Authentisch bleiben, fokussiert sein und sich immer wieder hinterfragen

Alexander Schophoff Gründer von flexylot, der neue Weg der Bildaufhängung, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!

Mein Name ist Alexander Schophoff, ich komme aus Hamburg und bin gelernter Kaufmann. Ich arbeite einige Jahre im Druckmedienbereich, bevor ich Anfang 2017 die Leitung einer Galerie übernahm.

Die Aufgabe passte zu meiner noch jungen Idee, einer „revolutionären Art der Bildaufhängung“. Ich akquirierte Fotografen und gründete am Standort der Galerie im April 2018 die flexylot UG.

Mein StartUp setzt den Fokus auf die im technischen Fortschritt vergessene Bildaufhängung. Ich verfolge einen neuen Ansatz: Bilder müssen nachträglich veränderbar bleiben. Nägel im Putz und wackelige Bilder sollten der Vergangenheit angehören, Galerieschienen nutzt kaum ein privater Haushalt – es fehlt eine echte Innovation.

Auf der anderen Seite – das digitale Zeitalter. Große, beeindruckende Bilder sind in jeder Qualität erschwinglich und verfügbar, Bilderwände aus mehreren kleinen und mittleren Bildern sind beliebt, Millionen von Smartphones archivieren in einer nie dagewesene Qualität unzählige Bilder von schönen Momenten und persönlichen Blickwinkeln. Viele festgehaltene Momente wären es wert, an die Wand gebracht zu werden. Doch der Gedanke an eine exakte Anbringung lässt unweigerlich die Mundwinkel nach unten fallen, die eigene Bildwand scheitert oft an der komplizierten Umsetzung.

Wir brauchten ein Bildaufhänge-System, dass nahezu jeden Rahmen aufnehmen kann, wirklich flexibel ist und an die „Can do Attitude“ appelliert. Die Formgebung von flexylot ermöglicht, ein Bild von nur einem Aufhängepunkt aus zu verschieben und auszuloten, ohne wackeliges Endergebnis. 

Durch das Wenden des Aufhängers können Sie in alle Richtungen agieren. Was auch völlig neu ist: Die Abstände zwischen den Bildern bleiben nachträglich veränderbar. Ohne sichtbare Galerieschiene und Nylonfaden.  Mit diesem neuartigen Ansatz wird das Aufhängen von Bildern nicht nur eine lässige Angelegenheit, wir möchten auch Neugier entfachen, denn es gibt ein enormes Potenzial. 

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Alexander Schopfhoff: Bei einem Job in einem Hamburger Business Club mussten Bilder in Reihen gehängt werden. Alles war gerade frisch renoviert und das Setzen der Bohrlöcher zog sich ewig, vor Allem weil die Aufhängepunkte durch Drahtseile nur schwer auszumachen waren. 

Es folgte ein unendliches Maßnehmen und Nachkontrollieren. Man konnte ja nicht einfach nachjustieren. Ich konnte nicht glauben, dass keine Lösung existiert, die mich einfacher ans Ziel bringt. Wie soll man da zu Hause Lust auf schön arrangierte Bilder bekommen?

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

flexylot ist der neue Weg der Bildaufhängung. Es war an der Zeit, diese zu vereinfachen und flexibler zu gestalten. 

Ich verfolgte die Vision, dass eine Bildausrichtung an der Wand so variabel werden muss, dass ein Nachjustieren von mehreren Zentimetern einfach und präzise möglich wird und Abstände zwischen Bildern so veränderbar sind, dass man bei der Umsetzung an der Wand wirklich von einer Innovation sprechen kann.

Schlussendlich ist mit flexylot ein Produkt entstanden, dass all diese Funktionen vereint. Sie können Ungenauigkeiten ausgleichen, Höhen und Abstände korrigieren, unnötige Bohrlöcher vermeiden, oder bei leichteren Bildern das Bohren gleich ganz weglassen.

