Es werden viele Fehler passieren, aus denen man lernt.

flemmard Fashion trifft Kunst: Kunstwerke auf T-Shirts

Stellen Sie sich und flemmard kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Kilian von Berlichingen und ich bin Gründer von flemmard. flemmard ist ein Fashion Label, das versucht, jungen Leuten Kunst durch Streetwear näher zu bringen. Wir bringen jeden Monat ein neues Produkt heraus, das ein anderes Kunstwerk abbildet und von unserem Kunstexperten-Team ausgesucht wird. Jedes Produkt wird mit einem Zertifikat und einer kleinen Biografie über den abgebildeten Künstler und dessen Kunstwerk verschickt.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich hatte nie vor, ein Unternehmen zu gründen. Ich bin der Meinung, man sollte nie nur des Gründungswillens nach Gründungsideen suchen. Da ich selber sehr kunstinteressiert bin und wenige Freunde diese Passion mit mir teilen, kam mir die Idee, Kunst an meine Generation über das Medium Fashion zu vermitteln. 

Welche Vision steckt hinter flemmard?

In Deutschland interessieren sich junge Menschen, finde ich, zu wenig für Kunst. Wir finden es umso mehr schade, dass die wenigsten von uns wissen, wer Kandinsky, Pollock oder Delaunay sind. Was natürlich auch sehr dazu beigetragen hat, dass Kunst für viele nicht wirklich greifbar ist, ist die Verschlossenheit der Kunstszene und deren Akteure. Wir, bei flemmard, wollen diese Barrieren überwinden und Kunst, als Teil unserer Kultur, jedem zugänglich zu machen.

Von der Idee bis zum Start: was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als wir angefangen hatten, hätten wir nie gedacht, so schnellen und wachsenden Zuspruch für unser Projekt zu erhalten. Umso schwieriger war es, diesem Wachstum gerecht zu werden. Finanziert haben wir uns bis heute mit eigenen Mitteln und schreiben zum Glück schon „schwarze Zahlen“.

Wer ist die Zielgruppe von flemmard?

Abgesehen von Kunstinteressierten wollen wir ja gerade diejenigen Leute ansprechen, denen der Zugang zur Kunst nur schwer möglich ist. Durch unseren sehr minimalistischen Ansatz sprechen wir daher vor allem junge Leute an, die ein urbanes, hippes Leben führen.

Was ist das Besondere an der Fashion von flemmard? Wo liegen die Vorteile?  Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Besondere bei uns ist, dass wir nicht nur Kunstwerke auf Fashion drucken, sondern auch tatsächlich Kunstwissen weitergeben. Bei jedem Kauf erhält der Kunde ein Zertifikat wie bei einem richtigen Kauf eines Kunstwerks. Auf dieser Urkunde geben wir noch eine kleine Biografie über den Künstler und eine Analyse über das Kunstwerk, so dass der Kunde bei jedem Kauf tatsächlich etwas dazulernt.

Wie ist das Feedback?

Das Feedback ist bis jetzt sehr gut. Wir haben kein einziges T-Shirt zurückgeschickt bekommen. Wir arbeiten mit exklusiven und zertifizierten Partnern zusammen, um unseren Kunden ein hochqualitatives Produkt anbieten zu können. 

flemmard, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ziel ist es, mit Galerien und aufstrebenden Künstlern zusammenzuarbeiten. Wir bieten ihnen eine Plattform, sich bei jungen Leuten vorzustellen und den Kunstdiskurs in unserer Generation anzustoßen. Somit planen wir, langfristig die Brücke von dem bis dato sehr exklusiven Kunstmarkt zur heutigen Jugend zu bauen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Es werden gute und schlechte Tage kommen, Tage an denen man total euphorisch ist und Tage an denen man nicht mehr weiter weiß. Jeder Gründer sollte sich auf die schlechten Tage vorbereiten und den Mut und die Stärke haben weiterzumachen.

2. Es werden viele Fehler passieren, aus denen man lernt. Wichtig ist, darauf immer flexibel und kreativ zu reagieren. Nehmt es locker und lernt daraus.

3. Lieber jetzt gründen als in 20 Jahren. Wer eine gute Idee hat und sich heute nicht traut, wird sich noch weniger in 20 Jahren aufgrund der größeren Verantwortung trauen. Aus diesem Grund: Go for it now!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Kilian von Berlichingen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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