Erst die richtige Umsetzung macht aus der Idee eine Innovation

firstwire webbasierte Primär- und Sekundärmarktplatz für Privat Debt

Stellen Sie sich und das FinTech Startup firstwire doch kurz unseren Lesern vor!
Michael Dreiner: firstwire.market ist der erste webbasierte Primär- und Sekundärmarktplatz für Privat Debt. Das FinTech-Unternehmen bietet für privat vermittelte Finanzierungen eine unabhängige 24/7-Web-Plattform. Sie verbindet mit unserem Credo „Your market. Your community.“ professionelle Kapitalmarktteilnehmer und bringt Angebot und Nachfrage direkt zusammen. Mehr als 15 Enthusiasten aus den Bereichen Kundenbetreuung, Technologie, Marketing, Geschäftsentwicklung und Recht arbeiten in unserem firstwire Team zusammen. Gründer sind ich, Michael Dreiner (CEO), und Johannes Haidl (CFO). Entwickelt und realisiert wird die Online-Plattform gemeinsam mit dem Mitgründer Friedhelm Andreas Schmitt und seinem Technologie-Unternehmen Fincite. Geschäftsführer Jens Michael Otte (CMO) verantwortet den Vertrieb.

Wie ist die Idee zu firstwire entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Johannes Haidl: Die Idee zu firstwire ist aus unserer Beratungstätigkeit für verschiedene institutionelle Investorengruppen entstanden – eine einfache Idee mit revolutionären Folgen: Was wäre, wenn ein direkter Austausch zwischen Kapitalmarktteilnehmern möglich wäre? Ohne Bank, ohne Vermittler? Bei voller Transparenz. Das würde Banken auf eine völlig neue Weise herausfordern, den Teilnehmern endlich einen guten Überblick und bessere, schnellere Geschäfte bieten.

Michael Dreiner: Der Startzeitpunkt für firstwire hätte auch nicht besser sein können. Das Zusammenspiel zwischen Finanzdienstleistung und Technologie „sprengt“ bekannte Rahmenbedingungen und multipliziert Möglichkeiten. Auch institutionelle Marktteilnehmer schauen mit großem Interesse auf diese Veränderungen und beschäftigen sich zunehmend mit den Vorteilen digitaler Entwicklungen. Große Banken wie die ING-DiBa ließen bereits den Wunsch nach einer Plattform für Schuldscheine laut werden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Michael Dreiner: In der heutigen Zeit ist die größte Herausforderung für uns die ständige Anpassung und Weiterentwicklung unserer Geschäftsidee und des Unternehmens. Wir befinden uns auf einem sehr dynamischen Markt, auf dem sich nahezu täglich Prozesse ändern, auf die wir sofort reagieren müssen.

Johannes Haidl: Wir finanzieren uns über Menschen, die an ein zeitgemäßes Produkt im neuen Finanzzeitalter glauben und uns als „Business Angels“ unterstützen. In Zukunft werden wir, gemeinsam mit Investoren, unser Geschäft weiter ausbauen und für schnelleres Wachstum sorgen.

Wer ist die Zielgruppe von firstwire?
Johannes Haidl: Bisher wendet sich unser Angebot an Kommunen und kommunale Unternehmen, Versicherungen und Pensionsfonds, Groß- und Mittelständische Unternehmen sowie Kreditinstitute.

Welchen Service bieten Sie an?
Michael Dreiner: firstwire bietet die Technologie und die Prozesse, die für die Durchführung von Transaktionen notwendig sind. Zusätzlich können sich Teilnehmer darin unterstützen lassen, die Dienstleistungen von firstwire optimal zu nutzen. Hierfür steht ihnen das Angebot der firstwire consulting GmbH zur Verfügung. Es beinhaltet verschiedene Tools, u.a. professionelle Risikoanalyse von Instrumenten, Unterstützung bei der Emission im Primärmarkt und vieles mehr.

Wie funktioniert firstwire? Welche Vorteile bietet firstwire?
Johannes Haidl: Die Teilnehmer stellen ihre Anfragen und Angebote selbst auf firstwire.market ein – ohne Bank als Vermittler. Die potenziellen Transaktionspartner können erstmalig in direkten Kontakt treten und weitere Informationen anfragen und austauschen. So können zum Beispiel Darlehensanfragen eingestellt, Angebote verglichen und die genaue Vertragsgestaltung mit den Geldgebern direkt verhandelt werden (Primärmarkt). Auch bereits bestehende Darlehen zu kaufen oder verkaufen wird ermöglicht (Sekundärmarkt). So entsteht ein neuer Markt, bei dem die Bank als Vermittler und „Informationsmonopolist“ obsolet wird. Die Folge: direkte Informationen der Marktteilnehmer zu Preis, Marge, Bedürfnissen und eine stetig aus sich heraus wachsende Community. Der Trend zur Transparenz ohne Vermittler ist nicht aufzuhalten. Das gute daran ist, dass sich alle Beteiligten als wirkliche Partner fühlen und auch so behandelt werden. Der Markt wird dadurch größer und schneller.

Wie ist das Feedback?
Michael Dreiner: Die wichtigste Resonanz, die wir von Banken bekommen, ist Neugierde. Sie wächst vor allem bei denjenigen, die die digitale Konkurrenz fürchten. Wir sind glücklich, bereits Banken unter unseren Kunden zu haben. Auch die Versicherer haben firstwire.market sehr positiv aufgenommen und einige namhafte Unternehmen sind bereits Teil der Community.

firstwire, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Johannes Haidl: Zunächst ist es unser Ziel, firstwire auf dem deutschen Markt weiter zu etablieren. Im nächsten Schritt wollen wir europäische Netzwerke schaffen, die firstwire.market als Community auch international weiter wachsen lassen. Aufbau und Ausbau von Kundensegmenten und die stetige Weiterentwicklung unserer Plattform werden optimiert und vorangetrieben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Michael Dreiner: Erst die richtige Umsetzung macht aus der Idee eine Innovation.
Johannes Haidl: Nicht zögern, groß zu denken. Manchmal bedarf es eines kleinen Umweges, doch das große Ziel sollte man nie aus den Augen verlieren.
Michael Dreiner: Das Team macht den Erfolg.

Bild: Das Team von firstwire (v.l.n.r.): Michael Dreiner, Johannes Haidl, Friedhelm Andreas Schmitt und Jens Michael Otte. (Quelle: firstwire)

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Michael Dreiner und Johannes Haidl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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