Dran bleiben und nicht auf die ganzen Neinsager hören

Auf findu findest du Lokale in Deiner Nähe

Stellen Sie sich und das Startup findu doch kurz unseren Lesern vor!
findu ist eine Online-Plattform für gastronomische Einrichtungen und gleichzeitig Vermarktungsdienstleister. Auf findu können sich Gastronomen gratis registrieren und ein Profil anlegen. Die Profile werden moderiert und die Lokale durch Dienstleistungen wie Videoproduktionen, Fotoshootings und redaktionellen Artikeln unterstützt. Diese Dienstleistungen können durch ein Abomodell von nur 49 Euro monatlich finanziert werden. Gastronomen wird somit die Möglichkeit geboten sich zu transparent zu positionieren und Nutzer finden schnell und präzise was sie suchen.

Der Fokus liegt auf Service und User Experience anstelle von Datensammlung.

Wie ist die Idee zu findu entstanden?
Durch eine normale Alltagssituation. Wir gehen gern und viel essen und entdecken neue Lokale.
Wir haben Restaurants bei Google, yelp und tripadvisor gesucht, sind hingefahren und wir standen vor verschlossenen Türen. Google hat das geschlossene Lokal nicht gelöscht. Wenn ich ein veganes Restaurant suche, sind die meisten Suchergebnisse nicht vegan. Sie haben oftmals nur ein paar vegane Speisen, ansonsten aber Fleischspeisen. Zusätzlich sind mittlerweile viele Bilder, Kommentare und Bewertungen gefälscht oder mutwillig von Konkurrenten negativ. Die falschen Daten werden jedoch nie gelöscht. Weder Gastronomen noch Nutzer haben noch Lust Google, yelp und tripadvisor zu nutzen, weil sie den Plattformen einfach misstrauen. Zurecht – sie sind weder transparent, aktuell noch qualitativ gut. Trotzdem gibt es keine Alternative.

Das wollten wir nicht akzeptieren und haben eine Alternative geschaffen.

Welche Vision steckt hinter findu?
Hinter findu.online stecken zwei Visionen – eine für Gastronomen und eine für Nutzer. Für Gastronomen ist die Vision, jedem Lokal die Möglichkeit geben sich transparent und professionell zu vermarkten. Egal ob großes Lokal mit großem Budget oder kleines Lokal mit kleinem Budget. Für uns sind alle gleich und bekommen denselben günstigen Preis. Das ermöglicht die nötige Neutralität. Vor allem kleine Lokale mit kleinem Budget können sich durch findu erstmals z. B. ein professionelles Video und Fotos leisten.

Das sind wichtige Grundlagen für die Vision für Nutzer:

Nutzer sollen Lokale bereits erleben bevor sie dort waren. Keine Überraschungen mehr, wenn sie in das Lokal kommen. Wir wollen, dass Nutzer keine schlechten Erfahrungen mehr mit der Lokalsuche machen, wie geschlossene Türen, gefälschte Bilder und unkontrollierte Kategorien.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war die Programmierung. Wir haben bereits vor zwei, drei Jahren gemerkt, dass der Bedarf nach einer Plattform wie findu.online da ist. Wir haben viele Umfragen bei Gastronomen und Nutzern getätigt und erfahren, dass keiner Lust auf Apps hat. Apps sind oldschool. Sie müssen auf jedem Endgerät extra runtergeladen werden und sehen überall etwas anders aus. Zusätzlich will keiner mehr seinen Handyspeicher mit Apps zumüllen. Apps sind bisher ein gängiges Übel, weil in Zeiten von Baukasten-Websites sich kaum jemand noch die Mühe macht eine richtige statische oder dynamische Website zu programmieren.

Wir haben es getan und haben eine dynamische Website mit Datenbank und Responsive Design, optimiert für alle Endgeräte und Browser, programmiert. Wir mussten sogar bei einigen Endgeräteherstellern anrufen und nach extra Zertifikaten und Software fragen, welche sie auf Anhieb nicht hatten, weil das kaum mehr jemand so macht. Die Hersteller waren jedoch sehr unterstützend, weil sie den Ansatz gut fanden. Damit sind die Inhalte auch für ihre Endgeräte optimiert dargestellt. Dadurch war die Programmierung ein großes Unterfangen mit sehr viel Perfektion. Das Design und die schnellen Ladezeiten sprechen jedoch für sich.

Dazu ist kein Download einer App mehr notwendig, findu kann jedoch trotzdem wie eine App auf dem Homescreen gespeichert und genutzt werden.

Finanziert haben wir das alles selbst. Die ganze Arbeit erfolgte in Nebentätigkeit. Wir sind bisher ein Kernteam von drei Personen und damit eine schlanke Organisation. Dadurch war das gut realisierbar. Nach der Gründung im September 2018 und dem offiziellen Launch von findu.online suchen wir jedoch nach Kapital um unsere Visionen zu verwirklichen.

Wer ist die Zielgruppe von findu?
Auf der einen Seite Lokale (Restaurants, Bistros, Cafés, Bars, Clubs, …) mit einem gewissen Qualitätsstandard. Das ist uns besonders wichtig, weil wir nicht möglichst viele, sondern möglichst gute Suchergebnisse gewährleisten wollen. Wir nehmen uns deswegen auch das Recht heraus Lokalregistrierungen abzulehnen, wenn jemand z. B. gefälschte Bilder hoch lädt oder seinem Steakrestaurant die Kategorie „vegan“ gibt, nur weil er einen Vorspeisensalat auf der Speisekarte hat. Transparenz und Qualität ist uns sehr wichtig, und das leben wir auch.

