Donnerstag, September 29, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

finCraft: Investing-Advice-Plattform für Investment Selbstentscheider

Stellen Sie sich und das Startup finCraft doch kurz unseren Lesern vor!

Meine Name ist Stefan Steib, ich bin Gründer und CEO von finCraft aus Bad Homburg. Bis zur Gründung des Fintechs habe ich viele Jahre im Investment Banking gearbeitet. In dieser Zeit habe ich viele Erfahrungen und Ideen gesammelt die letztlich in die Neo-Investing-Advice-Plattform eingeflossen sind, die wir seit letztem September anbieten. Hinter finCraft steht ein interdisziplinäres Team aus Kapitalmarktexperten, Software-Spezialisten und Designern. Wir teilen die Begeisterung für die finCraft-Idee, und wir sind alle Börsen-Verrückte.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Zum einen hatte ich von der traditionellen Bankenwelt mit all ihren Restriktionen einfach genug. Zum anderen habe ich lange nicht verstanden, warum so wenig Deutsche den Schritt an die Börse wagen. Mir ist dann irgendwann klar geworden, dass die Sparer und Anleger hierzulande schlicht nicht mit dem versorgt werden was sie brauchen, um unabhängig an der Börse unterwegs sein zu können. Diese Lücke zu besetzen und hierfür eine Lösung anzubieten, war letztlich Motivation zur Gründung von finCraft.

Welche Vision steckt hinter finCraft?

Börse und Kapitalmarkt bieten Lösungen, und zwar für jeden, nicht nur für Herren in dunklen Anzügen. Wir wollen die Menschen in die Lage versetzen, sich selbst um ihre Anlagen am Kapitalmarkt zu kümmern. Wir machen sie zu unabhängigen Investment-Selbstentscheidern. Unser Ziel ist also die Demokratisierung der Anlageberatung auf digitalem Weg. Einfach weil es an der Zeit ist, die Dinge selber in die Hand zu nehmen.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Für die Realisierung unserer Idee war von Anfang an eine große Bandbreite an Know-how aus unterschiedlichsten Bereichen erforderlich. Kapitalmarktexperten, Software-Entwickler, UX Designer, Social Media Experten – ich musste also die passenden Partner finden die nicht nur von der Idee zu begeistern, sondern gleichzeitig auch bereit waren, das Risiko eines Startups in Pandemiezeiten mitzutragen. Das galt gleichermaßen für Kapitalgeber. Neben den Gründern haben eine wachsende Anzahl an Business Angels und Unternehmen im Rahmen mehrerer Finanzierungsrunden die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt.

Wer ist die Zielgruppe von finCraft?

Alle, die keine Lust mehr auf Sparschwein und Negativzinsen haben, sondern eigenständig und unabhängig am Kapitalmarkt in Aktien, ETFs und andere Wertpapiere investieren möchten, finden bei uns die hierfür notwendigen Informationen und Tools sowie das erforderliche Investing Know-how. Wir wissen ja längst, dass die neue digitale Anlegergeneration andere Bedürfnisse hat. Im Börsenhandel haben die Neo- und Smartphone-Broker mit innovativen Lösungen darauf bereits reagiert. Das ist aber nicht mal die halbe Miete, weil ohne Idee, ohne Plan und ohne Know-how das effizienteste Brokerage nichts bringt.

Wie funktioniert finCraft? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Ohne Plan wird kein Haus gebaut. An der Börse sollte es eigentlich nicht anders sein. Deshalb können die finCraft-User zunächst eine individuelle Anlagestrategie auf Basis ihres Anlegerprofils entwickeln. Diese wird dann in einem diversifizierten Wertpapierdepot mit Wertpapieren aus unterschiedlichen Assetklassen umgesetzt. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Wir versorgen ganz besonders Börsenneulinge mit allem was sie brauchen, um dies von Anfang an eigenständig und unabhängig tun zu können. Ohne Fachvokabular, ohne komplexe Arithmetik. Anfänger können so erstmal ohne Risiko experimentieren und auf professionellem Niveau Erfahrungen sammeln. Unser Anspruch ist aber, dass jeder Nutzer auch die Möglichkeit haben soll, sich weiterzuentwickeln, vom Newbie zum Semi-Profi.

