Betrachte deine Idee aus vielen Perspektiven

FLORAFILT biologischer Luftreiniger, der mit Hilfe von Pflanzen die Raumluft reinigt und befeuchtet

Stellen Sie sich und FLORAFILT Luftreiniger kurz unseren Lesern vor!

FLORAFILT’s Ziel ist Wohlbefinden, Produktivität und Gesundheit durch natürlich gute Luft in Gebäuden zu erzeugen.

FLORAFILT’s Gründer sind Reinhard, Tobias, Marco, Julius und Kay. Fünf Jungs aus dem Spreewald, die daran glauben, ein gesünderes Arbeits- und Lebensumfeld für Millionen von Menschen schaffen zu können.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Schadstoffbelastete und trockene Luft in Gebäuden belastet uns und schränkt unsere Lebensqualität und Leistungsfähigkeit ein. Mit FLORFILT sahen wir eine Möglichkeit diese Probleme zu lösen und das alltägliche Umfeld vieler Menschen auf natürliche Weise zu verbessern.

Aus meinen Studien an der Purdue University (USA) konnte ich bereits sehr viel Wissen und Erfahrung auf dem Gebiet Luftreinigung und -befeuchtung mit Pflanzen sammeln, da ich im Rahmen meiner Diplomarbeit selbst über Monate hinweg Versuche dazu geleitet habe. Aber um natürliche und effektive Luftreinigung mit Pflanzen für alle zu ermöglichen, brauchte es ein Produkt. So entstand FLORAFILT.

Welche Vision steckt hinter FLORAFILT Luftreiniger?

Es sollte für jeden Menschen selbstverständlich sein natürlich gute Luft zu atmen. Die Realität sieht leider anders aus: 90% unserer Lebenszeit verbringen wir in Gebäuden, die Luft dort ist häufig zu trocken und 3-5x stärker mit Schadstoffen belastet als die Außenluft. Das hat wenig mit natürlich guter Luft zu tun. Und da nur wenige Menschen ihren Alltag frei bestimmen können und ihn am Ort ihrer Wahl verbringen, ist es unsere Vision den Wald ins Büro zu holen.

Indem wir mit FLORAFILT das Wurzelwerk von Pflanzen als Luftreiniger aktivieren, schöpfen wir das volle natürliche Reinigungspotenzial der Pflanzen aus. Diese Technik ermöglicht es, mit nur wenigen Pflanzen ein waldähnliches Raumklima in einem Büro herzustellen.

Außerdem besteht durch FLORAFILT die Möglichkeit Emissionen und Energiekosten von Gebäuden zu reduzieren. Da wir die Raumluft „recyclen“, muss weniger, meist kältere, Außenluft dem Gebäude zugeführt und erwärmt werden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Für uns stand von Anfang an der Nutzer im Mittelpunkt. Wir haben unsere Prototypen deshalb bei potenziellen Kunden getestet und Gespräche mit Ihnen geführt, um die wichtigsten Eigenschaften des Produkts zu definieren. Es sollte leise, wartungsarm, einfach anwendbar und modular im Aufbau sein. Jeder der Punkte stellte uns vor Herausforderungen, die wir Stück für Stück abgearbeitet haben. Die iterative Ermittlung der Steuerungskennwerte, um das Gerät robust, nutzerfreundlich und einfach bedienbar zu machen, war dabei wahrscheinlich die zeitintensivste Herausforderung.

Die Tatsache, dass wir FLORAFILT nebenberuflich aufgebaut und uns bisher komplett selbst finanziert haben, gab uns sehr viel Freiheit. So konnten wir bis zuletzt ohne Druck am Produkt feilen und unabhängig entscheiden, wann FLORAFILT auf den Markt kommen sollte.

Wer ist die Zielgruppe von FLORAFILT Luftreiniger?

Rund 50% aller Angestellten arbeiten aktuell in einem Büro. Tendenz steigend. In den großen Ballungszentren entstehen gigantische Bürokomplexe mit tausenden Arbeitsplätzen und alle Gebäude werden immer isolierter. Was gut für den Energieverbrauch des Gebäudes ist, ist nicht immer gut für die Luftqualität im Inneren.

