Agil und unabhängig bleiben

Angefangen hat das Startup fino mit einem Kontowechselservice.

Die Innovation: Mit wenigen Klicks informiert fino alle Vertrags- und Zahlungspartner über die neue Bankverbindung – ohne Papierkram.

Mittlerweile haben die Gründer aus Kassel ein komplettes Portfolio an einfachen Lösungen rund um Banken und Versicherungen für B2B- und B2C-Kunden entwickelt. 

Stellen Sie sich doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Florian Christ, Geschäftsführer der fino digital GmbH. Bevor ich 2015 mein Startup gründete, habe ich in der Managementberatung bei Accenture und im Business Development bei der Commerzbank gearbeitet. Bei fino verbinde ich meinen Technologie-Background mit der Bankenbranche. 

Welche Idee steckt hinter fino? 

Unser Ziel ist es, einfache, bequeme und verständliche Lösungen rund um Banken und Versicherungen zu entwickeln. fino startete 2015 mit fünf Mitarbeitern und einem innovativen und intelligenten Kontowechselservice, der komplett online funktioniert. 

Mittlerweile bieten wir ein breites Portfolio an digitalen Produkten und Services für Kunden aus dem Banken-, und Versicherungsgeschäft sowie für Endverbraucher. Dadurch sind wir gewachsen: Heute haben wir mehr als 90 Mitarbeiter an den Standorten Kassel, Hamburg und Lübeck.

Für welche Unternehmen ist Ihre Lösung interessant?

Unser Anspruch ist es, Produkte zu konzipieren, die branchenübergreifend über die reine Finanzwirtschaft und Banken hinweg funktionieren. Privatkunden helfen wir dabei, den Überblick über ihre Finanzen und Verträge zu behalten. Im Bereich Geschäftskunden konzentrieren wir uns auf Unternehmen, deren Produkte sich mit Kontodaten kombinieren und verbessern lassen. Weiterhin automatisieren wir für Geschäftskunden viele Abläufe in ihrem Tagesgeschäft. Unsere Services kommen heute bereits bei über 500 Banken zum Einsatz.

Wie hat sich die Startup-Szene in den letzten Jahren verändert?

Die Startup-Szene ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Das schafft eine enorme Innovationskraft. Gründer aus Deutschland können sich heute selbstbewusst mit anderen Startups aus den USA, Israel oder England messen. Es gibt hierzulande eine gesunde und innovative Community, auch außerhalb der Metropolen, so wie bei uns in Kassel. 

Welches sind die größten Fehler junger Gründer?

Startups haben großen Konzernen eines Voraus: Sie entscheiden auf kürzeren Wegen. Diesen Vorteil büßen viele aber ein, wenn sie Ideen nicht schnell und zielgerichtet genug umsetzen. Manche trauen sich nicht, mit einem Produkt auf den Markt zu gehen, das noch nicht perfekt ist – so werden Chancen verspielt. Dem beugen wir bei fino gezielt vor: Was wir in drei Monaten nicht umsetzen können, machen wir erst gar nicht.

Sie sind Teil von TechBoost, dem Startup-Programm der Telekom. Was gefällt Ihnen besonders?

Der Austausch mit zahlreichen talentierten Startups innerhalb des Programms hilft uns dabei, immer wieder neue Ideen und Kooperationspartner für spannende Projekte zu finden. Zudem unterstützt uns TechBoost auch dabei, potenzielle Kunden kennenzulernen, denn wir bekommen über das Programm Zugang zum Geschäftskundennetzwerk der Telekom. Dank kostenfreiem Speicherplatz im Wert von 100.000 Euro für die Open Telekom Cloud haben wir außerdem ideale Voraussetzungen, um unsere Produkte weiterzuentwickeln. 

Zuletzt waren Sie auf dem Digitalisierungsgipfel DIGITAL2018. Was haben Sie von der Veranstaltung mitgenommen?

Die DIGITAL2018 war für mich die beste Veranstaltung seit langem. Vom Vorstand bis zum Kunden war das Publikum sehr vielfältig. Es gab vor Ort einen ganz besonderen Spirit. Wir haben uns mit potenziellen Kunden und anderen Gründern nicht nur sehr gut unterhalten, sondern konnten im Nachgang auch viele Projekte umsetzen. Zahlreiche Gespräche haben meine Überzeugung gestärkt, dass fino die Digitalisierung in Deutschland weiter aktiv vorantreiben wird.  

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?

Wir wollen wachsen und sehen bereits jetzt, dass wir mit unseren Produkten in Zukunft auch weitere Branchen bedienen können. Unser Ziel ist es, mit dem Kontowechselservice oder der Kontowechselhilfe Marktführer zu werden. 

Welche 3 Tipps haben Sie für Gründer?

Nicht stehen bleiben, sondern immer dafür sorgen, dass einer Idee die nächste folgt. Habt als Gründer den Mut, Fehler zuzulassen und lebt diese Kultur euren Mitarbeitern vor. Und: Die Kontrolle über das Unternehmen sollte bei euch bleiben, wägt mögliche Fremdfinanzierungen immer gut ab.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Florian Christ für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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