Montag, Januar 18, 2021

Geduld haben

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Fixando Online Portal Suche und Vermittlung von lokalen Dienstleistungen

Stellen Sie sich und das Startup Fixando doch kurz unseren Lesern vor! 

Fixando, ist ein Online Portal für die einfache Suche und Vermittlung von lokalen Dienstleistungen, quasi die Gelben Seiten 2.0. Unsere Kunden finden über die Fixando Webseite oder die Fixando App Dienstleister aus 1200 verschiedenen Kategorien – vom Fotografen, über den DJ und den Personal Trainer bis hin zum Handwerker ist da wirklich alles dabei. Umgekehrt sind wir für diese Freiberufler, Selbstständigen und Kleinunternehmer ein effektives Werkzeug, um neue Kunden und Aufträge zu akquirieren und ihren Webauftritt zu optimieren.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Tatsächlich ist Fixando nicht das erste Unternehmen, das wir mit unserem Team gegründet haben. Insgesamt verfügen wir alle über mehr als 10 Jahre Erfahrung im Bereich Online Kleinanzeigen. Wir haben uns diesen Markt dann nochmal genauer angesehen und in der Vermittlung von Dienstleistungen eine gewisse Marktlücke entdeckt. Denn für den Kauf und Verkauf von physischen Produkten – egal ob neu oder gebraucht – gibt es viele Plattformen. Für Services aber eben noch nicht so viele. Und da kommt Fixando dann ins Spiel!

Welche Vision steckt hinter Fixando?

Fixando möchte es für Kunden und Servicedienstleister so einfach wie möglich machen ins Geschäft zu kommen. Unsere Kunden können mit wenigen Klicks einen Dienstleister beauftragen. Und zwar nicht irgendeinen, sondern einen absoluten Experten in seinem Gebiet und das natürlich zu einem fairen Preis. Da kommt dann zum Beispiel unsere Bewertungsfunktion, mit der jeder Kunde seinen Dienstleister nach Abschluss der Arbeiten bewerten kann, ins Spiel. 

Das gleiche gilt letztlich auch für unsere Dienstleister. Auch diesen möchten wir es so einfach wie möglich machen neue Kunden und Aufträge zu gewinnen, sowie einen Überblick über verfügbare Auftrräge zu erhalten. Gerade bei Handwerkern gibt es zum Beispiel viele Topleute, absolute Experten auf ihrem Gebiet. Aber beim Thema Marketing und insbesondere Online Marketing tun sich diese Menschen dann doch oft schwer. Genau da setzen wir an. Fixando bietet dieser Zielgruppe auf einfache Weise einen Online Auftritt und versorgt sie mit neuen Aufträgen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben uns bisher aus eigenen Mitteln der Gründer finanziert, sowie natürlich aus den regelmäßigen Umsatzeinnahmen.

Wer ist die Zielgruppe von Fixando?

Unsere Auftraggeber sind alle Privatleute und Unternehmen, die eine Dienstleistung benötigen. Auf der anderen Seite zählen zu unseren Dienstleistern vor allem Selbstständige und Freiberufler, aber auch kleine und mittelständische Betriebe. In Deutschland gab es in 2019 alleine 1,43 Mio Selbstständige – da sprechen wir also schon über eine ziemlich große Zielgruppe.

Wie funktioniert Fixando? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Alles geht los in dem ein Kunde, also der Auftraggeber, eine Dienstleistungsanfrage bei uns einstellt. Das geht ganz einfach, indem er oder sie einen kurzen Fragebogen ausfüllt. Damit erheben wir alle notwendigen Informationen, die der Dienstleister für die Abagbe seines Angebots benötigt. Anschließend senden wir diese Anfrage an alle Dienstleister, die aufgrund ihrer Kenntnisse, ihrem Berufsbereich und ihrem Standort für den Auftrag in Frage kommen. Für den Auftraggeber ist das alles kostenlos.

Unsere Dienstleister können sich die Anfrage dann in allen Details dann ebenfalls kostenfrei ansehen. Wenn die Anfrage dann wirklich gut passt und der Dienstleister ein Angebot abgeben möchte, kann er das dann gegen eine geringe Gebühr tun und er erhält sofort die bestätigten Kontaktdaten des Kunden.