Auf der anderen Seite sind die Nutzer, welche Lokale in ihrer Nähe suchen wollen. Egal ob als Tourist oder Anwohner. Kaum jemand findet sich auf Google, yelp und tripadvisor noch zurecht.

Deswegen sind alle Nutzer, die lieber Qualität statt Quantität möchten, herzlich dazu eingeladen findu zu nutzen.

Wie funktioniert findu?
Auch hierbei ist wieder in Kunde und Nutzer zu unterscheiden. Kunden, also Gastronomen, können sich gratis mit den Angaben ihres Lokals auf findu registrieren. Danach können sie einen Text schreiben, 3 Bilder hochladen, mit Google Maps verbinden, ihre Speisekarte hochladen, einen Newsfeed erstellen, ein Jobangebot einstellen und Details wie Bezahlinformationen, Barrierefreiheit usw. eintragen. Sobald das Lokal erstellt und gespeichert ist, bekommen wir eine Benachrichtigung und ein Mitarbeiter schaut sich das Profil an.

Passt es, wird es freigeschalten. Passt es nicht, wird der Lokalbesitzer kontaktiert und Nachbesserungen müssen gemacht werden. Beim Editieren haben Gastronomen die Auswahl das Vermarktungspaket zu buchen. Danach wird ein Termin ausgemacht, ein Mitarbeiter aus unserem Filmstudio kommt vorbei und macht ein Video und Fotos. Das ist gleichzeitig der Plausibilitäts-Check, ob im Lokalprofil die Wahrheit beschrieben ist. Danach wird aus den erlangten Informationen suchmaschinenoptimiert ein Artikel als Textbeschreibung für das Profil geschrieben. Denn die SEO darf nicht vernachlässigt werden.

Im Prinzip übernimmt findu damit den Großteil der Profilerstellung für Lokalbesitzer.

Für Nutzer ist und bleibt die Nutzung von findu immer gratis. Um Lokale zu bewerten und Kommentare zu hinterlassen müssen sich Nutzer mit einer E-Mail-Adresse oder Social Accounts anmelden. Bewertungen werden mit einem Punktesystem grafisch dargestellt, Kommentare sind jedoch nicht öffentlich. Das ist bewusst gewählt, weil sich Konkurrenten auf Google, yelp und tripadvisor gegenseitig öffentlich denunzieren. Das wollen wir damit unterbinden. Die Kommentare werden per Mail privat an den Gastronomen geschickt und dieser kann darauf reagieren und interagieren.

Welche Vorteile bietet findu?
findu bietet Lokalen Vermarktungsdienstleistungen, die sie sich oft nicht leisten können. Außerdem wird durch die Nähe zu den Lokalen eine Aktualität und Transparenz geboten, die den Nutzern eine hohe Suchqualität ermöglicht. Dazu kommen viele Vorteile für Kunden, wovon einige bereits erwähnt wurden … gratis Anmeldung, keine Vertragslaufzeit, integrierte Funktionen auf der Plattform, ein starkes Netzwerk, eine moderierte und kontrollierte Umgebung … damit löst findu.online viele Probleme, die Google, yelp und tripadvisor aufgetan hat. Für Nutzer ist der Vorteil ganz klar die Transparenz und Suchqualität. Im heutigen Datendschungel sehe ich jedoch noch einen Mehrwert von findu.online: keine grundlose Datenspeicherung. Wir operieren nach deutschem Datenschutz, unsere Server stehen in Deutschland und Datenweitergabe ist für uns Tabu.

Unser Geschäftsmodell benötigt auch keine Datensammlung und -weitergabe, wie das bei anderen Online-Plattformen der Fall ist.

findu, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir haben neben der Produktentwicklung bereits in Wien begonnen findu.online mit Leben zu füllen. Im Moment sind ca. 600 Lokale dort zu finden. Als nächstes wollen wir die Plattform in ganz Österreich und Deutschland ausrollen. Danach in weitere Länder. Deswegen sehen wir findu.online in fünf Jahren als Alternative zu Google, yelp und tripadvisor, welche mindestens in den Metropolen Europas und im gesamten DACH mit Lokalen gefüllt ist. Das wären allein schon ca. 100.000 Lokale. Dazu gehört natürlich ein dementsprechend großes und gutes Team. Also unsere Ambitionen sind auf Wachstum ausgerichtet.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Nicht nur ständig träumen, reden oder planen, sondern einfach mal machen.
Nicht selbstverliebt oder eigensinnig zu sein und zu denken, dass ein Produkt allein durch Qualität überzeugt – viele vergessen leider den Wert von Marketing und Netzwerk.
Dran bleiben und nicht auf die ganzen „Neinsager“ hören, wenn sie sagen: „Das ist verrückt!. Das gab es ja noch nie! Das funktioniert nicht!“. Anstatt auf 100 Leute zu hören, die Dich demotivieren wollen, höre lieber auf eine Person, die Dich und Deine Idee unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei David Knauer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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