Flexibles Arbeiten: An der Spitze der Wunschliste

Begonnen als Option für Eltern mit kleinen Kindern, boomt flexibles Arbeiten nun bei allen Angestellten auf allen Karrierestufen. Begründet damit, dass die neue Arbeitsform die Freiheit bietet, den Tag effektiver und individueller zu gestalten. Neueste Technologien ermöglichen zudem in vielen Berufen schon lange mobiles Arbeiten – von nahezu jedem Ort zu jeder Zeit. Hier liegt die Herausforderung für Betriebe dabei, die neuen Möglichkeiten des flexiblen Arbeitens geschickt einzusetzen und zu nutzen.

Viele Unternehmen haben dabei bereits die Vorteile von flexiblem Arbeiten erkannt:

Erlaubt Arbeitnehmern nicht nur, von überall auf der Welt zu arbeiten, sondern es steigert zudem Produktivität, Zufriedenheit und Work Performance der Angestellten. 

Flexibles Arbeiten: Das neue Normal

Weltweit wurden Arbeitnehmer bei dem aktuellen IWG Global Workspace Survey gefragt, ihre Wünsche an eine Neuanstellung zu priorisieren. 83 Prozent bestätigten, bei zwei Jobangeboten jenes abzulehnen, das kein flexibles Arbeiten ermöglicht. In Deutschland liegt die Zahl sogar bei beeindruckenden 92 Prozent. Die bestehende Option auf mehr Flexibilität besänftigt die Arbeitnehmer bei täglichen Hürden, die der Job bereithält und steigert parallel die Produktivität. 

Flexibles Arbeiten wird deshalb auch bereits von vielen Professionals auf globaler Ebene (75 Prozent) als das „neue Normal“ angesehen. Bei der Jobsuche ist die Frage nach flexiblem Arbeiten hoch und keine Anzeichen weisen darauf hin, dass diese Tendenz zeitnah abebbt. Vor allem in den Feldern Beratung, Kommunikation sowie IT erfreut sich Flexibilität hoher Beliebtheit. Auch viele Führungspositionen haben bemerkt, dass die Möglichkeit flexiblen Arbeitens deutlichen Einfluss auf das Rekrutieren neuer Talente, das Halten der Angestellten sowie deren Motivation im neuen Job hat:

So bestätigen 70 Prozent der Befragten weltweit, dass flexibles Arbeiten generell ein Schlüsselfaktor bei der Berufswahl ist. Dabei geht es um ein Geben und Nehmen: Als Arbeitgeber ermöglicht man dem Arbeitnehmer mehr Freiraum und geht somit stärker auf die individuellen Wünsche ein, dafür bekommt das Unternehmen im Umkehrschluss vom Arbeitnehmer mehr Leistung und Zufriedenheit.

Weitere Vorteile von flexiblem Arbeiten

81 Prozent der deutschen Survey-Teilnehmer bestätigen, dass sich das „neue Normal“ positiv auf die Work-Life-Balance auswirkt, weil der Tagesablauf individueller gestaltet werden kann. Außerdem verringert es frustrierende Pendelzeiten und hilft dabei, näher an Wohnort und Familie zu sein. 70 Prozent der Survey-Teilnehmer bestätigen zudem, dass die erhöhte Flexibilität eine positive Auswirkung auf jene hat, die unter starkem Stress oder Depressionen leiden.

Flexibles Arbeiten: An der Spitze der Wunschliste

80 Prozent der globalen Studie geben ergänzend an, dass flexibles Arbeiten Betriebe verstärkt durchmischt aufstellt. So steigen beispielsweise die Lebenserwartungen an, wodurch auch ältere Angestellte und deren Bedürfnisse immer wichtiger für Unternehmen werden. Die Option auf flexibles Arbeiten lockt darüber hinaus neue Talente an und trägt verstärkt dazu bei, diese im Betrieb zu halten.

Kurzum:

Flexibles Arbeiten geht auf individuelle Wünsche der Arbeitnehmer ein und schafft gleichzeitig mehr Zeit und Raum für einen effektiven Work Flow und somit für mehr Produktivität. Win, win.

Über den Autor

Seit 2014 ist Stefanie Lürken als Country Manager bei IWG plc, dem Dachunternehmen führender Büroanbieter wie Regus und Spaces, aktiv. Zuerst für den deutschsprachigen Raum verantwortlich, gehören seit 2019 aber auch die Wachstumsmärkte Ost-Europas zu ihrem Portfolio. Zuvor war Lürken über zwei Jahrzehnte in der Fast Moving Consumer Good Industrie tätig wie in verschiedenen Positionen bei Coca-Cola im Marketing und Vertrieb sowie als Geschäftsführerin im Mittelstand. 

HINWEISE ZUR VERÖFFENTLICHUNG 

*Für die Mehrheit der Befragten dieser Studie ist die Definition einer flexiblen Arbeitsplatzpolitik die Möglichkeit, den Arbeitsplatz selbst auszuwählen und ändern zu können. 

Über die Global Workspace Studie

Die IWG Global Workspace Survey wird seit 10 Jahren durchgeführt. Über 15.000 Berufstätige aus verschiedenen Branchen in 80 Ländern wurden befragt. Die Befragung fand online im Januar 2019 statt. Die Befragten stammen aus einem Pool an Kunden, Interessenten und führenden Wirtschaftsunternehmen. Die Studie wurde unabhängig von MindMetre Research durchgeführt. Die Teilnehmer/innen wurden nach ihrer Meinung zu dem Wandel bei Arbeitsplatzmodellen und flexiblen Arbeiten befragt. Mehr Informationen unter www.iwgplc.com.

Fotograf Titelbild: Christian O. Bruch

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