Sich selbst treu bleiben

Fireland Foods exklusive Chili Produkte made in Austria

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Fireland Foods doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Richard Fohringer, studierter Ernährungswissenschaftler und Lebensmitteltechnologe mit der Leidenschaft für scharfes Essen. Die Marke „Fireland Foods“ entstand aus vielen Zufällen – es war bis vor gut 4 Jahren nie Absicht, etwas zu verkaufen.
Fireland Foods steht für exklusive Chiliprodukte made in Austria. Dabei verarbeiten wir unter anderem die schärfsten Chilisorten der Welt. Bei der Herstellung unserer Produkte verzichten wir auf künstliche Zusatzstoffe wie Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Stabilisatoren oder Säurungsmittel. Ziel ist der Aufbau der schärfsten Lifestyle-Marke Österreichs.

Wie ist die Idee zu Fireland Foods entstanden?
2007 erstand ich ohne jegliche Absichten meine ersten 6 Chilipflanzen auf einem Jungpflanzenmarkt. Das Jahr darauf hatten wir bereits eine derart große Ernte, dass wir nicht wussten, was wir damit tun sollten. Es entstand die Süß-saure Chilisauce mit Schärfegrad 3/12, die es auch jetzt noch gibt. Plötzlich meldete sich der Chef eines lokalen Feinkostladens in Texing/NÖ (Anm. Thomas Schuster), mit der Anfrage zum Verkauf der Produkte. Nach zahlreichen holprigen Beratungsgesprächen kam es erst zu einer landwirtschaftlichen Direktvermarktung, im Jahr 2012 schließlich zu Gründung des Gewerbebetriebs Fireland Foods in Ruprechtshofen. Die Idee zum Namen entstand aus dem Computerspiel World of Warcraft, einer Sojasauce-Marke und einer Grill-Sendung. Alle Grafiken, Logos etc. sind von mir selbst gemacht/designt. Zunehmend wurden neben neuen Händlern auch diverse Pressestellen auf uns aufmerksam. Mittlerweile haben wir einen Schaubetrieb in St. Pölten eröffnet, bei dem man von April- Oktober Einblick in unsere Arbeit, vom Feld bis in die Flasche erhält.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung ist das Beibehalten des hohen Qualitätsanspruchs, bei steigender Produktion. Bis 2016 wurde alles aus den Gewinnen der Firma finanziert. Es war nie notwendig, Fremdkapital aufzunehmen. Bei dem Projekt der Chili-Erlebniswelt in St. Pölten handelt es sich um eine klassische Immobilienfinanzierung.

Sie waren in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen und konnten gleich 3 Investoren begeistern. Wie ging es nach der Sendung weiter?
In den weiteren Gesprächen mit den Investoren kamen wir zu dem entscheidenden Schluss, dass wir den Weg besser alleine fortsetzen, um sicher zu stellen, dass das familiäre Flair und der persönliche Kundenkontakt nicht leiden. Wir möchten organisch wachsen, auch wenn das etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Aus diesen Gründen lehnte ich den Deal nachträglich ab.

Wie war das Feedback von Zuschauern und der Presse?
Enorm. Während der Ausstrahlung der Sendung hatten wir 4.000-5.000 Besucher gleichzeitig im Onlineshop. An den Tagen danach wurden von 5.00 Uhr – 20.00 Uhr Pakete verpackt, wir wurden mit Bestellungen von Neukunden überwältigt. Wir waren bereits davor in nahezu allen Pressemedien präsent, bekamen durch die Ausstrahlung jedoch nochmals einen extra Schub.

Wer ist die Zielgruppe von Fireland Foods?
Höllische Scharfesser und jene die es gerne milder angehen, jedoch Wert auf transparente Produktion legen, bei der man auch die Protagonisten hinter der Marke kennt. Aus statistischen Erhebungen ergibt sich: 2/3 männlich und zwischen 25-34 Jahre alt.

Was ist das Besondere an den Produkten?
Authentisch, Marke mit Gesicht, rein natürliche Produkte, Einblick vom Feld bis in die Flasche, breites Produktspektrum, Entertainment auf Festivals (frequency, novarock, rock in vienna etc.) mit Chiliwettessen etc.

Wann finden die Exkursionen statt und wie laufen diese ab?
Tägliche Führungen finden von April – Oktober statt. Außerhalb veranstalten wir gerne Führungen auf Anfrage. Neben klassischen Führungen bieten wir auch Grillkurse, Wine-Tastings etc. an um auch hier ein breiteres Sortiment anbieten zu können. Gruppen können gerne jederzeit auf Anfrage eine Führung machen, auf Wunsch auch mit angeschlossenem BBQ-Essen (wir sind ja 2016 auch Sparerib-Staatsmeister).

Der reguläre Ablauf einer Führung: Vorstellung, kurzer Infofilm, Besuch am Schaufeld mit den Themenhäusern (hier sieht man mehrere hundert Chilisorten, nach Herkunft gegliedert), im Frühjahr Jungpflanzen, Gang ins Lager sowie Einblick in die Produktionsräume, abschließend Verkostung aller Produkte und Chili-Riechen an der Riechbar.

Fireland Foods, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren haben wir die Erweiterung – unser eigenes BBQ Restaurant – gebaut und dürfen unsere Produkte im gesamten EU-Raum anbieten. Idealerweise mussten wir bereits einmal davor zubauen, weil unser Lager zu klein wurde.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Langer Atem (darüber im Klaren sein, dass man nicht sofort verstanden wird; nicht wegen 1 oder 2 Rückschlägen alles aufgeben)
2. Langsames Wachstum neben einem „Brotberuf“, bis eine gutes Fundament geschaffen wurde
3. Sich selbst treu bleiben und nicht weil man glaubt sich anpassen zu müssen am Sortiment/Produkt Änderungen vornehmen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Richard Fohringer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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