Wir sorgen für das nötige Know-how und den Austausch mit Gleichgesinnten. Erfahrenen Anwendern bieten wir intelligente Analysewerkzeuge als Entscheidungshilfen, die bisher den Investmentprofis vorbehalten waren. Backtesting-Funktionalitäten ermöglichen den Usern eine erste Einschätzung der Erfolgschancen der gewählten Strategie(n). Monitoring-Funktionalitäten erleichtern das Beobachten und Optimieren der Portfolios im Zeitablauf. finCraft User werden im Academy Bereich mit Know-how versorgt. Der Community-Bereich ermöglicht nicht nur den Austausch mit Gleichgesinnten, sondern auch die Entwicklung und Benchmarking von eigenen Strategiemodellen durch erfahrene Anleger. finCraft ist im Kern also eine Beratungs- und Analyseplattform, der anschließende Handel mit Wertpapieren ist dann nur noch das, was er sein soll: fast and simple.

Wie verändert sich die Finanzbranche in den kommenden 12 Monaten?

Wir haben mehrere Basistrends im Umfeld der Finanzbranche, die sich weiter fortsetzen werden: Niedrigzinsen, zunehmende Inflation, fortschreitende Digitalisierung und der erfreuliche Trend, dass aufgrund dieser Rahmenbedingungen Millionen insbesondere junger Sparer die Börse für sich entdecken. Die Branche ist im Umbruch, der Bedarf an neuen Services und innovativen Lösungen ist enorm. Und dank der neuen Technologien sind der Kreativität hier auch kaum Grenzen gesetzt. Alte Strukturen werden aufgebrochen. Die Fintechs stehen im Zentrum dieser Revolution und werden in den kommenden Monaten noch viele coole Ideen liefern. Gerade im Bereich Big Data und künstliche Intelligenz schlummert noch erhebliches Potenzial.

Welche drei Buchempfehlungen habt ihr für unsere Leser?

Über Geld nachdenken – Klug entscheiden, gelassen bleiben, Lebensqualität gewinnen von Nikolaus Braun

Ich teile nämlich die Meinung von Nikolaus Braun, dass nicht Reichtum das eigentliche Ziel der Geldanlage sein sollte, sondern die daraus resultierende (finanzielle) Freiheit, die mehr Lebensqualität zulässt.

Der schwarze Schwan – Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse von Nassim Nicholas Taleb

Wer weiß, dass es schwarze Schwäne gibt, wird keinem Experten mehr trauen und auf keinen der vielen Börsengurus hereinfallen, die mit ihren Prognosen häufig krass danebenliegen.

Wall Street Meat von Andy Kessler

In seinem Buch gibt Kessler einen Einblick in die Welt der Finanzanalysten während der extrem turbulenten Zeit der Dotcom- und Telekommunikationsblasen der 90er Jahre.

finCraft, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir stehen noch ganz am Anfang unserer Entwicklung, wir haben noch eine sehr lange Liste wirklich guter Ideen. finCraft wird sich zu einer One-Stop-Shop-Solution für Retail-Anleger weiterentwickeln. Advice, Brokerage – alles aus einer Hand, per Smartphone/Mobile und/oder Desktop. Wir werden zunehmend AI-basierte Services mit integrieren. D.h. unsere User werden zunehmend von künstlicher Intelligenz auf ihrem Weg unterstützt. Schließlich ist das was wir tun natürlich nicht nur für deutsche Anleger geeignet. Wir wollen entsprechend auch neue Märkte angehen und uns europaweit etablieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sucht euch Verbündete, baut euer Netzwerk aus und kommt mit anderen Unternehme(r)n ins Gespräch. Das eröffnet in diesem extrem dynamischen Umfeld schnell immer wieder neue Perspektiven und hilft eigene Lücken zu schließen. 

Unterschätzt auf keinen Fall die „Trivialitäten“ des deutschen Unternehmertums. Buchhaltung, Jahresabschluss, Finanzamt, Gesellschaftsrecht, Regulatorik… das alles verschlingt erschreckend viel Zeit.

Bewahrt euch die Begeisterung für eure Idee und euren Ansatz. Aber verliert nicht eure Zielgruppen und deren Bedürfnisse aus dem Blick. 

Wir bedanken uns bei Stefan Steib für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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