Der über diverse Kanäle vorgelebte DIY Appell, befreundete Fotografen und Künstler, die durch Motive und Bilder der Marke ein Gesicht geben, machen die Vision greifbarer. „Make the Vision to a Mission.“

Doch auch ein achtsamer Umgang mit Ressourcen, durch die Verwendung von recyceltem Kunststoff und eine Verpackung aus 100% Altpapier, gehört zu meiner Vision. Als Vater von drei Jungs ist dieser Aspekt für mich auch eine Frage der Haltung. 

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Alexander Schophoff: Jeder, der sich für schöne Bilder faszinieren kann und keine Muße mehr für die herkömmliche, starre Bildaufhängung hat.

Unsere Handys und Speicherplätze sind voll von Bildern mit besonderen Momenten und schönen Augenblicken, die uns berühren und uns an das Erinnern, was wirklich wichtig ist. Künstler und Fotografen liefern Denkanstöße, Farben und schlussendlich Wohngefühl. In digitaler Form bleiben all diese Eindrücke flüchtig, denn die volle Kraft entfaltet sich erst als Bild an der Wand. 

Das wollen wir vermitteln. Da rücken auch Galerien und Künstler in den Fokus. Bilder stiften Ruhe und Identität. DIY schafft Kreativität. flexylot macht den entscheidenden Unterschied für eine leichtere Umsetzung an der Wand. Der absolute Kern unserer Zielgruppe sind all Jene, die auch mal drei Bilder nebeneinander, oder mehrere Bilder zusammen arrangieren möchten.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?

Es war für mich einfach naheliegend. Man sollte alles versuchen, um sein Startup voran zu bringen. Besonders, wenn sich so eine Chance bietet. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ich bin mit Leib und Seele der Gründer meiner Firma. Für mich besteht die Hauptaufgabe darin, alle Prozesse zu erfassen und zu verstehen.

Mein spezielles Aufgabengebiet ist die kreative Entwicklung von Produkten und der Markenstrategie sowie das Herausfiltern von Kontakten. Daraus folgt stetiges Lernen durch die Zusammenarbeit mit Experten. Das war gefühlt die beste Vorbereitung. Der Rest kommt dann mit dem Vorlauf zur Aufzeichnung.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Es hat mir eine gewisse Zuversicht verliehen, dass ich auf dem richtigen Weg sein muss. Das motiviert natürlich. Der Zuspruch im Umfeld und die komfortablere Ausgangsposition bei der Akquise von Geschäftspartnern helfen auch beim Fokussieren. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf flexylot aufmerksam werden?

Alexander Schophoff: Die Medienaufmerksamkeit ist mit der Ausstrahlung schnell da, aber auch schnell wieder verschwunden. Wir versuchen diese Aufmerksamkeit bestmöglich zu nutzen und flexylot langfristig im Markt zu platzieren. Wie gut uns dies gelingt, werden wir in 6-8 Monaten abschätzen können. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Frank Thelen und Ralf Dümmel.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Alexander Schophoff: flexylot ist der neue Weg der Bildaufhängung. Gefestigt, mit starken Partnern an der Seite kontinuierlich wachsend. Bilder, Kultur und Marke wachsen zusammen. Weltweit führend ist hochgegriffen, aber möglich. Die Konkurrenz ist nämlich schwach.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Authentisch bleiben, fokussiert sein und sich immer wieder hinterfragen.

Ich lese immer Bücher. Von „The One Thing“ über „Denke nach und werde Reich Praxisbuch“ bis „52 Denkfehler, die Sie lieber anderen überlassen“ und viele weitere.

Es hilft mir dabei in der Bahn zu bleiben und die Weiterentwicklung der Persönlichkeit wird gefördert, wenn man die Themen verinnerlicht. Es fühlt sich zumindest so an.

Bild: Alexander Schophoff aus München präsentiert mit „Flexylot“ ein Aufhängungstool für Bilder. Er erhofft sich ein Investment von 150.000 Euro für 25,1 Prozent der Anteile an seinem Unternehmen.
Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie flexylot am 17. März in der Höhle der Löwen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Alexander Schophoff für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

redaktion

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