Viele andere Plattformen verwenden hier ein Abomodell oder verlangen eine Provision vom Auftragsvolumen. Das alles tun wir bei Fixando nicht. Und damit der Kunde das Angebot der Dienstleister auch wahrnehmen kann und jeder Dienstleister eine realistische Chance hat den Auftrag zu gewinnen, dürfen pro Anfrage auch immer nur max. 5 Angebote abgegeben werden.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Unsere Dienstleister haben den Lockdown natürlich schon zu spüren bekommen. Mit der Schließung der Fitnessstudios waren zum Beispiel unsere Fitness Trainer von heute auf morgen ohne Arbeit. Wir haben dann mit unseren Partnern zusammengearbeitet, um innovative Lösungen für die von der Krise besonders betroffenen Bereiche zu finden.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Zunächst haben wir unsere Dienstleister und Auftraggeber dazu aufgerufen innovativ zu denken. Manche Dienstleistungen können zum Beispiel auch als Remote Service über das Telefon oder per Skype oder Zoom Telefonat durchgeführt werden. 

Außerdem ermöglichen wir jetzt jedem Dienstleister sich als „sicher“ zu kennzeichnen. Das kann er dann tun, wenn er sich an gewisse Hygienevorschriften in der Zusammenarbeit mit seinen Kunden hält, also zum Beispiel eine Maske trägt und sich regelmäßig die Hände desinfiziert. 

Darüber hinaus haben wir ein paar Features etabliert mit denen der Dienstleister seine Arbeitsabläufe noch effizienter gestalten kann. Das beinhaltet zum Beispiel eine Kalenderfunktion und die Möglichkeit direkt mit dem Auftraggeber per Whatsapp in Kontakt zu treten.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir denken, dass sich unsere Gesellschaft nun noch schneller ins digitale Zeitalter weiter entwickeln wird. Durch Corona arbeiten viel mehr Menschen und viel mehr Betriebe virtuell zusammen – und wir sehen es funktioniert. Deshalb sehen wir die Krise durchaus als Chance für unser Unternehmen, denn die immer mehr Menschen werden immer mehr online machen wollen. Und dann gucken sie bei der verstopften Wasserleitung eben nicht mehr in die Gelben Seiten, sondern beauftragen gleich online einen Experten – zum Beispiel über Fixando.

Fixando, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es weiterhin das Beauftragen von lokalen Dienstleistern so einfach und so transparent wie möglich zu gestalten. Wir sind da auf einem guten Weg, aber es gibt da noch einige Features, die wir aufbauen möchten. 

Außerdem wollen wir international weiter wachsen. Aktuell sind wir außerhalb der DACH-Region insbesonderen noch auf der iberischen Halbinsel, also in Spanien und Portugal aktiv. Weitere Länder stehen aber schon in den Startlöchern – diese Schnelligkeit ist eben das schöne bei einem skalierbaren Business! 

Insgesamt wollen wir uns einer Referenz, also einer Institution für das Suchen von lokalen Services entwickeln. Vor 10, 20 Jahren griff jeder zu den Gelben Seiten, wenn er einen Experten gesucht hat. Und da wollen wir irgendwann auch hin – Fixando als die Gelben Seiten des 21. Jahrhunderts.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Mein erster Tipp lautet: Habt Geduld! Ein Internet Start-Up wird nicht über Nacht groß. Es braucht 5-7 Jahre bis man sich in einem Markt richtig etabliert hat. Also seht zu, dass ihr die notwendige Geduld und die entsprechenden finanziellen Mittel habt um diesen Zeitraum zu überbrücken.

Außerdem sollte eurer Gründerteam divers sein. Es bringt nichts ein Team aus 5 Entwicklern zu haben. Gleichzeitig ist es aber auch Quatsch, wenn sich 5 BWLer zusammen tun, von denen keiner ein technisches Grundwissen hat. Jedes Unternehmen braucht verschiedene Fähigkeiten. Davon könnt ihr euch natürlich einige zukaufen oder Experten einstellen, aber es ist immer gut mit einem Team aus verschiedenen Leuten an den Start zu gehen.

Die Entwicklung eures Produkts und der Aufbau eines Kundenstamms sollte immer im Mittelpunkt stehen. Ich habe schon Firmen gesehen, die immer nur von einem Investment aufs nächste hin gearbeitet haben, dabei aber völlig den Fokus auf die Entwicklung ihres Produkts und das Zufriedenstellen ihrer Kunden verloren haben. Deshalb – passt auf das euch das nicht passiert.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Miguel Mascarenhas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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