer, Vogelkonzertlauscher, Grasbeimwachsenzuseher, Bergwiesenstreuner, Sauerampferschmauser, Sternschnuppengucker. Dazu zählen Wanderer, Backpacker, Festivalbesucher, Radfahrer und Fischer genauso wie Familien, die gerne Ausflüge unternehmen und diese mit der richtigen Ausrüstung genießen wollen.

Was ist das Besondere an dem Produkt?
Draußen ist unsere Begeisterung – Reisen, Wandern oder einfach raus in Natur. Bei unseren Abenteuern genießen wir gerne die richtige Ausrüstung, aber bitte ohne sich dabei abzuschleppen. Motiviert von dieser Idee entwickelten wir das einzigartige und außergewöhnliche flying tent – seven seconds to the stars: schlau, unabhängig und leicht. Sowohl die Kombinierbarkeit von den einzelnen spezifischen Lösungen Hängematte, Schwebezelt, Biwakzelt und Regenponcho sowie das flying tent in dieser praktischen Ausführung sind neu und bringen den Kunden nicht nur einen wesentlichen Mehrwert, sondern ein echtes Erleben der Natur. Wir schaffen Emotionen. Zudem sind beide Lösungsansätze, das flying tent als auch die Produktkombinationen als Patent angemeldet.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für die Startup Show 2 Minuten 2 Millionen beworben haben?
Unser Teamkollege David Dietrich war so frech und hat uns kurzerhand im Herbst angemeldet. Eine Woche später waren wir bereits bei der Vorentscheidung in Wien geladen und ein paar Wochen später bekamen wir bescheid, dass wir bei der neuen Staffel 2016 dabei sind.

Wie haben Sie sich auf die Puls4 Start-Up Show 2 Minuten 2 Millionen vorbereitet?
Intern haben wir den Pitch zusammengestellt und geübt. Puls4 hat zudem ein Pitchtraining mit mehreren TeilnehmerInnen der Show veranstaltet, in dem wir uns testen konnten und konstruktives Feedback bekamen. Danach perfektionierten Joachim, David und Kevin den Pitch noch intern. Alles Weitere war nicht eingeplant.

Sie sind eines der wenigen Startups die es in die Show 2 Minuten 2 Millionen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was hatten Sie sich von der Show versprochen?
Natürlich sind wir dankbar, dass wir genommen wurden. Für uns eine großartige Möglichkeit unser Produkt einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Die Motivation nach Bekanntgabe der Teilnahme war enorm. Das ganze Team war bereit zu kämpfen. Wir hatten uns vor allem Öffentlichkeitsarbeit und internationale Kontakte von der Show erhofft.

Ziel der Show „2 Minuten 2 Millionen“ ist es, dass Startups einen Investor bekommen und ein Deal zustande kommt. Welchen der Investoren hatten Sie im Fokus?
Wir haben uns da nicht eingeschränkt. Keiner kommt aus der Outdoor – oder Textilbranche, deshalb hatten wir uns nicht auf einen bestimmten Investor festgelegt. Wir sind mit dem Ausgang mehr als zufrieden und wissen zwei extrem gut vernetzte Global Player als Partner an unserer Seite.

Wie war nach der Sendung das Feedback aus der Presse sowie von den Kunden?
Die Medienwirksamkeit ist großartig. Täglich kommen Feedbacks auf unseren Social-Media-Kanälen rein, die uns gratulieren. Unsere Telefone und Emailsaccounts laufen heiß, vor allem heimische und deutschsprachige Presse ist nach der Show sehr interessiert an uns herangetreten. Auch die Kickstarter Kampagne hat uns da sicherlich geholfen.

Würden Sie anderen Startup Unternehmen empfehlen sich für Startup Shows im Fernsehen zu bewerben?
Kommt ganz auf das Produkt, das Team und das Ziel an. Wer keine richtige Vorstellung hat wohin es gehen soll und was für einen Nutzen das Produkt für den Kunden liefert, sollte sich zuerst darüber Gedanken machen bevor in die Öffentlichkeit gegangen wird. Ansonsten können wir zumindest die Puls 4 Show 2 Minuten, 2 Millionen sehr empfehlen.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
Wir sehen uns als international fair tätiges Outdoor-Unternehmen, dass mit Produkten am Markt vertreten ist, die einen hohen Grad an Funktionalität, Innovation und Kundenorientierung besitzen. Dank hochwertiger Materialien, neuer Technologien und der Einfachheit im Umgang bietet Startraveller Equipment eine neue Leichtigkeit auf Abenteuern im Freien.

Bild: © Elias Jerusalem

Wir bedanken uns bei Joachim Leitgeb für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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