FLORAFILT spricht deshalb Unternehmen an, die auf natürliche Weise die Attraktivität ihrer Arbeitsplätze erhöhen möchten, indem sie ein gesundes Raumklima schaffen. Davon profitieren nämlich nicht nur die Mitarbeiter, sondern insbesondere die Unternehmen selbst. Höhere Produktivität, mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz und weniger Krankheitstage – also eine Win-Win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Wie funktioniert der FLORAFILT Luftreiniger? Wo liegen die Vorteile?  Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Einfach gesagt, saugt FLORAFILT verschmutzte Raumluft ein und leitet diese in einer bestimmten Geschwindigkeit entlang des Wurzelwerks der eingesetzten Pflanzen.  Die Wurzeln übernehmen dann die eigentliche Arbeit und befreien die Luft von Schadstoffen. Durch das Wasserbad im Geräteinneren und der natürlichen Feuchtigkeit der Pflanze, wird die eingesaugte Luft zudem moderat und hygienisch befeuchtet.

Es gibt drei Punkte, die FLORAFILT gegenüber vergleichbaren Produkten besonders machen: 

FLORAFILT benötigt keinen künstlich hergestellten Filter, der gewechselt werden muss. Wir verwenden zur Luftreinigung und -befeuchtung ausschließlich handelsübliche Hydrokulturpflanzen. 

Der Kunde benötigt nicht zwingend einen Gärtner für die Pflanzen. Die Pflege kann ebenso von einer Person im Büro übernommen werden, diese bekommt regelmäßig Erinnerungen von uns. Geht einmal eine Pflanze kaputt, kann diese einfach kompostiert werden und eine neue Pflanze wird geliefert. Diese kann samt angelieferten Topf einfach in das Gerät gestellt werden. 

Der dritte Punkt ist der modulare Aufbau von FLORAFILT. Neben der bei IKARUS…design erhältlichen stand-alone Lösung bieten wir Einbauteile, die in Inneneinrichtungen integriert werden können. Das spart kostbare Nutzfläche, denn gerade in Toplagen sind Gebäude oft bis auf den letzten Zentimeter durchgeplant. 

Um auch für modulare Aufbauten attraktive Gesamtlösungen anbieten zu können, machen wir gerade Versuche mit einem namhaften Büromöbelhersteller. Wir glauben das wird richtig schick werden!

Außerdem haben wir Spaß an neuen und individuellen Lösungen mit FLORAFILT’s Technologie, hierzu sind wir in Gesprächen mit einem bekannten deutschen Innenarchitekten.

FLORAFILT Luftreiniger, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren werden wir die Büros der DACH Region nachhaltig verändert haben und nach Asien expandiert sein.

Unser Ziel ist es flächendeckend den Krankenstand zu reduzieren, sowie die Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeiter zu erhöhen. Menschen sind die Schlüsselgröße in jedem Unternehmen und können so bei gleicher Arbeitszeit mehr erreichen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Betrachte deine Idee aus vielen Perspektiven: Bevor Du mit deiner Idee durchstartest, solltest du dir sicher sein, dass sie gut ist. Nimm Dir deshalb Zeit, um sie reifen zu lassen. Betrachte die Idee immer aus der Sicht deiner Zielgruppe. Spreche mit diesen Leuten und freue dich über Kritik und Fragen, denn dann denkt jemand mit. Taucht eine Frage häufiger auf, ist es deine Aufgabe, Antworten zu finden.

Durchhaltevermögen: Irgendwann wirst du spüren, ob die Idee auch aus anderen Blickwinkeln gut ist. Entscheidest Du dich dann für das Projekt, ist fortan das Wichtigste es durchzuziehen. Du musst überzeugt sein, dass dieses Projekt ein Erfolg wird, denn „dein stärkster Muskel ist dein Wille.“

Es wächst DAS wofür Du deine Energie verwendest: Eine einfache Regel, die Du dir bewusst machen musst. Nur wenn Du deine Zeit und Energie in dein Projekt steckst, kann es wachsen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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