Samstag, Januar 23, 2021

Zahlen und Fakten kennen

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Markus Elsässer
Markus Elsässer ist 48 Jahre jung, Verleger und Herausgeber des StartupValley Magazins. Seine Karriere startete er, in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Er ist ein Auto und Technik begeisterter Querdenker. Verliebt in die Startup-Szene, was Ihn dazu bewogen hat, mit StartupValley Magazine ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

Florian Fichter Head of Incubation bei EnBW Innovation, Partner bei der Gründermotor Meisterklasse, im Interview

Stellen Sie sich kurz unseren Lesern vor!

Florian Fichter: Nach Stationen im Banking und der Strategieberatung verantworte ich seit April 2020 bei EnBW Innovation die Inkubation – also die frühphasige Entwicklung von Start-ups von der Idee bis zum Nachweis der Skalierbarkeit des Geschäftsmodells. 

In einem diversen Team bündeln wir Expertise in den Bereichen Kundenzentrierung, Marktforschung, Geschäftsmodellentwicklung, UX/UI, Business & Finance, Kreativmethoden und Gründungserfahrung. Wir greifen auf unterschiedliche Instrumente entlang eines Stage-Gate Innovationsprozesses zurück und arbeiten sowohl mit Corporate Start-ups als auch mit externen Gründerteams. 

Unser Ziel ist es, neue wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln und damit auf den zukünftigen Erfolg der EnBW einzuzahlen. 

Warum haben Sie sich entschieden, als Partner bei der Gründermotor Meisterklasse mitzuwirken? 

Florian Fichter: Zukunftsfähigkeit benötigt Ideen, Innovationskultur und Unternehmertum. Dabei ist eine lebendige Gründerszene in Baden-Württemberg und der Austausch mit anderen Unternehmen, gründungswilligen Absolventen und wachsenden Start-ups für uns von großer Bedeutung.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Innovation erfolgreich zu betreiben bedeutet über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinaus zu schauen und Kooperationen zu suchen und einzugehen. Die Gründermotor Meisterklasse bietet hierfür einen Rahmen, der einerseits den generellen Austausch fördert, das Fundament für spannende Kooperationsmöglichkeiten legt und uns andererseits Gelegenheiten zur Zusammenarbeit mit interessanten, aufstrebenden jungen Start-ups bietet.

Was erwarten Sie von den Gründern?

Zunächst erfordert Gründung einen großen Gestaltungswillen und unternehmerisches Denken. Dabei gilt es, Verantwortung zu übernehmen und mutige Entscheidungen zu treffen.

Von großer Bedeutung für eine erfolgreiche Gründung ist außerdem die Bereitschaft kontinuierlich und schnell zu lernen sowie sich selbst, aber auch das Geschäftsmodell zu reflektieren. So wichtig wie die erste gute Idee als Startpunkt ist, so wichtig ist es sich nicht zu sehr in die erste Idee zu verlieben. Gründer sollten kundenzentriert arbeiten und gewillt sein auf Basis gewonnener Erkenntnisse ihre Idee weiterzuentwickeln. Im Extremfall kann dies heißen: Die Bereitschaft, die eigene Idee zu Gunsten eines neuen durch Kundenfeedback belegten Ansatzes fallen zu lassen.

Wie bewerten Sie die Start-up-Szene in Baden-Württemberg? 

Florian Fichter: Die regional ansässigen Corporates prägen das Bild der Gründerszene bei uns im „Ländle“, woraus sich kleinere Innovationscluster mit starkem Fokus auf technologische Aspekte der jeweiligen Industrie geformt haben. Infolge der schwachen Vernetzung der einzelnen Wissenshochburgen untereinander wirkt die Szene jedoch weniger lebendig als in anderen Städten. Baden-Württemberg besticht jedoch durch viele Talente und eine hohe Professionalität und Ernsthaftigkeit der Gründungsinitiativen. 

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Mitgründer suchen: Such dir einen Mitgründer und keinen „Mitarbeiter“, der deine Vision teilt, aber dich und deine Vorgehensweise dennoch kritisch hinterfragt. Im besten Fall bringt dein Mitgründer für euer gemeinsames Start-up wertvolles Wissen und Fähigkeiten mit, die du selbst nicht besitzt. 

Netzwerk aufbauen: Baue dir ein Netzwerk auf, um von den Erfahrungen anderer Gründer, Corporates und Fachexperten zu profitieren. Wähle dein Netzwerk sowie deine Ratgeber mit Bedacht und lasse dich nicht durch „Frequently unasked consulting“ verunsichern. Ungefragter Rat ohne die erforderliche Kenntnis zu dir und deinem Start-up führt dich in die Irre.

Zahlen & Fakten kennen: Sei sattelfest was deinen Business Case und die Financials angeht. Identifizierte frühzeitig die wesentlichen wirtschaftlichen Hebel für dein Geschäftsmodell und eine zugehörige Strategie zur Finanzierung. Potenzielle Investoren werden erwarten, dass du deine Zahlen im Griff und stets parat hast. 

Wir bedanken uns bei Florian Fichter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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